Gespräch Gibt es eine Literatur der Millennials?

Bild: Ronja von Rönne Ya Vamos © Alianza Editorial

Montag, 25.09.2017, 19.00 Uhr

Habitación Trece - IBEROSTAR Las Letras - Bibliothek

Gran Vía 11
28013 Madrid

Gespräch mit Ronja von Rönne und Carmen M. Cáceres

Anlässlich des Erscheinens der spanischen Ausgabe von Wir kommen (Aufbau Verlag, 2016), vielbesprochener Debütroman von Ronja von Rönne, wird die Autorin persönlich in Madrid anwesend sein. Gemeinsam mit der argentinischen Schriftstellerin Carmen M. Cáceres werden beide über die mögliche Existenz einer Literatur der sogenannten Millennials und über die Angemessenheit dieser und anderer "Labels" und Etiketten in der Literatur sprechen.

Beide Schriftstellerinnen haben vieles gemeinsam: Sie sind beide Nachwuchsautorinnen, die in ihren Debütromanen den Zeitgeist der Millennials, der sogennanten Generation Y einfangen und auf ihre ganz eigene und besondere Art spiegeln. Eine Jugend, die sich an eine Zeit ohne Internet und mobile Kommunikation kaum noch erinnern kann und sich Freiräume für ihre eigene Selbstverwirklichung schafft. Wodurch zeichnet sich die Literatur der sogenannten Millennials aus? Gibt es einen Schreibstil der Millenials?
Die Übersetzung des Erstlingswerks von Ronja von Rönne bietet den Rahmen, um im Gespräch mit Carmen M. Cáceres diesen und weiteren Fragen rund um ihre Literatur und die sogenannte Generation Y, der Millennials nachzugehen.
   

Foto: Ronja von Rönne © Carolin Saage Ronja von Rönne wurde 1992 in Berlin geboren und wuchs in Grassau in Bayern auf. Rönne ist Bloggerin, Schriftstellerin und Journalistin. Nach ihrem Abitur studierte sie zunächst Theaterwissenschaften, Publizistik und Rechtswissenschaften und später Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus. Seit 2012 betreibt sie ihren Blog Sudelheft und seit 2015 schreibt sie für die deutsche Tageszeitung Die Welt.
Anfang April 2015 schrieb sie den Artikel Warum mich der Feminismus anekelt und erlangte mit ihren antifeministischen Thesen große Bekanntheit. Kurz darauf gewann sie den Axel-Springer Preis, den sie allerdings ablehnte: "Mein Plan war nie, die Galionsfigur des Antifeminismus zu werden. Mein Text war eine spontane Wutrede im Kontext einer Debatte und sollte kein lebenslanges Statement sein".
2016 erschien ihr erster Roman Wir kommen (Aufbau Verlag) und dieses Jahr eine Sammlung verschiedener Texte und Kolumnen in Heute ist leider schlecht: Beschwerden ans Leben (S. Fischer Verlag).


Foto: Carmen M. Cáceres © Carmen M. Cáceres Carmen M. Cáceres wurde 1981 in Posadas, Argentinien geboren. Sie ist Schriftstellerin, Übersetzerin und Illustratorin. Ihre Texte sind in zahlreichen Sammelbänden, Magazinen und digitalen Medien erschienen. Außerdem hat sie Romane und Essays aus dem Englischen übersetzt und an kulturellen Aktivitäten mitgewirkt. Neben ihrer Schreibtätigkeit widmet sie sich auch der Illustration anhand künstlerischer Collage-Technik mit Papier. 2016 ist ihr erster Roman Una verdad improvisada [Eine improvisierte Wahrheit] im Verlag Pre-Textos erscheinen. Cáceres lebt in Madrid.

 

"wir kommen" von ronja von rönne

In Noras Heimatdorf gehört es sich, den Nachbarn zu grüßen, den Rasen zu mähen und am Ende des Lebens zu sterben. Dass sich plötzlich ausgerechnet Maja, Noras beste Freundin aus Kindheitstagen, an diese althergebrachten Regeln hält und einfach stirbt, kann Nora nicht glauben. Für eine Beerdigung hat Nora ohnehin keine Zeit: Nachts wecken sie Panikattacken, sie muss sich um eine Schildkröte kümmern und ihre einst so progressive Beziehung zu viert droht auseinanderzubrechen. Und dann fährt auch noch ihr Therapeut in Urlaub. Bis zu seiner Rückkehr soll Nora ihre Tage in einem Tagebuch dokumentieren. Also berichtet sie, wie sie sich mit Karl, Leonie, Jonas und einem schweigenden Kind ans Meer flüchtet, um das Verschworene zwischen ihnen zu retten.

Pressestimmen:

»Von Rönne besticht mit ihren Beobachtungen, ihrem lakonischen Witz.«
dpa

»Was das bedeute: jung zu sein; ob man das retten und verlängern oder doch diesem Zustand, diesem Lebensgefühl möglichst schnell entrinnen solle; und wie man seine Empfindungen davor bewahrt, von korrumpierten Begriffen korrumpiert zu werden: Das sind die Fragen, um welche es anscheinend geht.«
Cladius Seidl, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»„Wir kommen" wird man in späteren Zeiten sehr genau verorten im Jahre 2016, vielleicht wird man dereinst nostalgisch verklärt darauf schauen.«
Felix Bayer, Spiegel online
 


 

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