Film Cineclub Goethe | Sonnenallee

Sonnenallee ©Deutsches Filminstitut

Dienstag, 03.12.2019, 19.30 Uhr

Goethe-Institut Madrid

c/ Zurbarán, 21
28010 Madrid

Regie: Leander Haußmann, Farbe, 94 Min., 1998/99

In seinem Kinodebüt versucht der ehemalige Theaterregisseur Leander Haussmann das Lebensgefühl im Ostberlin der 1970er Jahre einzufangen. Sonnenallee wagt einen Blick zurück in die DDR  – nicht weinerlich, sondern offensiv sentimental und reichlich überzogen. Es geht um junge Leute, verbotene Songs und Tänze und um die große Liebe, die alles verändert.

Der 17-jährige Micha Ehrenreich lebt mit seinen Eltern und einer Schwester in der Sonnenallee, deren längerer Teil im Westen, in Neukölln, das kurze Ende aber im Osten, in Treptow, der geteilten Stadt liegt. Micha wohnt am östlichen Ende und träumt davon, ein großer Popstar zu werden. Politik ist ihm eher egal – er ist weder für das DDR-System noch wirklich dagegen. Allerdings will er – wie man halt so redet, wenn man jung und rebellisch ist – die ganze gesellschaftliche Organisation ‚von innen‘ her aufmischen. Dann gibt es da noch Michaels existenzialistisch angehauchten Freund Mario und den gemeinsamen Kumpel Wuschel, der durch eine Rolling-Stones-Platte in Gefahr gerät. Ein Westonkel schmuggelt Nylons für Michas Mutter und ein Nachbar spitzelt für die Stasi – oder doch nicht? Sicher weiß Michael nur, dass er in Miriam verliebt ist: die wunderbare, unerreichbare Miriam. Für sie würde er alles tun.

Regie: Leander Haußmann
Drehbuch: Leander Haussmann, Detlev Buck, Thomas Brussig
Kamera: Peter-Joachim Krause
Musik: Stephen Keusch, Paul Lemp
Darsteller: Alexander Scheer, Alexander Beyer, Robert Stadlober, Teresa Weißbach, Katharina Thalbach, Elena Meißner, Detlev Buck, Henry Hübchen, Ignaz Kirchner, Margit Carstensen
 

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