Tanztheateraufführung Was ist Glück? Glück ist...

Foto Workshop Was ist Glück? © Goethe-Institut

Mittwoch, 13.03.2019, 20.00 Uhr

ZK/U Zentrum für Kunst und Urbanistik

Siemensstr. 27
10551 Berlin

Präsentation im Rahmen von FREIRAUM

"Was ist Glück?" war das Thema des Theaterworkshops, in dem insgesamt zwölf jugendliche Roma und Sinti zusammen mit La Joven Compañía an den Goethe-Instituten Madrid und Barcelona ein kurzes Stück entwickelt haben, das jetzt in Berlin im Rahmen der Abschlusskonferenz von FREIRAUM gezeigt wird.
Die Workshop-Leitung hatten die Theaterregisseure Josep Maria Mestres in Barcelona und Laura Rubio in Madrid gemeinsam mit dem Choreographen Andoni Larrabeiti, der auf die Arbeit mit jungen Schauspieler*innen spezialisiert ist. Die Workshops haben im November 2018 in Madrid und im Januar 2019 in Barcelona stattgefunden.

Zu Beginn des Workshops, haben die Jugendlichen über ihre Vorstellungen von Glück gesprochen: "Was ist Glück für Dich? Denkst Du, man kann man es unabhängig von seinen eigenen kulturellen und sozialen Hintergründen erreichen? Welche Erinnerungen ruft dieser Begriff bei Dir hervor?" Basierend auf diesen Reflexionen, haben die Künstler*innen und die jugendlichen Teilnehmer*innen die Frage beantwortet. Dabei haben sie sich auf ihre persönlichen Erfahrungen und Anliegen bezogen und diese durch Musik, Tanz und Improvisation ausgedrückt. Beide Gruppen – eine in Madrid und eine in Barcelona - haben in jeweils vier Sitzungen gearbeitet und das Ergebnis abschließend vor Publikum gezeigt.

Diese beiden Antworten reisen nun nach Berlin, um dort gemeinsam präsentiert zu werden. Und mit dieser Theater-Performance wird die im Rahmen von FREIRAUM gestellte Frage seitens des Goethe-Instituts Belgrad beantwortet. Eine Antwort, die die Emotionen, die Hingabe und die Begeisterung dieser zwölf jugendlichen Roma und Sinti vereint. Ein Feuerwerk an Leben, Kampf, Hoffnung und Zukunft. Das ist Glück!

Der Workshop "Was ist Glück?" wurde ermöglicht durch die Zusammenarbeit mit der Fundación Teatro Joven, dem Instituto de Cultura Gitana, der Fundación Secretariado Gitano und dem Verein Romi Serseni.
 
La Joven Compañia - Preisträger des "Ojo Crítico" für Theater von Radio Nacional de España - ist ein Theaterprojekt der Fundación Teatro Joven (Stiftung Junges Theater), das Theatermacher mit Theaterlehrern verbindet und als professionelle Plattform für junge Schauspieler*innen, Techniker*innen und Kulturmanager*innen dient. Das Hauptziel ist dabei, die Liebe zur Kultur und zum Theater besonders unter dem jungen Publikum zu verbreiten.

In den sechs Jahren ihres Bestehens hat die Theatergruppe zwölf Produktionen vor ca. 200.000 Zuschauer*innen in mehr als 35 Städten uraufgeführt. Darüber hinaus organisiert sie Theaterworkshops für junge Künstler*innen und hat ein pädagogisches Projekt, das in der letzten Saison mehr als 30.000 junge Menschen in ganz Spanien erreicht hat.

Das Instituto de Cultura Gitana ist eine vom Ministerium für Bildung, Kultur und Sport geförderte staatliche Stiftung des öffentlichen Sektors, deren Ziele die Entwicklung und Förderung der Geschichte, Kultur und Sprache der Roma sowie die Verbreitung ihres Wissens und ihrer Anerkennung durch Studien, Forschung und Veröffentlichungen sinnd.

Die Fundación Secretariado Gitano setzt sich seit mehr als 30 Jahren für Chancengleichheit, Menschenrechte und gegen Diskriminierung der Roma-Gemeinschaft ein. Durch die Erarbeitung und Umsetzung verschiedener strategischer Programme arbeitet die FSG direkt am Brennpunkt der Ungleichheit: Beschäftigung, Bildung, Wohnen, Gesundheit, u.a.


Für das Projekt „Freiraum“ nutzt das Goethe-Institut sein europaweites Netzwerk, um Partner aus Kultur und Zivilgesellschaft in den Dialog zu bringen und in Paaren aus jeweils zwei europäischen Städten („Tandems“) den Fragen nachzugehen: Wie steht es um die Freiheit im heutigen Europa? Wo ist sie in Gefahr? Wie stärken wir sie?

Entstanden sind künstlerische und diskursive Formate an rund 40 Orten in Europa - von Nikosia bis Carlisle, von Barcelona bis Belgrad. Gemeinsam mit dem ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik und der Stiftung Mercator werden ausgewählte Ergebnisse der „Freiraum-Tandems“ am 12. und 13. März 2019 in Berlin öffentlich präsentiert. Zur Eröffnung sprechen unter anderem die Staatsministerin für internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt Michelle Müntefering und der Generalsekretär des Goethe-Instituts Johannes Ebert.

Das ZK/U Berlin zeigt eine Ausstellung, Videos und Installationen, daneben stehen Filme, Gesprächsrunden und Performances auf dem Programm. Der slowenische Frauenchor Kombinat und das deutschserbische Hip-Hop-Duo Gipsy Mafia geben Konzerte.

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