Deutsche Filmwochen Barcelona

Magical Mystery Magical Mystery

Vom 18. Oktober bis 4. November 2018

Das Goethe-Institut und die Filmoteca de Catalunya präsentieren, mit Unterstützung der Fundación Goethe España und German Films, die 7. Ausgabe der Deutschen Filmwochen Barcelona, eine Auswahl der interessantesten und innovativsten Filme des aktuellen Kinopanoramas. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Autoren- und Independent-Filmen. Alle Werke – zehn in der Hauptsektion, plus einem im Rahmen des Schulprogramms “Filmoteca per a les escoles” – werden im Original mit spanischen oder katalanischen Untertiteln projiziert.

Die inhaltliche Bandbreite des Programms geht von „Magical Mystery“, einer Satire auf die wilde Zeit des Techno in den neunziger Jahren, über subtile Alltagsdramen („Sommerhäuser“), einem Jugendfilm mit mephistophelischem Einschlag („Timm Thaler“), einem enigmatischer Film, bei dem Figuren und Zeiten verschwimmen („Der traumhafte Weg“) bis hin zu drei Dokumentarfilmen von brennender Aktualität: In „Bruder Jakob“ geht es um einen Deutschen, der zum islamischen Fundamentalismus konvertiert, in „Happy“ begleitet eine junge Regisseurin ihren Vater beim Besuch von dessen junger Geliebten nach Thailand, und in „Cahier Africain“ geht es um die internationale Verfolgung von Kriegsverbrechen.

Einer der Höhepunkte ist am 27. Oktober die Vorpremiere des Films “In den Gängen” von Thomas Stuber, einer der Überraschungserfolge der letzten Berlinale. Im Mittelpunkt dieser lakonischen Tragikomödie und Liebesgeschichte stehen eine Frau und ein Mann, die als Gabelstaplerfahrer in einem Großmarkt im Osten Deutschlands arbeiten. In den Hauptrollen sind zwei außergewöhnliche Schauspieler zu sehen: Sandra Hüller (“Toni Erdmann”) und Franz Rogowski (“Transit”).

Am 26. Oktober präsentieren wir in Gegenwart der Hauptdarstellerin Marie Bäumer die Spanien-Premiere von “3 Tage in Quiberon”. Die Regisseurin Emily Atlef verdichtet drei Tage, die der Filmstar Romy Schneider in einem französischen Badeort verbrachte, zu einer psychologisch intensiven Geschichte in eleganten Schwarzweißbildern. „3 Tage in Quiberon“ war der große Gewinner der letzten Deutschen Filmpreise mit sieben Auszeichnungen in den wichtigsten Kategorien.

Am 18. Oktober eröffnet das Festival mit „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm” in Gegenwart des Regisseurs und Drehbuchautors Joachim A. Lang, des Hauptdarstellers Lars Eidinger und des Produzenten Michael Souvignier. „Mackie Messer” ist eine Mischung aus Musical und Biopic und wirft gleichzeitig Schlaglichter auf die Endphase der Weimarer Republik. Die Geschichte über die Hassliebe zwischen dem politisch engagierten Theaterautor Bertolt Brecht und der Unterhaltungsindustrie ist unterhaltsam und gesellschaftskritisch, opulent und subversiv. Der Film erzählt von dem „Tanz auf dem Vulkan“ einer Gruppe von Künstlern und Künstlerinnen in Zeiten wirtschaftlicher und politischer Krisen - Parallelen zur heutigen Aktualität inbegriffen.