Buchvorstellung "Amon. Mein Großvater hätte mich erschossen" von Jennifer Teege

© Nagrela & Lerner

Montag, 25.09.2017, 19.30 Uhr

Goethe-Institut Madrid

c/ Zurbarán, 21
28010 Madrid

Der Weg einer Frau in ihre Vergangenheit…

Am Montag, den 25. September um 19:30 Uhr stellen wir die spanische Übersetzung des Buchs "Mein Großvater hätte mich erschossen", von Jennifer Teege, im Goethe-Institut Madrid vor. Das Gespräch mit der Autorin führt die Journalistin und Autorin Ana García-Siñeriz.

Nach der Veranstaltung laden wir das Publikum zu einem Umtrunk ein.
 

Jennifer Teege © Nagrela & Lerner Jennifer Teege, Jahrgang 1970, ist die Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers. Mit vier Wochen wurde sie ins Kinderheim gebracht, mit sieben Jahren zur Adoption freigegeben. Sie hat vier Jahre in Israel gelebt und dort studiert. Seit 1999 Texterin und Konzeptionerin in der Werbebranche. Sie lebt in Hamburg.

Ana García-Siñeriz (Oviedo, Asturias), studierte Journalistik an der Universidad Complutense de Madrid. Fast 20 Jahre lang hat sie als Moderatorin in Radio und Fernsehen gearbeitet (TVE, Canal Plus, Cuatro, Divinity). Als Autorin veröffentlichte Sie "Bebé a bordo" (Baby an Bord), "Esas mujeres rubias" (Diese blonden Frauen), "Nueve meses y un día" (Neun Monate und ein Tag), und eine Sammlung von Kinderbüchern mit dem Titel "La Banda de Zoe" (Zoes Bande).

 

Amon. Mein Großvater hätte mich erschossen

Jennifer Teege und Nikola Sellmair

Es ist ein Schock, der ihr ganzes Selbstverständnis erschüttert: Mit 38 Jahren erfährt Jennifer Teege durch einen Zufall, wer sie ist. In einer Bibliothek findet sie ein Buch über ihre Mutter und ihren Großvater Amon Göth. Millionen Menschen kennen Göths Geschichte. In Steven Spielbergs Film «Schindlers Liste» ist der brutale KZ-Kommandant der Saufkumpan und Gegenspieler des Judenretters Oskar Schindler. Göth war verantwortlich für den Tod Tausender Menschen und wurde 1946 gehängt. Seine Lebensgefährtin Ruth Irene, Jennifer Teeges geliebte Großmutter, begeht 1983 Selbstmord.
Jennifer Teege ist die Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers. Sie wurde bei Adoptiveltern groß und hat danach in Israel studiert. Jetzt ist sie mit einem Familiengeheimnis konfrontiert, das sie nicht mehr ruhen lässt. Wie kann sie ihren jüdischen Freunden noch unter die Augen treten? Und was soll sie ihren eigenen Kindern erzählen? Jennifer Teege beschäftigt sich intensiv mit der Vergangenheit. Sie trifft ihre Mutter wieder, die sie viele Jahre nicht gesehen hat.
Gemeinsam mit der Journalistin Nikola Sellmair recherchiert sie ihre Familiengeschichte, sucht die Orte der Vergangenheit noch einmal auf, reist nach Israel und nach Polen. Schritt für Schritt wird aus dem Schock über die Abgründe der eigenen Familie die Geschichte einer Befreiung.

Pressestimmen:

«Jennifer Teege gelingt mit ihrem Buch die Balance zwischen Vergangenheitsbewältigung und dem Aufbruch in eine neue, befreite Identität.» (FAZ)

«Jennifer Teeges Buch ist ein wichtiges Dokument (…), ein Beleg dafür, dass Geschichte nie endet.» (Profil)

«Eine mutige Auseinandersetzung mit einer persönlichen und der deutschen Geschichte.» (Brigitte)

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