Ausstellung Hans Scharoun - Architekt und Zeichner

Di, 02.10.2012 -
Sa, 03.11.2012

Goethe-Institut Madrid | Calle Zurbarán 21 | 28010 Madrid

im Rahmen der "Semana de la Arquitectura"

Das Baukunstarchiv der Akademie der Künste, Berlin, präsentiert anlässlich der „Semana de la Arquitectura“ [Woche der Architektur] in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Madrid eine Ausstellung aus eigenen Beständen zum architektonischen und zeichnerischen Werk des Architekten Hans Scharoun.

ERÖFFNUNG am 01.10. um 19.30 Uhr - in Anwesenheit von:
Eva-Maria Barkhofen - Leiterin des Baukunstarchivs der Akademie der Künste, Berlin, Kuratorin der Ausstellung und Federico Soriano - Architekt, Lehrtätigkeit an der E.T.S.A.M. (Madrid)

In Madrid wird mit Hauptwerken aus der gesamten Schaffenszeit Einblick in die Entwicklung der „Raumbauten“ Hans Scharouns gegeben. Schwerpunkt ist die zeichnerische Herangehensweise an Entwurf und Entwicklung seiner Architekturideen beginnend mit den Schülerzeichnungen von 1908 bis hin zu den Großbauten, die zum Teil erst nach seinem Tod 1972 vollendet wurden.

Scharoun war neben Hugo Häring einer der wichtigsten Vertreter des „Organischen Bauens“ im Zwanzigsten Jahrhundert. Die organische Architektur ist keiner festgelegten Form oder Ästhetik verpflichtet. Die Architekturformen erwachsen den jeweiligen Bedingungen und Funktionen folgend, aus jeder Entwurfsaufgabe individuell und neu.

Erste große Aufmerksamkeit erlangte Scharoun für ein Einfamilienhaus auf der Werkbundausstellung „Die Wohnung“ in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung. Wenig später errichtete er in Breslau in der Werkbundausstellung „Wohnung und Werkraum“ mit einem Wohnheim für „Ledige und kinderlose Ehepaare“ einen ersten Großbau in weit gespannten geschwungenen Formen, für die Scharouns Architektur bis heute international bekannt ist.

Nicht fehlen dürfen in der Ausstellung die beiden Hauptwerke Scharouns, das Konzerthaus des Berliner Philharmonischen Orchesters und die Staatsbibliothek in Berlin. Erfüllt die Philharmonie seit fast 60 Jahren in vollendeter Symbiose von Raum und Klang höchste architektonische Erwartungen, dient die erst nach Scharouns Tod 1978 eröffnete Staatsbibliothek mit ihrem kompositorischen Spiel großer Flächen und Ebenen, den Forschern aus aller Welt.

Neben den Bauprojekten sind 25 ausgewählte expressionistische und utopische Aquarelle und Zeichnungen aus zwei Schaffensphasen zwischen 1918 und 1945 zu sehen, in denen der Gestaltungswille, das plastische Vorstellungsvermögen und die unendlich reiche Fantasie Hans Scharouns deutlich werden.


In Zusammenarbeit mit:

Im Rahmen der "Semana de la Arquitectura":

Zurück