Vortrag Verena Boos „Blutorangen"

Blutorangen ©Bromera/Plataforma Editorial

Do, 08.06.2017

Goethe-Institut Barcelona

Roger de Flor, 224
08025 Barcelona

Blutorangen

Präsentation der spanischen und katalanischen Übersetzung ihres gefeierten Erstlingswerks über Verstrickungen der spanischen und deutschen Vergangenheit

Die Autorin Verena Boos (1977) präsentiert die Ausgaben ihres in Deutschland sehr positiv aufgenommenen Debütromans „Blutorangen“ (Aufbau Verlag) auf Spanisch (Plataforma Editorial) und Katalanisch (Bromera).

„Blutorangen“ ist ein packender, geschickt konstruierter Roman, der über mehrere Generationen den Bogen zwischen Spanien und Deutschland spannt. Der Hauptstrang der Handlung spielt 1990: Für die 20-jährige Maite ist das Studium in München vor allem eine Chance, ihrer konservativen Familie zu entfliehen, der eine Orangenplantage gehört. Ihre Heimat Valencia wird ihr allmählich fremd. Sie verliebt sich in Carlos, der aus einem deutsch-spanischen Elternhaus stammt, und freundet sich mit dessen Großvater Antonio an. Der alte Mann, der in den vierziger Jahren nach München kam und sich dort seinen Lebensunterhalt als Orangenhändler verdiente, erzählt von Ereignissen, von denen Maite noch nie gehört hat, und schweigt gleichzeitig über andere Themen. Bis eines Tages Maite ihm eine Frage steht, die dramatische Folgen hat: Wie konnte es sein, dass ihr eigener Vater auf einem alten Foto eine deutsche Uniform trägt?
Verena Boos, promovierte Historikerin, unterhält sich mit der Germanistin Rosa Sala Rose über „Blutorangen“ und die Aufarbeitung der Franco- und der Hitler-Diktatur durch die Literatur.
 

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