Szenische Lesung 2019 | Das Haus auf Monkey Island von Rebekka Kricheldorf

Das aus auf Monkey Island © laplaya.org

Donnerstag, 23.05.2019 | 20.00 Uhr

Goethe-Institut Madrid

c/ Zurbarán, 21
28010 Madrid

camino'escena | Reihe zur Vorstellung Neuer Deutscher Dramatik auf Spanisch

Eine Inszenierung mit Blick in eine spannungsgeprägte Zukunft? - In dieser neuen Ausgabe von camino'escena präsentiert das Goethe-Institut das aktuelle Werk von Rebekka Kricheldorf - gewagt und Mitten aus dem Zeitgeschehen.
Die Theaterregisseurin Patricia Benedicto stellt sich der Herausforderung und wird uns am 23. Mai um 20 Uhr den Text und die "Realität(en)" aus denen Rebekka Kricheldorff ihren Stoff bezieht, vorstellen.
 
Nach der Vorstellung laden wir alle Anwesenden zu einem 'vino español' in der Cafeteria ein, wo es Gelegenheiten geben wird mit den Künstlern über das Stück sprechen.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

worum geht's?

Vier Wissenschaftler und eine Aufgabe: eine verführerische Strategie entwerfen, die das menschliche Belohnungszentrum manipuliert und tief verwurzelte Ängste und Wünsche im Inneren jedes Konsumenten nährt.

Ort des Geschehens: Monkey Island, wo nur ein einziges Haus steht. Während die vier hochbezahlten Wissenschaftler*innen ihre perfide Strategie zur Fleischvermarktung entwickeln, erzählen sie sich auch Geschichten aus ihrem Leben, die sie hier unbesorgt preisgeben können. Doch nach und nach entdecken sie im Haus immer mehr Verwunderliches: Warum liegen plötzlich Anns Lieblingschips im Küchenschrank? Warum gibt es in der Videothek ausschließlich Filme mit schönen, weizenblonden Protagonistinnen - Hannes’ bevorzugtem Frauentypus? Warum wird ständig jener Song im Radio gespielt, den André vor fünf Jahren in Dauerschleife mit seinen Kumpels gehört hat?  

Besetzung

Regie_Patricia Benedicto
Übersetzung_Pilar Sánchez Molina und Franziska Muche
Schauspieler_Miguel Barderas / Ana Caleya / Yolanda de la Hoz / Sergio Moral
Design_laplaya_jp
Premiere/Uraufführung_23.02.19, Oldenburgisches Staatstheater
 
  • Foto aus der Inszenierung von 'Das Haus auf Monkey Island' Foto: David Sirvent © Goethe-Institut
  • Foto aus der Inszenierung von 'Das Haus auf Monkey Island' Goethe-Institut Madrid Foto: David Sirvent © Goethe-Institut
  • Foto aus der Inszenierung von 'Das Haus auf Monkey Island' Goethe-Institut Madrid Foto: David Sirvent © Goethe-Institut
  • Foto aus der Inszenierung von 'Das Haus auf Monkey Island' Goethe-Institut Madrid ©Foto: David Sirvent © Goethe-Institut
  • Foto aus der Inszenierung von 'Das Haus auf Monkey Island' Goethe-Institut Madrid ©Foto: David Sirvent © Goethe-Institut
  • Foto aus der Inszenierung von 'Das Haus auf Monkey Island' Goethe-Institut Madrid ©Foto: David Sirvent © Goethe-Institut
  • Foto aus der Inszenierung von 'Das Haus auf Monkey Island' Goethe-Institut Madrid ©Foto: David Sirvent © Goethe-Institut
  • Foto aus der Inszenierung von 'Das Haus auf Monkey Island' Goethe-Institut Madrid ©Foto: David Sirvent © Goethe-Institut
  • Foto aus der Inszenierung von 'Das Haus auf Monkey Island' Goethe-Institut Madrid ©Foto: David Sirvent © Goethe-Institut
 

AUTORIN

Rebekka Kricheldorf, 1974 in Freiburg im Breisgau geboren, studierte Romanistik an der Humboldt-Universität Berlin und Szenisches Schreiben an der Hochschule der Künste Berlin. 2004 war sie Hausautorin am Nationaltheater Mannheim und von 2009 bis 2011 Dramaturgin und Hausautorin am Theaterhaus Jena. Sie schrieb zahlreiche Auftragswerke für verschiedene Theater, u. a. das Staatstheater Kassel, das Deutsche Theater Göttingen und das Deutsche Theater Berlin. Sie erhielt außerdem Stipendien und Preise, wie den Verlegerpreis und den Publikumspreis des Heidelberger Stückemarkts, den Kleist-Förderpreis, den Schiller-Förderpreis des Landes Baden Württemberg und den Kasseler Preis für Komische Literatur, sowie Einladungen zu den Theatertagen in Mülheim und den Autorentagen in Berlin.

