Film Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit

Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit ©Deutsches Filminstitut-DIF

Donnerstag, 27.02.2020, 19.00 Uhr

Centro de Arte Contemporáneo - Málaga

c/ Alemania, s/n
29001 Málaga

Regie: Alexander Kluge, Farbe, 106 Min., 1985

Da ist die Tochter eines Pförtnerehepaars in Warschau, die sich einem deutschen Soldaten hingibt, um die Schätze der polnischen Filmgeschichte zu retten. Da sind Eilige, die rastlos durch die Welt hetzen, um Entscheidungen zu fällen, die immer weniger sinnvoll sind. Da ist eine junge Leihmutter, die das Kind solange nicht zurückgeben will, wie die Erziehungsberechtigten nicht auf ihre Fürsorgeempfehlungen hören wollen. Und da ist schließlich ein berühmter Regisseur, der bei Dreharbeiten erblindet und trotzdem weitermacht, weil er den Kopf voller Bilder hat.

In diesem Film geht es nicht nur um Einzelschicksale, sondern - so kurz vor dem Ende eines mörderischen Jahrhunderts, ja eines Jahrtausends - um das Schicksal der Menschheit. Die Individuen sind Kluge dafür nurmehr der notwendige Beleg. Die Hauptrolle aber spielt die Zeit, mit der diese Menschen umgehen müssen: die Zeit als Geschichte und als mitgeschleppte Vergangenheit, aber auch jene mangelnde Zeit, die den Menschen im Augenblick einer Entscheidung fehlt, um die Zukunft besser gestalten zu können.

Regie: Alexander Kluge
Drehbuch: Alexander Kluge
Kamera: Thomas Mauch, Werner Lüring
Darsteller: Jutta Hoffmann, Armin Müller-Stahl, Hans-Michael Rehberg, Peter Roggisch, Rosel Zech, Alfred Edel, Rosemarie Fendel

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