Was ist Glück? Glück ist...

Projekt Freiraum
Foto: Robert Esteban © goethe.de

Zwölf jugendliche Roma aus Madrid und Barcelona präsentieren in Berlin ihre Version von Glück im Rahmen von „Freiraum in Berlin“ am 12. Und 13. März 2019 im ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik.
 

[März 2019]

Zwölf jugendliche Roma aus Madrid und Barcelona präsentieren in Berlin ihre Version von Glück im Rahmen von „Freiraum in Berlin“ am 12. und 13. März 2019 im ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik.
 
Für das Projekt „Freiraum“ nutzt das Goethe-Institut sein europaweites Netzwerk, um Partner aus Kultur und Zivilgesellschaft in den Dialog zu bringen und in Paaren aus jeweils zwei europäischen Städten („Tandems“) den Fragen nachzugehen: Wie steht es um die Freiheit im heutigen Europa? Wo ist sie in Gefahr? Wie stärken wir sie?

Im Dezember 2017 formierte sich das Tandem Belgrad und Barcelona/Madrid. In Serbien fragte man sich: „Ist Glück unabhängig von oder trotz der gegebenen gesellschaftlichen Umstände möglich?“, und in Südwesteuropa „Symbolisiert das Volk der Sinti und Roma den Geist eines Europas ohne Grenzen?“ Im Austausch der Fragen entstanden zwei Projekte, die jetzt öffentlich gezeigt werden – auf der einen Seite der Dokumentarfilm von Adrijana Stoikoviç über ein deutsch-serbisches Hip-Hop Duo „I am what I am: The story of Gipsy Mafia“.

"Was ist Glück?" war das Thema des Theaterworkshops, in dem insgesamt zwölf jugendliche Roma und Sinti zusammen mit La Joven Compañía an den Goethe-Instituten Madrid und Barcelona ein kurzes Stück entwickelt haben, das jetzt in Berlin im Rahmen der Abschlusskonferenz von FREIRAUM im ZK/U gezeigt wird. Die Workshop-Leitung hatten die Theaterregisseure Josep Maria Mestres in Barcelona und Laura Rubio in Madrid gemeinsam mit dem Choreographen Andoni Larrabeiti inne. Der Workshop "Was ist Glück?" wurde ermöglicht durch die Zusammenarbeit mit der Fundación Teatro Joven, dem Instituto de Cultura Gitana, der Fundación Secretariado Gitano und dem Verein Romi Serseni.

Zu Beginn des Workshops, haben die Jugendlichen über ihre Vorstellungen von Glück geredet. Basierend auf diesen Reflexionen, haben die Künstler*innen und die jugendlichen Teilnehmer*innen die Frage beantwortet. Dabei haben sie sich auf ihre persönlichen Erfahrungen und Anliegen bezogen und diese durch Musik, Tanz und Improvisation ausgedrückt.

Diese Antworten reisen nun nach Berlin, um dort gemeinsam präsentiert zu werden. Und mit dieser Theater-Performance wird die im Rahmen von FREIRAUM gestellte Frage seitens des Goethe-Instituts Belgrad beantwortet. Eine Antwort, die die Emotionen, die Hingabe und die Begeisterung dieser zwölf jugendlichen Roma und Sinti vereint. Ein Feuerwerk an Leben, Kampf, Hoffnung und Zukunft.

Im Projekt Freiraum sind künstlerische und diskursive Formate an rund 40 Orten in Europa - von Nikosia bis Carlisle, von Madrid bis Tallin entstanden. Gemeinsam mit dem ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik und der Stiftung Mercator werden ausgewählte Ergebnisse der „Freiraum-Tandems“ am 12. und 13. März 2019 in Berlin öffentlich präsentiert. Zur Eröffnung sprechen unter anderem die Staatsministerin für internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt Michelle Müntefering und der Generalsekretär des Goethe-Instituts Johannes Ebert.

Das ZK/U Berlin zeigt eine Ausstellung, Videos und Installationen, daneben stehen Filme, Gesprächsrunden und Performances auf dem Programm. Der slowenische Frauenchor Kombinat und das deutschserbische Hip-Hop-Duo Gipsy Mafia geben Konzerte (ZK/U - Zentrum für Kunst und Urbanistik, Siemensstr. 27, 10551 Berlin).

„Freiraum in Berlin“ ist eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik und wird gefördert durch die Stiftung Mercator. Medienpartner sind ARTE, taz.die tageszeitung und rbb Kulturradio.