bios

Patricia Benedicto (Regie) © Patricia Benedicto Patricia Benedicto
ist Schauspielerin, Dramaturgin, Regisseurin und Kulturagentin. Mit "Moscú (3.442 kilómetros)", eine freie Version von Chejovs Drei Schwestern, erhält sie 2018 für die beste neue Regie den Theaterpreis des Vereins für Theaterregie (ADE) José Luis Alonso und im selben Jahr auch den Preis im XX Certamen Nacional de Directoras de Escena Ciudad de Torrejón. Zudem ist sie 2019 für den MAX für neu entdeckte Autoren nominiert - Der MAX ist der renommierteste Theaterpreis Spaniens.
Sie verfügt über ein Diplom in Schauspiel an der Theaterschule Cuarta Pared (Madrid), und in Regie an der Real Escuela Superior de Arte Dramático de Madrid und zwei Masterabschlüsse, der eine an der Universität Castilla La Mancha in Theaterpraxis und Visueller Kultur, der zweite zu Kulturmanagement in den szenischen Künsten an der Universidad Complutense de Madrid. Sie ist künstlerisch auch im TV und als Fotografin unterwegs. Unter ihren Dozenten sind befinden sich Javier G. Yagüe, Eduardo Vasco, Vicente León, Concha Doñaque, Pablo Iglesias Simón, Elena Córdoba, José Piris, José Antonio Sánchez und Carlos Marquerie.
Ab dem Jahr 2000 erprobt sie sich auch als Theaterpädagogin, diese Arbeit vereint sie mit der Regie und dem Schreiben. Inzwischen kann sie auf eine Regieführung in mehr als 35 Theaterstücken (sowohl in Bildungseinrichtungen als auch an professionellen Theatern) zurückblicken. Um nur einige Regiearbeiten hervorzuheben, hier eine kl. Auswahl: Brechts Kleinbürgerhochzeit, Heiner Müllers Wolokolamsker Chaussee oder Sergi Belbels Liebkosungen.
Derzeit arbeitet sie mit ihrem eigenen Ensemble La trapecista autómata sowohl als Theaterautorin wie als -regisseurin, ist aber auch im Kulturmanagement tätig.

Miguel Barderas (Schauspieler) © Miguel Barderas Miguel Barderas
Geboren in Madrid, 1976. Studierte Theater an der Theaterschule Cuarta Pared, bei Dozenten wie Javier G. Yagüe, Eduardo Recabarren, Ernesto Arias, Leo Bassi, Isabel Alvar, Juanfra Rodríguez, Lucía Miranda, Alfredo Sanzol und Andrés Lima.
Er arbeitet mit verschiedenen Ensembles (Cuarta Pared, Teatro del Zurdo, Teatro de la Zarzuela, Escénate, Teatro de Acción Candente, El Punto G.) und unter Anleitung namhafter Regisseure wie Luis Bermejo, Carles Alfaro, Javier Yagüe, Fernando Soto, Fefa Noia, Fabio Rubiano, Gabi Ochoa, Félix Estaire und Patricia Benedicto. Zu den herausragendsten Werken, bei denen er mitgewirkt hat, gehören Las Manos (Premio Max - der wichtigste spanische Theaterpreis), Imagina, La Ventana de Chygrynskiy, La Calesera, Al Final todos nos encontraremos, Una Historia de Fantasmas, Puntos Cardinales, Los Hortelanos son unos Perros, En Manos del Enemigo und El extraño Caso de la Marquesa de Vadillo
2015 feiert er mit Auto[IN]definido. El Don de Juan seine eigene Premiere als Autor. Das Stück repräsentiert eine Auftragsarbeit für das Teatro de Acción Candente und wurde uraufgeführt beim Festival Surge in Madrid. Ein Jahr später, 2016, übt er sich durch Los Tres sin Padre erneut in der Kombination aus Schreiben, Regie und kollektiver Interpretation. Es ist das erste Stück seines Ensembles -Cosas Tierra-. Zudem absolvierte er eine Ausbildung im audiovisuellen Bereich an der ECAM (Hochschule für Film und Audioviselle Medien Madrid) und erhielt Unterweisungen von E.Urbizu, A.Ungría und J.M.Carrasco. In TV ist er u.a. in Serien wie Seis Hermanas, Policías, Los Quién, Billete a Brasil zu sehen.

