Symposium Die deutschsprachige Kulturforschung in Nordostafrika: Geschichten und Geschichte
Auf Einladung
Äthiopien und Deutschland verbindet seit über dreihundert Jahren eine ungewöhnliche Beziehung, die mit wissenschaftlicher und kultureller Wissbegierde und Sympathie begann. Das Goethe-Institut wird ein Symposium zur Geschichte der Kulturforschung deutschsprachiger Länder in der weiteren äthiopischen Region veranstalten. Eine Reihe von Geschichten wird erzählt werden, illustriert von Funden, die der weiteren Öffentlichkeit bisher weitgehend unbekannt sind.Die deutschsprachige Kulturforschung im nordöstlichen Afrika hatte ihren ersten Höhepunkt in der Freundschaft zwischen dem jungen Orientalisten Hiob Ludolf und dem äthiopischen Gelehrten Abba Gorgoryos. Gemeinsam arbeiteten sie an einem großen Werk zur Geschichte und Ethnographie Äthiopiens, das bestimmend für viele Generationen von Forschern wurde. Mit dem 19. Jahrhundert kamen die ersten deutschen Forscher und Auswanderer nach Äthiopien, und äthiopische Fürsten luden sie ein, an ihren Höfen zu bleiben, und nutzten sie als Brücken zur europäischen Welt. Erste tiefe Studien zu äthiopischen Sprachen, zu lokalen Rechtssystemen, zur alten Kirchensprache Geez, zur Geschichte der äthiopischen Herrscher, zu kleinen ethnischen Gruppen entstanden, bis hin zu modernen ethnologischen Studien von den ersten Größen der Ethnologie wie Frobenius bis heute. Lokale Partner - von Fürsten bis hin zu traditionellen Gelehrten - spielten eine zentrale Rolle für das Verständnis der Region.
In einem Moment des radikalen Wandels der äthiopischen akademischen Landschaft mag ein genauerer Blick auf die Wege und Umwege früherer Forschungen nützlich sein: Dieses Symposium stellt Leben von Forschern, die Geschichte ihrer Forschungen, Theorien und Erfahrungen von Erfolg und Misserfolg vor.
INTRODUCTION
- Dr Ahmed Hassen, Institute of Ethiopian Studies, Director, AAU
WHICH KNOWLEDGE AND IMAGES OF THE REGIONS WERE CREATED?
FOCUS ON THE HISTORY OF RESEARCH
Moderator: Sophia Thubauville, Frobenius-Institut, Frankfurt/Main
Lectures:
Lij Asfa-Wossen Asserate:
- The Role of Ethiopian Studies in Today’s German Academic Landscape
- An Unknown German Manuscript on Ethiopia in the Goethe-Nachlass of Weimar – Niebuhr on his Research Expedition and his Criticism of James Bruce
- Eike Haberland and the German Research Tradition in Southern Ethiopia
- The Impact of German Research in Southern Ethiopia on Current Anthropological Theory
- Regional History and Ethnohistory: The Example of Germanophone Researchers and a Forgotten Ethnic Group, the Doba’a
PART II:
WHO SHAPED THE STUDIES OF THE REGION?
EXAMPLES OF SELECTED BIOGRAPHIES
Moderator: Fesseha Berhe, Mekelle University
Lectures:
Wolbert Smidt:
Ludolf, the Fore-fathers of Ethiopian Studies and their Ethiopian Partners
Dorothea McEwan:
- Georg Wilhelm Schimper – His Life as Botanist and Explorer, Geologist and Mapmaker and a Critical Appraisal of His View of Ethiopia
- An Ethiopian Assessment of Enno Littmann’s Accomplishments
- Leo Frobenius and Northeast Africa
- Volker Stitz – His View on Ethiopian Studies
The event will take place at the Goethe-Institut Addis Abeba.
In Zusammenarbeit mi Frobenius-Institut, Frankfurt/Germany, Institute of Ethiopian Studies, Mekelle University.