Deutschland in Barcelona

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Unter der Schirmherrschaft von S.M. König Juan Carlos und Bundespräsident Christian Wulff präsentierten die Deutsche Botschaft in Madrid, das Generalkonsulat in Barcelona und die Goethe-Institute Barcelona und Madrid eine Reihe von Kultur- und Informationsveranstaltungen. Der Freiluftevent „Alemania en Barcelona“, stand ganz im Zeichen des lebendigen und partnerschaftlichen Austauschs zwischen Deutschland und Spanien. Das Ziel war, mittels eines hochkarätigen und unterhaltsamen Programms aus Kunst, Information und Debatten einige der interessantesten Beispiele für deutsch-spanische Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft zu präsentieren.

Angelockt von einem vielfältigen und anspruchsvollen Programm, strömten insgesamt mehr als 20.000 Besucher und Besucher zu dem im Herzen Barcelona gelegenen Passeig de Lluís Companys. Freiluftkino und Tanzperformances, Kindertheater und Kulinarisches, Livemusik und Lichtinstallationen, Podiumsdiskussionen sowie Stände von Institutionen, Initiativen und Unternehmen verwandelten den lang gestreckten Platz zwischen Arc de Triomf und Parc de la Ciutadella in einen Parcours aus Ständen, Bühnen und Zelten.

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Freitag wurde, nach der offiziellen Eröffnung von „Alemania en Barcelona“ der Stummfilmklassiker „Berlin-Sinfonie der Großstadt“ von Walter Ruttmann (1927) mit Klavierbegleitung von Joan Pineda auf einer riesigen Freiluftleinwand am Fuße des Arc de Triomf gezeigt. Im Anschluß daran zog das „Videomapping“ die Zuschauer in seinen Bann. Die Livemusik von Javier Navarrete (Klavier) und Luc Suárez (elektronische Gitarre) brachte im Zusammenspiel mit der Projektion der Installationskünstler Sebastian Neitsch und Woeishi Lean einzelne Fassendenteile zum Tanzen.

Samstag Mittag ging es weiter mit dem Kulturprogramm, das von dem katalanischen Allroundkünstler Arnau Vilardebó präsentiert wurde. Den Auftakt bildete die Performance „La pieza blanca“ der in Spanien ansässigen Deutschen Arnd Müller (Choreographie) und Janet Rühl (Tanz). Das Programm bot eine lebendige Mischung aus Tanz, Musik und anderen Vorführungen unterschiedlichster Stile: Angefangen von den Live-Illustrationen des Malers Ignasi Blanch und seiner Schüler über den Hip-Hop der „Cia. Brodas“ aus Barcelona bis hin zu Liedern von Kurt Weill und Friedrich Holländer, die von der Sängerin Christina Koch und dem Pianisten Francisco Poyato interpretiert wurden. Besonders hervorzuheben sind auch die Musikbeiträge des Chors der Deutschen Schule „Ta-ke-ti-na“ und der deutschsprachigen evangelischen Gemeinde Barcelona, die Lieder mit Texten von Dietrich Bonhoeffer vortrugen. Abends schlug die Stunde des Jazz: Das Biel Bellester Trio aus Barcelona und das Tingvall Trio aus Hamburg begeisterten das Publikum zunächst mit Einzelauftritten und anschließend mit einer Jamsession. Den Abschluß bildete noch einmal das Videomapping von Sebastian Neitsch und Woeishi Lean, das diesmal musikalisch von den elektronischen Klängen des DJ Negro untermalt wurde.

