Theater Haus des Friedens von Lothar Kittstein

La casa de la paz © Nuria Pérez Matesanz

Samstag, 01., 08., 15., 22. und 29.04.2017, 20.00 Uhr

Nave 73 - Madrid

C/ Palos de la Frontera, 5
28012 Madrid

Regie: Nuria Pérez Matesanz

Mit diesem Stück unterstützt das Goethe-Insitut Madrid die Produktionen Neuer Deutscher Dramatik in spanischer Sprache und deren Adaptation durch ausgewählte spanische Regisseure. Sie dürfen gespannt sein, wie Nuria Pérez und Juan Reguilón die Auseinandersetzung z.B. mit dem Islam und der eigenen Identität umsetzen.

Lesen Sie nach was die Presse zur Inszenierung sagt

sinopsis

Ein fremdes Land. Drei deutsche Soldaten stranden inmitten einer verlassenen Berglandschaft und finden Unterschlupf in einem zerstörten Krankenhaus. In der Abgeschiedenheit sind sie auf sich alleine gestellt, die drei lernen sich kennen und es kommt das an die Oberfläche, was im Soldatenalltag normalerweise keinen Platz hat: Ängste, Zweifel, Kritik, Uneinigkeit. Lothar Kittsteins Stück tangiert so aktuelle Themen wie Homosexualität in der Armee, Fanatismus, kulturelle Konflikte und das Wiederaufleben rassistischer Ressentiments.

Kittstein nimmt nicht die Ereignisse in den Blick, sondern die Personen, durch die diese Ereignisse geschehen, und das auf schonungslose Art und Weise. In seinem Stück geht er von der unlösbaren Dialektik zweier Welten aus und zeigt die Licht- und Schattenseiten dessen, was auf dem Alten Kontinent unter Zivilisation verstanden wird. [...]
Haus des Friedens ist die Geschichte dreier Persönlichkeiten. Drei Blickwinkel: Lorenz, Jost und Marie, drei Archetypen, die mit ihrem Kampf für einen diffusen internationalen Frieden selbst zu kämpfen haben. Drei starke Persönlichkeiten, denen die Regievorlage Rechnung trägt, indem sie die Schauspieler ins Zentrum stellt, als Fundament für einen verworrenen, extremen Subtext. Die Inszenierung versucht, das Wesentliche mit Mut und Schlichtheit zu visualisieren. (Nuria Pérez Matesanz)

Autor_Lothar Kittstein
Übersetzung_Juan Reguilón
Adaptation und Dramaturgie_Juan Reguilón
Regie_Nuria Pérez Matesanz
Darsteller_Lucía Casado Amo, Miguel Bosch, David Aramburu
Bühnenbild_Blanca Moltó
Kostüm_Nico Luzzi
Lichtdesign_Fabrizio Castro
Soundtrack_Alberto Llerena
Fotografie_Nuria Pérez Matesanz
Regieassistenz_Jorge Andolz
 

trailer



 

Lothar Kittstein

Lothar Kittstein, geboren 1970 in Trier, studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte in Hannover und Bonn. Nach seiner Promotion arbeitete er als Headhunter bei einer kleinen Unternehmensberatung. In der Spielzeit 2006/07 war Lothar Kittstein als Dramaturg am Schauspiel Köln tätig. Mit dem dramatischen Schreiben begann er 2003. Im Juni 2005 wurde sein Stück In einer mondhellen Winternacht zu den Autorentheatertagen des Thalia Theaters eingeladen, im September 2005 fand die Uraufführung von Spargelzeit am Theater Osnabrück statt. Lothar Kittstein nahm im Oktober 2006 an den Autoren-Werkstatttagen am Burgtheater in Wien teil. Für die Kurzgeschichte Norwegen bekam er den Würth-Literaturpreis 2006 verliehen. Gemeinsam mit dem Regisseur Bernhard Mikeska erarbeitet er seit 2009 Installationen, die mit den Wahrnehmungen der Theaterzuschauer spielen und sie direkt mit Schein und Sein konfrontieren. Seit 2013/14 arbeitet Lothar Kittstein außerdem als Dramaturg am Schauspiel Bonn. (Quelle: Fischer Verlag)

 

Nuria Pérez Matesanz

Nuria Pérez Matesanz © Nuria Pérez Matesanz Schauspielerin, promovierte Kommunikationswissenschaftlerin und seit 2002 Bühnenregisseurin. Ihre Ausbildung begann sie im Laboratorio W. Layton. Seither hat sich ihre Arbeit an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, künstlerischer Lehre und Regie entwickelt. Sie schrieb die erste Doktorarbeit über Autorenregie in Spanien und hat als Schauspielerin in zahlreichen Stücken mitgewirkt. Derzeit ist sie Dozentin für Bühnenregie an der Universidad Complutense de Madrid. Zu ihren wichtigsten Regiearbeiten zählen Tempus Fugit (2006), Secretos (2009) und die Zusammenarbeit mit der Compañía de Ballet Flamenco José Porcel La que está cayendo (2013) .

 

Lucía Casado Amo

Lucía Casado Amo © Nuria Pérez Matesanz Schauspielerin. Ihre Ausbildung begann mit 13 Jahren unter der Regie von Jaime Buhigas sowie später mit Toni Cantó. Sie studierte an der Schule für Darstellende Künste Estudio 3 bei Augustín Bellusci, Sara Torres und Miguel Ángel Corpas. Zudem nahm sie an Workshops etwa mit Fernanda Orazi, Pablo Messiez und Denise Despeyroux teil. Sie wirkte als Schauspielerin in zahlreichen Theaterstücken mit, zuletzt in La tentación de vivir von Denise Despeyroux unter der Regie von Agustín Bellusci in den Teatros Luchana. Außerdem war sie an verschiedenen audiovisuellen Arbeiten beteiligt, darunter zuletzt an El retrato, einem Kurzfilm unter der Regie von Rebeca Zarzalejo.

 

David Aramburu

David Aramboro © Nuria Pérez Matesanz Schauspieler. Er begann seine Ausbildung an der Escuela de Getxo und schloss sie in Madrid an der Lavandería ab. Außerdem nahm er im Theater La Cuarta Pared an verschiedenen Workshops unter der Leitung von Marcelo Díaz teil. Zu seinen aktuellsten Beteiligungen zählen Cerda von Juan Mairena, Vacaciones en la Inopia von Iñigo Guardamino und El alambre en la frente von Sergio Martínez Vila. Mit beiden Autoren und Regisseuren hat er zahlreiche weitere Produktionen in Madrid und ganz Spanien realisiert. Die Zusammenarbeit mit Nuria Pérez Matesanz begann 2009, als er die Hauptrolle in ihrem Stück Secretos spielte.

 

Miguel Bosch

Miguel Bosch © Nuria Pérez Matesanz Schauspieler, Sänger und Musiker. Nachdem er seine Kindheit in Kalifornien verbrachte, kam er nach Spanien zurück, um im Estudio 3 Theater- und Filmschauspiel bei Agustín Bellusci und Sara Torres zu studieren. Zudem nahm er an zahlreichen Workshops, unter anderem mit Cloé Xhauflaire vom Susan Batson Studio in New York, mit Fernanda Orazi, Toni Cantó und Denise Despeyroux teil. Mit letzterer arbeitete er auch für die Oper La Tentación de Vivir in den Teatros Luchana de Madrid zusammen. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler verfolgt Miguel Bosch seine Karriere als Komponist und Sänger für die Indie-Rock-Formation Mirémonos.

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