Film Sommerhäuser

Sommerhäuser © 2017 Prokino Filmverleih GmbH

Dienstag, 29.10.2019, 19.00 Uhr

Fundación Bilbao Arte

Urazurrutia Kalea, 32
48003 Bilbao

Regie: Sonja Maria Kröner, Farbe, 97 Min., 2016-17

Sommer 1976: Die Vorzeichen lassen Schlimmes erwarten. Bernd fährt mit seiner Frau und den beiden Kindern zum Sommerhaus der gerade verstorbenen Oma. Auf dem fast parkähnlichen Familiengrundstück treffen sich die drei Generationen, um wie gewohnt gemeinsam die Ferien zu verbringen. Das erwartete Urlaubsglück im Grünen ist jedoch von Anfang an getrübt. Am Tag der Beerdigung hat ein Blitz den alten Baum vor dem Haus gefällt, die Stromversorgung funktioniert nicht recht und das Radio berichtet von einem Mädchen, das in dieser Gegend verschwunden ist.
Und während die Kinder ausgelassen herumtoben, beginnen die Erwachsenen über das Erbe zu streiten. Was soll aus dem Grundbesitz werden?
Sommerhäuser erzählt vom unaufhaltsamen Verlust einer Idylle.

Die Filmemacherin trifft, wenn es um die Schauplätze und die Figuren geht, genau die Zeit: Grundstücke wie jenes der verstorbenen Oma sind zum großen Teil verschwunden, auch weil das Erbrecht die Nachkommen meist dazu zwang, den geerbten Besitz zu verkaufen, damit jeder einen Teil abbekommen sollte. Bauunternehmer und auch Wohnungssuchende haben davon profitiert – doch viele Großfamilien haben damit ihren Mittelpunkt verloren. „Ich glaube, dass Sommerhäuser auf eine Art nostalgisch ist, weil ich versuche, einen gewissen Sehnsuchtsort meiner Kindheit wiederzubeleben.“ Sonja Maria Kröner wurde beim Münchner Filmfest 2017 mit dem Förderpreis Neues Deutschland für die beste Regie ausgezeichnet.

Regie: Sonja Maria Kröner
Drehbuch: Sonja Maria Kröner
Kamera: Julia Daschner
Musik: Sebastian Fillenberg
Darsteller: Laura Tonke, Mavie Hörbiger, Ursula Werner, Günther Maria Halmer, Thomas Loibl, Christine Schorn, Inge Maux, Johannes Silberschneider

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