Buchpräsentation Johann Joachim Quantz - Versuch einer Anleitung die Flöte Traversiere zu spielen

Gemälde: Flötenkonzert Friedrichs des Großen in Sanssouci (Adolph Menzel, 1852) Flötenkonzert Friedrichs des Großen in Sanssouci (Adolph Menzel, 1852)

Montag, 07.11.2016, 19.30 Uhr

Goethe-Institut Madrid

c/ Zurbarán, 21
28010 Madrid

Präsentation der spanischen Erstausgabe

Alfonso Sebastián Alegre (Übersetzer und Herausgeber der Ausgabe), Pepe Rey (Musikwissenschaftler) und Miguel Sánchez (Dairea Verlag) präsentieren die erste direkt aus dem Deutschen ins Spanische übersetzte Ausgabe von Johann Joachim Quantz' Versuch einer Anleitung die Flöte Traversiere zu spielen. Im Anschluss an die Buchvorstellung freuen wir uns auf eine musikalische Intervention durch den Flötisten Rafael Ruibérriz.

Johann Joachim Quantz’ Versuch einer Anweisung die Flöte Taversiere zu spielen ist ein Muss für alle, die sich für Barockmusik interessieren. Quantz, aufmerksamer Beobachter und scharfsinniger Kritiker der Musik seiner Zeit, ließ die wertvollen Erfahrungen, die er als Flötist in Dresden, auf seinen Reisen durch Europa sowie als Flötenlehrer machte, in seine Abhandlung einfließen – diese ist heutzutage ein Standardwerk für jeden, der sich aus kritischer und historisch fundierter Perspektive mit dem musikalischen Repertoire im Deutschland des 18. Jahrhunderts auseinandersetzen möchte.

Quantz‘ Abhandlung ist weit mehr als eine reine Flötenmethodik: die in ihr enthaltenen Texte (über Improvisation, Ornamente, Formenlehren, Stilrichtungen, u.v.m.) sind nicht nur für Flötisten hilfreich, sondern lassen sich auch auf den Gesang und andere Instrumente anwenden. Die ausgewogene Mischung aus minuziösen Details und universeller Offenheit macht dieses Werk zu einer idealen Einführung in das musikalische Denken, in die Aufführungspraxis und den besonderen Stil der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. In ihm manifestiert sich Quantz‘ Wunsch, seinen Lesern eine nach seiner Auffassung ideale musikalische Spielweise zu vermitteln und ihnen sein Verständnis des „vermischten Geschmacks“ seiner Epoche – der Kombination italienischer, französischer und deutscher Stile – näherzubringen.

Das Buch wurde nun zum ersten Mal als direkte Übersetzung von der deutschen Originalfassung ins Spanische herausgegeben und mit einem umfassenden kritischen Kommentar des Herausgebers versehen. Der Band enthält ergänzend auch Quantz‘ Autobiographie sowie das Vorwort zu seinen Duetti, op. 2. Alle diese Texte bilden zusammen das Gesamtwerk Quantz‘ theoretischer Schriften.
 

Foto: Alfonso Sebastián Alfonso Sebastián ALFONSO SEBASTIÁN ALEGRE

studierte Klavier bei Mª Pilar Armijo und Cembalo bei José Luis González Uriol im Konservatorium in Zaragoza. Er setzte seine Ausbildung mit der Spezialisierung auf Klavier bei Patrick Cohen im Conservatoire National Supérieur in Paris fort. Er ist Mitglied des Ensembles Los Músicos de Su Alteza, und arbeitet darüber hinaus mit zahlreichen namhaften Ensembles zusammen, mit denen er bei bedeutenden Festivals in ganz Europa aufgetretem ist. Seine Diskographie umfasst zahlreiche Aufnahmen, und als freier Übersetzer hat er viele Werke bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht. Er ist Übersetzer der Quantz-Schrift und hat die Einführung sowie die Kommentare dieser ersten direkt aus dem Deutschen ins Spanische übersetzten Ausgabe verfasst. Seit 1999 ist er Professer für Cembalo und basso continuo am Conservatorio Profesional de Música in Salamanca.  

Pepe Rey Pepe Rey PEPE REY

studierte Psychologie an der Universität Complutense in Madrid und Musikwissenschaften am Real Conservatorio Superior de Música. Er ist Gründer, Interpret und Leiter des Gruppe SEMA (Seminario de Estudios de la Música Antigua) und arbeitet für das spanische Nationalradio (RNE). Er ist Autor zahlreicher musikhistorischer Bücher und Artikel. Auch nach seiner Pensionierung veröffentlicht er regelmäßig Artikel im Internet (Veterodoxia). 

Miguel Sánchez Miguel Sánchez MIGUEL SÁNCHEZ

studierte Musik an den Konservatorien von León, El Escorial und Madrid. Seine Forschungsfeld an der Consejo Superior de Investigaciones Científicas ist jüdisch-spanische Musik. Er nimmt als Experte und Redner an zahlreicher Seminaren und internationalen Konferenzen teil. Zudem ist er, seit ihrer Gründung, Intendant des Musikensembles ALIA, das specialisiert ist auf die Interpretation mittelalterlicher Musik und jüdisch-spanischer Liturgien. Miguel Sánchez spielte mit ALIA schon über sechshundert Konzerte in Europa sowie in Nord- und Südamerika und ist außerdem Redaktionsleiter des Dairea Verlags.

Foto: Rafael Ruibérriz Rafael Ruibérriz RAFAEL RUIBÉRRIZ (Flötist)

sammelte ersten Musikerfahrungen während seiner Zeit als Chorknabe in der Kathedrale von Sevilla. Er wurde am Ende seines Studiums in den Niederlanden, mit der Premio Nacional de Fin de Carrera ausgezeichnet und arbeitete unter anderem schon mit Dirigenten wie Barenboim, Leonhardt, Van Immersel, Minkowski, Rousset und Norrington zusammen. Neben seiner Funktion als Leiter des Musikensembles Música del Sol, spielt er regelmäßig im Barockorchester Sevilla und ist als Kulturmanager tätig.

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