Ana Caleya (Schauspielerin) © Ana Caleya Ana Caleya
Nach ihrem Abschluss an der RESAD (Real Escuela Superior de Arte Dramático de Madrid) und ihrem Abschluss in Kunstgeschichte an der UCM (Universidad Complutense de Madrid) absolvierte sie eine Ausbildung bei Ángel Gutiérrez am Teatro de Cámara in Madrid und arbeitet seit 2002 als Schauspielerin für die wichtigsten Regisseure der spanischen Theaterszene. Zu ihren Engagements zählen Hauptrollen in Hedda Gabler von Ibsen unter der Regie von Ernesto Caballero, Ritter, Deine, Voss von Thomas Bernhard unter der Regie von Rosario Ruiz Rodger, Zangezi von Valdimir Khelnikov und Héctor Parra unter der Regie von Robert Pienz am Schauespielhaus in Salzburg. Außerdem war sie zu sehen bei: "El Ignorante y el Demente" von Thomas Bernhard / Los Hermososos días de Aranjuez von Peter Handke, Regie: Joaquim Candeias / Rolle der Rosaura in La vida es sueño von Calderón de la Barca, Regie: Juan Carlos Pérez de la Fuente

Yolanda de la Hoz (Schauspielerin) © Yolanda de la Hoz Yolanda de la Hoz
Geboren in Madrid,1990. Vereinte ihr Studium der gestischen Interpretation an der Escuela de Mar Navarro y Andrés Hernández mit Intensivkursen in Physischem Theater, Tanz und Gesang. Im Jahr 2015 beendet sie ihr Studium an der RESAD (Real Escuela Superior de Arte Dramático) mit einem Abschluss in Interpretation von Theatertexten. In schauspielerischer Hinsicht glänzt sie mit Enagements bei Produktionen wie Idomeneo, Rey de Creta am Teatro Real, El sueño de una noche de verano (Sommernachtstraum) von William Shakespeare unter der Regie von Charo Amador und in El público von Federico García Lorca unter der Regie von Nuria Alkorta. Ebenso wirkt sie als Schauspielerin und Produzentin in ihrer eigenen Kompanie Inviernas mit Regieleitung von Xus de la Cruz. Unter ihren neuesten Arbeiten sticht 33 maneras de irse (33 Arten zu gehen), unter Regie von Juan Gómez Alemán, Patricia Benedicto, Arturo Bernal und Félix Estaire am Teatro del Bosque, hervor.

Sergio Moral (actor) © Sergio Moral Sergio Moral
Geboren in Málaga, 1990. Absolvierte seine Ausbildung bei Lehrern wie Will Keen, Ernesto Arias, José Padilla, Nuria Alkorta, Charo Amador, Antonio Jesús González, Prado Pinilla, José Pedro Carrión, Carmen Rico, Francesco Carril und Paloma Zavala. Im Bereich des künstlerischen Schaffens wirkte er an der Eröffnung des physischen Theaterlabors LATERAL 2012 mit und führte Co.-Regie bei Extinción 2014 - ein Stück basierend auf Texten von Tennessee Williams. Außerdem führt er Regie bei De Mayo a Junio 2016 für das Teatro del Barrio und ist Co.-Autoren sowie Protagonist im Spielfilms T R Y, Regie: Ángel Haro 2018.
Nach seinem Abschluss in Textinterpretation an der Real Escuela Superior de Arte Dramático im Jahr 2015, sammelt er theatralische Erfahrung in folgenden Werken: Hänsel & Gretel, Rg. Ana de Santos 2018 / Ana Karénina von Armin Petras, Rg. Francesco Carril 2017 / Las canciones que les cantaban a los niños von Raúl Dans 2017 - Lesung Rg. Paz Buelta (Auszeichnung: XXIV Premio SGAE de Teatro) / Trabajos de amor perdidos von William Shakespeare, Rg. Tim Hoare und Rodrigo Arribas & Koproduktion Shakespeare’s Globe Theatre und Fundación Siglo de Oro 2016 / Rojo von John Logan, Rg. Carlos E. Laso 2016 / Mañanas de abril y mayo von Pedro Calderón de la Barca, Rg. Nuria Alkorta 2015 / Chelsea Hotel von Antonio de Cos, Rg. Paloma Zavala 2015 / Nosotros, los héroes von Jean-Luc Lagarce, Rg. Charo Amador 2014.
 

Übersetzerinnen

Pilar Sánchez Molina: nach ihrem Abschluss in Übersetzung und Dolmetschen an der Universität Granada, zog sie 2003 nach Wien. Dort arbeitete sie bis 2008 in der Ständigen Vertretung Spaniens an der OSZE. Im Jahr 2009 kehrte sie nach Spanien zurück und erwarb einen Master-Abschluss in Edición an der Universität von Salamanca und Santillana Formación. Seitdem arbeitet sie mit bedeutenden Verlagen wie La Fábrica Editorial, Ivorypress Art + Books zusammen und leitet derzeit die deutsche Fachzeitschrift PHOTON. Sie übersetzt Beiträge zu Literatur, Kunst und Architektur.

Franziska Muche: Abschluss in Sprachen-, Wirtschafts- und Kulturraumstudien an der Universität Passau und in Übersetzung und Dolmetschen an der Universität Granada. Nach fünf Jahren Tätigkeit für die Europäische Kommission und die Academic Cooperation Association in Brüssel beschloss sie, sich dem Theater zu widmen. Von 2007 bis 2010 absolvierte sie eine Ausbildung zur Schauspielerin und Dramaturgin im Michael Tschechow Studio in Berlin. Seit 2008 übersetzt sie auch Theatertexte aus dem Spanischen ins Deutsche.

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