Gespräch Neue Arbeitsmodelle und Kultursparten

Neue Arbeitsmodelle und Kultursparten © Campo de Cebada

Donnerstag, 25.05.2017, 19.30 - 21.00 h

Goethe-Institut Madrid

c/ Zurbarán, 21
28010 Madrid

Gespräch mit Yaiza Hernández, Inga Zimprich und Hergen Wöbken

Im Rahmen von Kulturkabinett – Neue Perspektiven für die Kulturlandschaft finden neben fünf thematisch unterschiedlichen Workshops, mehrere Gesprächsrunden am 24. und 25. Mai statt, die eine Plattform zur gemeinsamen Reflexion zwischen der deutschen und spanischen Kulturlandschaft bieten.
  
In diesem Panel werden Yaiza Hernández Velázquez, Dozentin für Exhibition Studies am Central Saint Martins College der University of the Arts London, und Inga Zimprich, Künstlerin und Kuratorin aus Berlin, über Neue Arbeitsmodelle und Kultursparten diskutieren. Die Runde wird von Hergen Wöbken, Geschäftsführer des Instituts für Strategieentwicklung (IFSE), moderiert.

Im Anschluss an das Konferenz-Gespräch findet eine Performance von Caique Tizzi und den Teilnehmer/-innen des Workshops "I am Hungry" zum Thema Arbeit statt.


>> zurück zur Veranstaltungsreihe: Das Kulturkabinett - Neue Perspektiven für die Kulturlandschaft

 

Yaiza Hernández Velázquez YAIZA HERNÁNDEZ VELÁZQUEZ ist Professorin und Leiterin des Master-Studiengangs Exhibition Studies am Central Saint Martins College der University of the Arts London. Nach ihrem Bachelor-Studium in Bildender Kunst an der Northumbria University, ihrem Master-Abschluss in Visueller Kultur an der Middlesex University und ihrer Promotion in Philosophie an der Kingston University arbeitete sie mehrere Jahre lang für verschiedene Kunstinstitutionen. U.a. war sie Kuratorin am Centro Atlántico de Arte Moderno auf Gran Canaria, Leiterin des Centro de Documentación y Estudios Avanzados de Arte Contemporáneo Murcia und Programmverantwortliche am MACBA in Barcelona. Ihr Buch Tolerancia Represiva. Crítica, museos y públicos (Repressive Toleranz. Kritik, Museen und audiences) erscheint Ende 2017 auf Spanisch im Consonni-Verlag.

 

Inga Zimprich INGA ZIMPRICH (1979) arbeitet als Künstlerin und Kuratorin vor allem in selbstorganisierten Zusammenhängen. Seit 2006 befasst sie sich als Faculty of Invisibility (gemeinsam mit Sönke Hallmann) mit den versammelnden und einberufenden Qualitäten der Kunstinstitution, ihren performativen Verfahren und ihrem normierenden Apparat.
2015 initiierte Inga Zimprich die Feministische Gesundheitsrecherchegruppe, in der Künstler*innen gemeinsam zum Gesundheitswesen, zu Körperpolitiken und Sorgepraxen recherchieren. Die Feministische Gesundheitsrecherchegruppe entwickelt Workshops für Kulturarbeiter*innen und veröffentlicht ihre Recherchen in Zines.
Als Kuratorin beschäftigt sich Inga mit der feminisierten Sorge- und Maintenance-Arbeit, die in Kunstinstitutionen oft unentgeltlich oder unterbezahlt verrichtet wird. Desweiteren befasst sie sich mit den im Kunstfeld unterdrückten Gefühlen wie Konkurrenz, Neid, Schuld und Wut, die aus permanentem Wettbewerb, Zurückweisung und Ausschlüssen des Kunstfeldes resultieren.
Inga ist Teil der AG Arbeit von Haben und Brauchen.
Als Künstlerin war sie an Projekten und Ausstellungen der Odessa Biennale, Iasi Periferic Biennale, Manifesta 8 Parallel Events, Shedhalle Zürich, Transmission Gallery, nGbK, District und anderen beteiligt und erhielt Stipendien von IASPIS, Jan van Eyck Academy, Berliner Senat, Künstlerhaus Büchsenhausen u.a.

 

Hergen Wöbken HERGEN WÖBKEN leitet das Institut für Strategieentwicklung (IFSE) in Berlin, das er 2003 gründete. Mit einem interdisziplinären Team arbeitet er für Unternehmen und Institutionen aus Wirtschaft, Kultur und Politik. Seit Ende der 90er Jahre fokussiert sich Wöbken auf die Schnittstellen von Kunst und Wirtschaft. Seine Beiträge, u.a. zu der Kunst- und Kreativszene in Berlin, der wirtschaftlichen Situation von Künstlerinnen und Künstlern, der Rolle von Frauen in der Kunst, sowie die erste bundesweite Studie über Kunstgalerien fanden internationale Beachtung. Der Schwerpunkt seiner Arbeit ist die digitale Transformation und der Übergang zur Internetgesellschaft.

Hergen Wöbken hat nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann Wirtschaftwissenschaften, Philosophie und Kulturreflexion an der Universität Witten/Herdecke studiert. Zu Studienzeiten initiierte er mit Kommilitonen das Forschungsprojekt oeconomenta, das sich mit der Wechselbeziehung zwischen Kunst und Wirtschaft auseinandersetzt. Daneben arbeitete er u.a. bei einem Investmentfond in New York, bei Scholz & Friends in Berlin, der Deutschen Bank, in Hong Kong, dem Europäischen Parlament in Brüssel und dem Pharmunternehmen Merck in Bangkok.

In Zusammenarbeit mit: 
Auswärtiges Amt Medialab-Prado
 

Zurück