Gespräch #abgesagt# Masterclass/ Gespräch: Frank Castorf

Frank Castorf ©solo:film / Wolfgang Gaube

Sonntag, 19.01.2020, 14.00 Uhr

Centro Danza Canal - Madrid

Calle Cea Bermúdez, 1
28003 Madrid

«Frank Castorf kann für die Masterclass leider nicht verfügbar sein»

Im Gespräch mit dem Dramaturgen Frank Castorf soll nicht nur über seine Art, zu arbeiten, über Müller und über Brecht reflektiert werden, sondern auch über die Inszenierung seines neuesten Werkes „Bajazet - en considérant 'Le Théâtre et la peste'“ und die darin verwendeten Texte von Racine und Artaud.
Das Theaterstück beruht auf der Verarbeitung literarischer und theatraler Werke, doch zugleich lässt es keinen Kunstgriff aus, um die Szenen mitreißend zu gestalten. So wird ein freies Theater garantiert, das eine Doppelfunktion als reflektierendes und rebellierendes Medium einnimmt. Es lehnt die Gegensätze nicht ab, achtet daher aber umso mehr darauf, nicht in den eigenen Widersprüchen zu ersticken. Während das Stück Beweise und gute Gedanken komplett auf den Kopf stellt, bringt es sein Publikum dazu, offenen Augen und einen aufgeschlossenen Geist zu bewahren, ohne jemals politische oder moralische Lektionen zu erteilen.

Das Gespräch mit Frank Castorf findet vor dem Hintergrund des Gastspiels des Théâtre Vidy Lausanne statt, das am 17. und 18. Januar 2020 unter der Leitung von Castorf das Stück „Bajazet - en considérant 'Le Théâtre et la peste'“ in den Teatros del Canal

Um Voranmeldung für das Gespräch am Sonntag, 19. Januar 2020, wird gebeten: inscripcionesdanzacanal@teatroscanal.com.
 

Frank Castorf ©Thomas Aurin Frank Castorf

Der deutsche Regisseur wurde 1951 in Ost-Berlin geboren. Er studierte Theaterwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und hatte ein erstes Engagement als Dramaturg am Theater Senftenberg. Zwischen 1992/93 und 2017 war Castorf Intendant der Volksbühne am Rosa- Luxemburg-Platz in Berlin und arbeitete als Gastregisseur unter anderem in Basel, Hamburg, München, Stockholm, Wien, Zürich, São Paulo, Stuttgart und Paris. In den 25 Jahren entstanden so über 100 Inszenierungen, die vielfach ausgezeichnet wurden.

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