Film 3 Tage in Quiberon

3 Tage in Quiberon © Peter Hartwig, Rohfilm Factory

Freitag, 08.05.2020, 19.00 Uhr

Centro Cultural Okendo - San Sebastián

Avenida Navarra, 7
20013 San Sebastián

Regie: Emily Atef, s/w, 115 Min., 2016/17

Das spießige deutschsprachige Kino der fünfziger Jahre hat kaum einen internationalen Star hervorgebracht - die gebürtige Österreicherin Romy Schneider zählte zu den ganz wenigen Ausnahmen. Mit SISSI und anderen dem Heimatfilm nahestehenden Arbeiten wurde sie populärer, als es ihr lieb war. Erst der Schritt ins Ausland sollte die Schauspielerin von ihrem süßlichen Image befreien. In Frankreich startete sie in den Sechzigern eine neue Karriere, ihre psychischen Probleme blieben. Nur selten hat sie sich dazu so öffentlich geäußert – wie 1981 in einem Interview des „Stern“-Reporters Michael Jürgs.

Die allmähliche Selbstzerstörung eines Stars - ein schon seit den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts regelmäßig aufgegriffenes Sujet im Hollywood-Kino - ist das eigentliche Thema dieses Films. Und dieser wäre längst nicht so glaubwürdig ohne Marie Bäumer, die in den Schwarzweiß-Bildern des Kameramanns Thomas Kiennast nicht nur eine gewisse physische Ähnlichkeit mit Romy Schneider aufweist, sondern sich offensichtlich tief in die Psyche ihrer 1982 in Paris verstorbenen Kollegin eingearbeitet und wohl auch eingefühlt hat.

Regie: Emily Atef
Drehbuch: Emily Atef
Kamera: Thomas Kiennast
Musik: Christoph M. Kaiser, Julian Maas
Darsteller: Marie Bäumer, Birgit Minichmayr, Robert Gwisdek, Charly Hübner, Denis Lavant

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