5. Deutsche Filmwochen des Goethe-Instituts und der Filmoteca de Catalunya

Ciclo de cine alemán © Heimatfilm
Wild – eine Liebesgeschichte von animalischer Radikalität.

Vom 20. Oktober bis 8. November präsentieren das Goethe-Institut und die Filmoteca de Catalunya die 5. Ausgabe der Deutschen Filmwochen Barcelona (“Ciclo de cine alemán actual”). Das Festival wird von der Fundación Goethe España und German Films unterstützt. Wie bei den erfolgreichen Ausgaben der letzten Jahre, liegt der Fokus auf den interessantesten, originellsten und innovativsten Filmen des Autoren- und Independent-Films in Deutschland. 5 der 12 diesjährigen Filme wurden von Regisseurinnen inszeniert, was die aufsteigende Tendenz von Frauen in diesem Bereich belegt.

Zwei Filme nähern sich den Opfern der Diktaturen des 20. Jahrhunderts: “Vor der Morgenröte – Stefan Zweig in Amerika” erzählt die Odyssee des berühmten österreichischen Schriftstellers, der während des Nationalsozialismus aus Europa fliehen mußte. Die internationale Produktion “Colonia Dignidad”, mit Daniel Brühl und Emma Watson in den Hauptrollen, beschäftigt sich mit der verhängnisvollen Rolle, die eine Kolonie religiöser Fanatiker deutscher Abstammung während der Pinochet-Diktatur in Chile spielte.

Mehrere Filme behandeln Themen von brennender Aktualität, wie etwa der sexuelle Mißbrauch in der katholischen Kirche (“Verfehlung”), die Sterbehilfe (“Hin und weg”) oder die Realitäten in der Psychiatrie (“4 Könige”). Der Dokumentarfilm “Democracy” porträtiert den Kampf einer Handvoll europäischer Politiker für den Schutz persönlicher Daten in der digitalen Welt.

Der Spielfilm “Tod den Hippies!! Es lebe der Punk!” und der Dokumentarfilm “B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin” werfen einen frischen und alles andere als nostalgischen Blick auf die wilden Jahre der “Szene” im West-Berlin der 80er Jahre. “Wild” ist die gewagte und verstörende Geschichte einer jungen Frau, die ihr Leben radikal ändert, als ihr ein Wolf über den Weg läuft. “Ich und Kaminski”, das lang erwartete neue Gemeinschaftsprojekt von Wolfgang Becker und Daniel Brühl nach “Good bye, Lenin!”, ist eine inteligente und unterhaltsame Satire über die Welt der bildenen Kunst.

Im Rahmen des Schulprogramms “Filmoteca per a les escoles” präsentieren wir “Rico, Oskar und die Tieferschatten” und “Scherbenpark”, zwei Filme, die die große Senisibilität und Vitalität des Kinder- und Jugendkinos in Deutschland demonstrieren.

Bei zwei Vorführungen stellen Künstler ihre Filme persönlich vor: Das Festival wird am Donnerstag, den 20. Oktober mit “Vor der Morgenröte – Stefan Zweig in Amerika” in Anwesenheit der Regisseurin Maria Schrader eröffnet.
Am Samstag, den 22. Oktober findet nach der Projektion von “Colonia Dignidad” ein Publikumsgespräch mit dem Produzenten Benjamin Herrmann und dem Oskar-prämierten Regisseur Florian Gallenberger statt.