Performance #ABGESAGT# Meg Stuart / Built to Last [Erschaffen um zu Bleiben]

Built to Last © Julian Röder

Donnerstag, 09.05.2019, 20 Uhr + Freitag, 10.05.2019, 20 Uhr

Teatros del Canal, Sala Verde, Madrid

Calle Cea Bermúdez, 1
28003 Madrid

Damaged Goods & Münchner Kammerspiele

aufgrund der verletzung eines tänzers des ensembles, müssen leider beide gastspiele abgesagt werden. momentan gibt es keinen ersatztermin.
wir bitten um verständnis!

In all den Jahren, in den Meg Stuart als Choreographin arbeitet, hat sie noch nie klassische Musik verwendet. Ihr Tanz, immer energisch, frei und sehr konzentriert auf die Möglichkeit der Improvisation, legte nie viel Wert auf die Musikalität, auf die Wirkung, dass der Körper schreibe, dass Musik ihn diktiere. Aber 2012 machte sie eine Ausnahme.
 
Der Fokus von Built to Last (Erschaffen um zu Bleiben) ist eine artikulierte Collage, geschaffen um die Dritte Symphonie Eroica von Beethoven und ergänzt durch Elemente von unter anderem Dvořák, Rachmaninov, Schoenberg, Xenakis und Stockhausen. Dennoch verzichtete Stuart nicht auf ihre choreographische Note, bewusst suchend nach einem Zusammenspiel zwischen dem, was die Tänzer und Tänzerinnen ihrer Kompanie Damaed Goods tun und zwischen dem, was sie hört.
 
Teatros del Canal

Begleitprogramm

10.05.2019, 18.30Uhr
vor der Vorstellung
Ort wird noch bekannt gegeben
Gespräch mit Annamira Jochim:
“Bewegung in Bildern der Stücke von Meg Stuart"
 
 
MEG STUART

Meg Stuart © Eva Würdinger Obwohl sie Nordamerikanerin ist (sie ist 1955 in New Orleans geboren), steht Meg Stuart für europäischen Tanz. Fasziniert durch die Improvisation, die sie in den 80ern in New York erlernte, ging sie trotz ihres Erfolges nach Europa, den Kontinent in dem sie ihr Werk No Longer Readymade (1993) kreierte. 1994 gründete sie in Brüssel ihre Kompanie Damaged Goods und seit dem pendelt die Künstlerin zwischen Brüssel und Berlin. Bis zum heutigen Tag hat sie mehr als 30 Kreationen veröffentlicht, für die sie auch schon den Goldenen Löwen bei der Biennale in Venedig erhielt, gemeinsam mit Marlene Monteiro (Gewinnerin des Silbernen Löwen), zur damaligen Zeit auch im Programm der Teatros del Canal.
 
DAMAGED GOODS

Damaged Goods © Maarten Vanden Abeele
„‘Gesellschaft haben‘ meint, dass du nicht alleine bist, dass du dich und deinen Platz mit anderen teilst. Damaged Goods ist eine konstant wachsende Identität, durchgehend redefinierend und nach neuen Kontexten suchend. Ich glaube, dass wenn du neue Bereiche erfahren möchtest, dir erlauben musst fremde Orte zu erkunden. Die Kompanie wandelt sich von Projekt zu Projekt, obwohl ich normalerweise mit einigen der Tänzer für mehrere Stücke zusammenarbeite. Ich mag es eine offene Struktur herzustellen, in denen es den Tänzern ermöglicht wird unabhängig zu sein, ihre eigenen Arbeiten und die anderer Künstler zu erschaffen. Ich denke es nährt sie und folglich auch die Arbeit. All diese unterschiedlichen Menschen verändern sich und formen damit die Natur des Stückes.“ – Meg Stuart

Inspiriert durch das künstlerische Klima in Belgien und interessiert daran ihre eigenen Strukturen und damit neue künstlerische Projekte zu entwickeln, gründete Stuart die Kompanie Damaged Goods im Jahr 1994 in Brüssel. Den Name der Kompanie übernahm Stuart aus ihrer ersten Kritik. Burt Supree schrieb: „Es sind Fehler, die Stuart absorbiert, körperliche Sturheit, herumfingernde Dicke, klebrige Begierden und grausame Ineffizienz. Und jeder wird gezeigt wie ‚Damaged Goods‘“. Die Kompanie arbeitet wie ein Mobile, offene Strukturen, die Stuarts künstlerische Arbeiten weltweit, unterstützen, produzieren und koordinieren; dazu ermölicht es die Kooperation mit unterschiedlichen Künstlern und Institutionen. Von 2010 bis 2015, wurde die Kompanie, auf Einladung des Intendanten Johan Simons, an den Münchener Kammerspielen präsentiert. Built to Last [Erschaffen um zu Bleiben] (2012) und UNTIL OUR HEARTS STOP [BIS UNSERE HERZEN STEHENBLEIBEN] (2015) wurden in Koproduktion mit den Kammerspielen kreiert.
 

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