Er war Zarah Leanders Chauffeur, Hans Albers Diener und Heinz Rühmanns Liftboy: Bayume Mohamed Hussein, genannt "Majub". In der Kolonie Deutsch-Ostafrika geboren, wird er im Ersten Weltkrieg Soldat für die Deutschen. Damals ist er neun Jahre alt. Nachdem die Deutschen den Krieg verlieren, zahlen sie ihm seinen Sold nicht mehr aus. Etwa zehn Jahre nach dem Krieg entschließt Majub deshalb, seinen ausstehenden Sold persönlich abzuholen. Im nationalsozialistischen Deutschland wird aus dem Kolonialsoldaten ein vielbeschäftigter Statist und Kleindarsteller im deutschen Kino. Fast immer, wenn es in den Filmen der Nazizeit eines Schwarzen bedurfte, war es Majub, der diese Rolle spielte. Der Dokumentarfilm „Majubs Reise“ von Eva Knopf erzählt auf eindringliche und fast märchenhafte Weise Majubs Geschichte von seiner Kindheit in der Kolonie, seinem Leben im nationalsozialistischen Deutschland und seinem Platz in den Kolonialfantasien der Deutschen.
Regie:Eva Knopf Dauer: 50 min, 2013
Der Film wird in Deutsch mit englischen Untertiteln gezeigt