Der Parcous aus Ständen von Unternehmen, Vereinen und Institutionen erfreute sich den ganzen Tag über eines regen Publikumsinteresses. Tausende von Besuchern und Besucherinnen nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die verschie
denen Angebote zu informieren und beraten zu lassen. Eine besondere Attraktion stellten die beiden Eisblöcke dar, die mitten auf dem Platz aufgebaut waren – eine Initiative der Deutschen Handelskammer für Spanien. Während der eine Eisblock ohne jeglichen Schutz im Laufe der drei Tage in der Frühlingssonne dahinschmolz, war der andere von einem blickdichten Kubus aus wärmedämmendem Material umbaut. Zahlreiche Besucher beteiligten sich an der „Eisblock-Wette“, bei der zu erraten war, wie viel Liter des gut isolierten Eisblocks bis zum Ende der Veranstaltung geschmolzen sein würden. Als Gewinn lockte eine Reise nach Berlin. Das Goethe-Institut bot von mittags bis abends 15-minütige Deutsch-Schnupperkurse an. In Gruppen von 5 bis 10 Personen konnten Interessierte erste Ausdrücke und Redewendungen lernen. Der Stand und die Aktionsfläche der Escola de Circ de l’Ateneu Nou Barris war den ganzen Tag von Kindern und Jugendlichen viel besucht. Auf dem letzten Abschnitt des Passeig de Lluís Companys Richtung Parc de la Ciutadella war die Installation „Was ist unbezahlbar?“ des Papiertheaters Nürnberg aufgebaut. Sie bestand aus einem langen Tisch, der mit in Papier eingewickelten Tellern und Bestecken sowie einer „Tischdecke“ aus Papier gedeckt war, auf welche die Veranstaltungsbesucher schreiben konnten, was für sie unbezahlbar ist.

Im Eingangsbereich des Parc de la Ciutadella war die Ausstellung „Import/Export“ von Idensitat und Kunstrepublik Berlin platziert, die vergangene und zukünftige künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum dokumentiert. Einen besonderen Blickfang bot ein ca. 5 Meter hohes aus Kartons erbautes chinesisches Tor, ein Hinweis auf die für Oktober 2011 geplante Kunstaktion im von Chinesen dominierten Stadtviertel Gorg in Badalona. In dem Zelt im Parc de la Ciutadella fanden von 12 bis 20 Uhr Podiumsdiskussionen zu aktuellen Themen und Zukunftsperspektiven deutsch-spanischer Zusammenarbeit statt. Im Zentrum der Debatten standen der Arbeitsmarkt in Deutschland, Wissenschaft und Forschung, Ausbildung und der Erwerb der deutschen Sprache sowie ökologischer Anbau und Umweltschutz. Besonders großes Interesse fanden die beiden Diskussionsrunden zu Chancen und Perspektiven am deutschen Arbeitsmarkt. Die Tageszeitung „La Vanguardia“ stellte entsprechend in ihrem Artikel fest: „Los ingenieros no piensan en pepinos“ (siehe Pressespiegel). Es gab viele positive Rückmeldungen von Teilnehmern und Publikum, die den interdisziplinären und interkulturellen Austausch als äußerst fruchtbar empfanden

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der jüngeren Besucher. Zahlreiche Kinder, Eltern und andere Interessierte versammelten sich vor der Bühne des Arc de Triomf, um die Arbenteuer von drei skurrilen, ziemlich menschlich daherkommenden Pinguinen in der katalanischen Version des deutschen Theaterstückes „An der Arche um Acht“ von Ulrich Hub zu verfolgen. Im Anschluss präsentierten Kinder und Jugendliche der Deutschen Schule Barcelona ein gemischtes Programm aus Theater, Tanz und Musik unter dem Motto „60 Jahre Deutschland“.

Was die Presse über das Deutschlandwochenende schreibt:

Link-Icon Pressestimmen zu "Deutschland in Barcelona"
El País, 3/6/2011

Link-Icon Pressestimmen zu "Deutschland in Barcelona"
La Vanguardia, 3/6/2011

Link-Icon Pressestimmen zu "Deutschland in Barcelona"
EuropaPress, 31/5/2011

Link-Icon Pressestimmen zu "Deutschland in Barcelona"
Time Out, 25/5/2011