1970
Madrid

Filmarchiv des Goethe-Instituts Madrid

Filmarchiv des Goethe-Instituts Madrid Filmarchiv des Goethe-Instituts Madrid | © Goethe-Institut Madrid Die Arbeit des Filmarchivs ist bis in die hintersten Winkel Spaniens vorgedrungen und hat das deutsche Filmwesen von seinen Anfängen bis zu den aktuellsten Produktionen präsentiert, sie tut das bis zum heutigen Tag. Etliche unserer Partner sagen: „Wir sind eine Insel.“ Und sie meinen damit die Abwicklung solcher Archive in anderen Institutionen aus europäischen Ländern in Spanien.
 

einige unserer partner kommen zu wort /
DEUTSCHE LIEblingsfilme

Antonio Llorens © Antonio Llorens Ich wurde gebeten, aus der Sicht eines Kritikers und Filmemachers einen kurzen Text über die Rolle des Goethe-Instituts (Cinemathek, Filmreihen, Vorführungen usw.) zu schreiben. Man bat mich, drei Filme zu nennen – aus diesem so reichhaltigen Angebot –, die eine besonders nachhaltige Bedeutung für mich hatten und haben. Ich habe drei Filme von drei Regisseuren ausgewählt, aber ich hätte viele mehr nennen können, die tiefe Spuren in mir hinterlassen haben. Der erste ist Messer im Kopf (1979) von Reinhard Hauff, vielleicht einer der Filmemacher, dessen Werk ich ohne das Goethe-Institut nicht hätte verfolgen können: In der Franco-Ära war die Aufführung von Filmen, die von Terrorismus und Polizei handelten, verboten. Der zweite ist natürlich von Wim Wenders, dessen Filme ich im Institut immer besser kennenlernte, es ist die Verfilmung eines Romans der groβen Schriftstellerin Patricia Highsmith und wieder ein Beispiel für eine Entdeckung: Der amerikanische Freund (1977). Der dritte versteht sich auch fast von selbst: Kaspar Hauser, Jeder für sich und Gott gegen alle (1974) von Werner Herzog. Dass ich diesen Regisseur kennenlernte, verdanke ich ebenfalls dem Goethe-Institut, aber das ist eine andere Geschichte...

Antonio Llorens
Filmkritike
Leandro Martínez Joven © Leandro Martínez Joven Hallo!

Programmkino zu machen ist ein Akt, die eigene Passion öffentlich zu machen.

Danke, Goethe-Institut! Weiter so!

Meine drei deutschen Lieblingsfilme:

Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens (1931)

Chronik der Anna Magdalena Bach (1968)

Die Abenteuer des Prinzen Achmed (1926)

Leandro Martínez Joven
Leiter Filmothek Zaragoza
Pablo García Casado © Pablo García Casado Meine drei deutschen Lieblingsfilme:

Das Leben der Anderen. Spionage und akustischer Voyeurismus, das Grau der Funktionäre gegen das Bunte und die Lust. Eine Fabel über Verlierer.
 
Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens, die ikonische Silhouette des Kinos. Kolorierte Schatten, die uns unsere Faszination für das Monster vor Augen führen.
 
Paris, Texas. Ein europäischer Blick, um Amerika erneut zu entdecken. Wim Wenders konturiert die Mojave-Wüste und die Lippen von Nastassja Kinski

Pablo García Casado
Leiter Filmothek Andalusien
Ein fast magischer Moment ist der, in dem man den Schritt vom passiven Zuschauer auf die andere Seite geht. Vor der Kamera oder dahinter, als Filmprogrammierer oder Kritiker, was auch immer den mehr oder weniger begrenzten künstlerischen Fähigkeiten jedes einzelnen entpricht. Und ich glaube mich nicht zu irren, wenn ich behaupte, dass der deutsche Film ausschlaggebend und also auch verantwortlich war für diesen radikalen Wandel bei vielen von uns. Und jenseits der unverzichtbaren Murnau oder Fritz Lang: Wer würde die Konvulsionen leugnen, die ihn beim Sehen von Filmen wie Kameradschaft von Pabst oder Die Bergkatze von einem ungeahnt spielerischen Lubitsch erfasst haben? Und noch heute ist man erstaunt, ja überwältigt von der Gültigkeit jenes Neuen Deutschen Films, der für viele von uns auch ein Beispiel für Militanz war. Und für die (vielleicht etwas sadistische) Genugtuung, die man empfindet, wenn man bei einer Retrospektive der stets eleganten Berliner Schule die Ratlosigkeit in den Gesichtern der Zuschauer entdeckt.

José Luis Cienfuegos
Leiter Europäisches Filmfestival Sevilla

José Luis Rebordinos © José Luis Rebordinos 3 wichtige deutsche Filme für mich:

Nosferatu (1922) von F. W. Murnau: Im ersten Jahr, in dem ich beim Film arbeitete, nahm ich teil an der Ausarbeitung einer Programmreihe unter diesem Titel und auch am Entwurf einer Zeitschrift mit diesem Namen. Beide existieren noch.
 
Die Artisten in der Zirkuskuppel: Ratlos (1968) von Alexander Kluge: Weil ich so überrascht war, als ich den Film sah, und auch als eine Verneigung vor diesem interessanten, manchmal vergessenen Filmemacher.
 
Phoenix (2014) von Christian Petzold: Ein wunderbarer Film von einem Regisseur, von dem mich alle Filme interessieren.

José Luis Rebordino
Leiter Filmfestival San Sebastián

Emiliano Allende © Emiliano Allende Das deutsche Kino ermöglicht eine tiefgründige Passage durch die intimsten Regungen des menschlichen Wesens. In diesem fragwürdigen Terrain reflektiert der Autorenfilm die wichtigsten Aspekte des Lebens. 


Emiliano Allende
Leiter Semana de Cine de Medina del Campo

 
Meine drei deutschen Lieblingsfilme:
 
M - Eine Stadt sucht seinen Mörder, von Fritz Lang

Das Leben der Anderen, von Florian Henckel von Donnersmarck

Das weiße Band, von Michael Haneke
Jaime Noguera © Jaime Noguera Im Verlauf seines 15-jährigen Bestehens hat das Internationale Kurzfilmfestival Benalmádena dank der Unterstützung durch das Goethe-Institut seinem Publikum die besten Produktionen des deutschen Films zeigen können und damit eine der stärksten und einflussreichsten Szenen in Europa repräsentiert. Wir konnten Kurzfilmreihen, Spielfilme, Ausstellungen und Bücher zeigen. Vielen Dank dafür! Wir wünschen uns für Euch 60 weitere Geburtstage!

Jaime Noguera
Leiter FICCAB (Internationales Kurzfilmfestival Benalmádena)

 
José Luis Anchelergues © José Luis Anchelergues Das Festival Cine Zaragoza arbeitet seit fünfzehn Jahren mit der Kinemathek des Goethe-Instituts zusammen. Dieser Zusammenarbeit verdanken wir in Zaragoza eine Vielzahl von wunderbaren Filmen und fantastischen Ausstellungen. Diese so gute Beziehung zwischen unseren zwei Institutionen möge für viele weitere Jahre erhalten bleiben.
 
In Dankbarkeit für diese Zusammenarbeit haben wir aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums des Festivals Cine Zaragoza der Kinemathek des Goethe-Instituts den Titel AMIGO DEL FESTIVAL zugesprochen.

José Luis Anchelergues
Leiter Filmfestival Zaragoza