Halbinszenierung Thomas Köck: Paradies fluten (verirrte Sinfonie)

Semimuntat Thomas Köck

Fr, 28.01.2022 -
Sa, 29.01.2022

19:00

Sala Beckett Barcelona

Inszeniert von Ferran Dordal i Lalueza

Wie Wassermassen schweben die Worte und Bilder, die Thomas Köck im ersten Teil seiner "Klimatrilogie" entwirft, über uns: Stammen die Wasseradern aus dem Paradies, die sich wie ein Fluch, eine Rache oder ein Segen der Erde nähern, oder ist es das Paradies selbst, das überflutet und unbewohnbar wird?

Mit kraftvoller Sprache und melancholischer Komik schafft Köck ein Fresko, das den Bogen von den Anfängen der Globalisierung bis in die Gegenwart spannt: vom Kautschukboom Ende des 19. Jahrhunderts, der ganze Regionen und Dörfer erfasste, über den gewaltigen Export europäischer bürgerlicher Kultur durch den Bau des Opernhauses, des Teatro Amazonas, bis hin zur Geschichte einer Tänzerin, die die rohe Kraft der heutigen (völlig flexiblen, projektbezogenen und sich selbst verwirklichenden) Arbeitswelt zu spüren bekommt. Werden die Fluten auch den letzten Rest der Menschheit von der Erde fegen, bis nichts mehr bleibt außer der Meeresgrund?

Mit diesem Stück gewann Köck den Kleist-Preis für Nachwuchsdramatiker*innen 2016 und wurde für den Heidelberger Stückemarkt 2016 nominiert.

Diese Halbinszenierung eines Theaterstückes wurde im Rahmen des Projekts Fabulamundi - Playwriting Europe im Juli 2019 uraufgeführt und kehrt nun als Teil der Reihe  Neue zeitgenössische europäische Theatertexte in die Sala Beckett zurück. 
 
Text: Thomas Köck
Übersetzung: Albert Tola
Regie und Dramaturgie: Ferran Dordal i Lalueza

Besetzung: Clara Aguilar, Marc Cartanyà, Ferran Dordal i Lalueza, Alba Pujol, Marc Salicrú und Pablo Rosal

Lichtkonzeption: Marc Salicrú
Tonkonzeption: Clara Aguilar

Dank an: Estel Cristià, Konrad Fentzloff i Pàppels
Die Übersetzung wurde mit Unterstützung des Goethe-Instituts Barcelona realisiert.

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