Minus Ego

Im Zeitalter der narzisstischen Selfies ist es dringend notwendig die Wesensart des Ichs, seine Funktionsweise und seinen Einfluss auf unser Leben zu hinterfragen. Der äußere Schein bestimmt die Regeln, nach denen wir unser Verhalten richten. Ichbezogenheit ist vorherrschend im politischen und gesellschaftlichen Leben; Egos werden starke und zerstörerische Gebilde, ohne Nachhaltigkeit, ohne Nutzen für den Einzelnen oder die Gemeinschaft. Das Projekt Minus Ego erforscht sowohl die Annäherungen, als auch die Abschweifungen des Ichs, seine Abhängigkeit und Unabhängigkeit, seine Ewigkeit und Vergänglichkeit. Dies von einem künstlerischen Kontext aus – der oft mit Ichbezogenheit arbeitet – anzugehen, eröffnet uns die Gelegenheit den Geist und das Wesen des ‚Ich‘, ‚Selbst‘, ‚Ego‘ aus verschiedenen Perspektiven aus zu untersuchen und ihr Verhältnis zum dem ‚Wir‘, dem ‚Anderen‘, und verschiedenen ‚Systemen und Überstrukturen“ zu beleuchten.