Aufgabe 9
Sommerhaus, später

Lesen Sie, was passiert, nachdem die Ich-Erzählerin und Stein wieder zurück in Berlin sind.

Was für eine Musik wir auf der Rückfahrt gehört haben, weiß ich nicht mehr. Ich habe Stein in den darauffolgenden Wochen auch nur selten gesehen. Die Seen froren zu, wir kauften Schlittschuhe, zogen nachts mit Fackeln durch den Wald und aufs Eis hinaus. Wir hörten Paolo Conte aus Heinzes Ghettoblaster, schluckten Ecstasy und lasen uns die besten Stellen aus Bret Easton Ellis American Psycho vor. Falk küsste Anna, und Anna küsste mich, und ich küsste Christiane. Stein war manchmal dabei. Er küsste Henriette, und wenn er das tat, schaute ich weg. Wir gingen uns aus dem Weg. Er hatte niemandem erzählt, dass er das Haus nun endlich gekauft hatte, er hatte nicht erzählt, dass er mit mir rausgefahren war. Ich auch nicht.
(S. 153/ Z. 10-22)
Im März verschwand Stein. Er erschien nicht zu Heinzes dreißigstem Geburtstag und nicht zu Christianes Premiere und auch nicht zu Annas Konzert. Er war weg ...
(S. 154/ Z. 23-25)
Eine Woche später kam die erste Karte. Es war ein Foto der Dorfkirche von Canitz ...
(S. 155/ Z. 2-3)
Danach kamen regelmäßig Karten, ich wartete, wenn sie einen Tag ausblieben, war ich enttäuscht. Es waren immer Fotos der Kirche und immer vier oder fünf Sätze, wie kleine Rätsel, manchmal schön, manchmal unverständlich. Stein schrieb oft ... wenn du kommst. Er schrieb nicht: „Komm.“ Ich beschloss, auf das „Komm“ zu warten, und dann loszufahren.
(S. 155/ Z. 9-26)

Worterklärungen

das Wasser wird zu Eis
Schuhe für Wintersport auf dem Eis
Stab, der brennt, benutzt man zum Beleuchten
nicht hinsehen
den anderen nicht treffen wollen
weggehen, nicht mehr zu sehen sein
wieder da sein, zu sehen sein
nicht kommen
traurig, weil etwas nicht passiert, was man erwartet
entscheiden

Hier können Sie einen Song von Paolo Conte hören:

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