Filmvorführung Werkstattbericht - NS-Propagandafilm heute















"NS-Propagandafilm heute"

Regie: Felix Moeller
Deutschland, 2013, 58 min

Der Film ist Teil der Veranstaltungsreihe, deren Ziel es ist aufzuzeigen, wie der Kinofilm im Propagandaapparat des Naziregimes als entscheidendes Mittel zur Volksverhetzung und Manipulation diente. Den einführenden Vortrag zum Film hält Felix Moeller, Regisseur des Films.

Während des „Dritten Reichs“ von 1933-1945 wurden über 1200 Spielfilme hergestellt. Etwa hundert davon sind nach Meinung von Experten explizite Propaganda. Noch heute, teilweise mehr als 70 Jahre nach ihrer Entstehung, sind etwa 40 dieser Filme mit einem öffentlichen Vorführverbot belegt. Sie dürfen weder im Fernsehen laufen noch auf DVD erscheinen, sondern nur in geschlossenen Veranstaltungen mit wissenschaftlicher Einführung gezeigt werden. Im Ausland sollen die deutschen Botschaften und Konsulate darüber wachen, dass diese Restriktionen eingehalten werden. Was sind das für Filme, die auch viele Jahrzehnte nach dem Ende der Nazi-Herrschaft noch so gefährlich sein sollen, dass man sie unter Verschluss hält? Ist es Zeit für einen neuen, unbefangeneren Umgang mit den Hinterlassenschaften des NS-Kinos?

Der Werkstattbericht über das Dokumentarfilmprojekt, das Felix Moeller 2013 realisiert hat, stellt diese „verbotenen“ Filme mit zahlreichen Filmzitaten vor, zeigt Publikumsreaktionen und beobachtet Debatten und Symposien zu dem Thema in Deutschland und im Ausland.

Felix Moeller: Der Sohn der bekannten deutschen Regisseurin Margarethe von Trotta ist Schauspieler, Drehbuchautor und Filmregisseur und Berater für historische Dokumentationen und Spielfilme. Nach seinem Studium der Geschichte, Politik und Kommunikation in München und Berlin, arbeitete er von 1995 bis 1998 für das Filmstudio Babelsberg und Rosco Film in Potsdam. 2006 gründete er die Produktionsfirma Blueprint Film GmbH, mit der er den Film Harlan-im Schatten von Jud Süß produzierte, zu dem er auch das Drehbuch schrieb und Regie führte. Zu seiner Filmografie gehören auch: Die Verhoevens (2003), Hildegard Knef – Die frühen Jahre (2005) und Katja Riemann (2006).

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