3 Fragen an Florian Borchmeyer

Ein tausendseitiges Werk auf die Bühne zu bringen, ist ein umfangreiches Unterfangen – noch dazu, wenn es sich eigentlich um einen Roman handelt. Borchmeyer hat sich mit der Übersetzung von Bolaños Meisterwerk aus dem Spanischen an diese herausfordernde Aufgabe herangewagt, seine Bühnenfassung wurde kürzlich in Berlin als deutsche Erstaufführung in Szene gesetzt. Bis zu seinem Tod im Jahr 2003 schrieb der chilenische Dichter und Erzähler Roberto Bolaño fieberhaft an seinem Roman, dessen Veröffentlichung er selbst jedoch nicht mehr erlebten konnte. Als das Werk im Jahr 2004 posthum erschien, erlangte es Weltruhm. Für Goethe KULTURinfo erzählt Borchmeyer, was für ihn persönlich die Faszination von „2666" ausmacht – und weshalb eine Dramaturgie der Demut so notwendig ist.