Ausstellung Hans Fallada

Hans Fallada Exposición Leben in Bildern Archiv Uli Ditzen, Berlin © Aufbau Verlag

Mo, 02.10.2017 -
Di, 31.10.2017

Casa de la Cultura - Ponferrada

Gran Vía Reino de León, 22
24402 Ponferrada

SEIN LEBEN IN BILDERN

Die Sammlung kann im Ausstellungssaal des Kulturhauses PONFERRADA, Stadtbibliothek, vom 2. bis zum 28. Oktober 2017 besucht werden.

Hans Fallada war einer der bedeutendsten Vertreter der deutschen Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts. Ungerechterweise geriet er über viele Jahre hinweg in Vergessenheit. Dank der Begeisterung eines amerikanischen Verlegers für die Werke Falladas, wurden diese kürzlich wiederentdeckt. Der Verleger war davon überzeugt, dass Fallada zu den Klassikern des vergangenen Jahrhunderts gezählt werden muss.

Diese Begeisterung steckte den Verlag MAEVA an, der daraufhin entschied, einige von Falladas Büchern in seinen Katalog aufzunehmen: Kleiner Mann was nun? (2009); Jeder stirbt für sich allein (2011); Ein Mann will nach oben (2013) und Das Herz, das dir gehört (2015). Zukünftige Veröffentlichungen weiterer Werke durch den Verlag werden dazu beitragen, dass Fallada in Spanien noch bekannter und beliebter wird.

Das Goethe-Institut Madrid und der Verlag Maeva zeigen diese beeindruckende Fotoausstellung über das Leben und die Werke von Hans Fallada. Sie besteht aus Abzügen der Bilder, die in dem Buch „Sein Leben in Bildern und Briefen“ veröffentlicht wurden. Die Fotos ermöglichen es den Besuchern und Besucherinnen, in die Epoche Falladas zurückzureisen, sowie die Stadt zu erleben, welche so häufig in seinen Romanen nachempfunden werden kann: Berlin.

Hans Fallada war einer der bekanntesten Autoren im Deutschland der dreißiger Jahre. Unglücklicherweise wurde seine Karriere auf dem Höhepunkt des Nationalsozialismus ruiniert und litt, bis zur Befreiung Deutschlands 1945, unter der öffentlichen Ächtung. Mit seinem Tod hinterließ Fallada mehrere meisterhafte Schriften trotz eines ihn quälenden Privatlebens, das von Tragödien, Skandalen und Abhängigkeiten gekennzeichnet war.

Das Werk von Hans Fallada lässt sich in der heutigen Literatur dem Stil der Neuen Objektivität zuschreiben, der durch eine besondere Aufmerksamkeit für kleine Details und eine journalistische Erzählweise gekennzeichnet ist.

Seine Bücher stechen durch ein großes Empfindungsvermögen und eine besondere Fähigkeit hervor, mithilfe einer schlichten, aber direkten Sprache eine Verbindung mit den Lesern und Leserinnen aufzubauen, welche diese in eine Welt zurück versetzt, in der Unsicherheit, Gewalt und Unterdrückung herrschten. Die Akteure seiner Bücher sind die Menschen von nebenan in alltäglichen Situationen, wodurch eine „Milieuschilderung“ der Zwischenkriegszeit entsteht. Fallada gab den Orten und Menschen am Rande der Gesellschaft eine Stimme, denen, die vieler Möglichkeiten und Freiheiten beraubt wurden.

Hans Fallada skizziert mit seiner unverwechselbaren Stimme ein lebendiges und detailliertes Bild einer unruhigen Stadt, voll von originellen und unvergesslichen Persönlichkeiten, die ihre Träume verwirklichen wollen. Berlin ist Falladas Hauptmotiv und der Ort, zu dem er entfloh, um sein „inneres Exil“ zu verbringen. Er ist niemals aus dieser ihn plagenden Stadt weggegangen: „Ich bin deutscher und ich bevorzuge es mit diesem unglücklichen Volk unterzugehen – glücklich – als im Ausland ein falsches Glücksgefühl zu genießen!“.

Diese Ausstellung ist als Wanderausstellung gedacht. Bibliotheken, Kultur – und Bildungszentren, sowie andere interessierte Institute können eine kostenlose Ausleihe beantragen, indem sie uns kontaktieren.

In Zusammenarbeit mit:

Logo MAEVA Escudo Ponferrada © Ayuntamiento de Ponferrada
 

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