Vortrag und Film "Kunst im frühen 20. Jahrhundert in Äthiopien und Deutschland"

Kunst im frühen 20. Jahrhundert in Äthiopien und Deutschland“ © Institute of Ethiopian Studies, AAU

Do, 30.04.2015

Goethe-Institut Äthiopien

“Äthiopische Kunst im frühen 20. Jahrhundert“
Vortrag von Dr. Elizabeth W.Giorgis
 

Die Schlacht von Adwa 1896 gilt als Aufbruch des äthiopischen Modernismus. Mit dem Ende einer drohenden Italienischen Besetzung und der zunehmenden Öffnung des Landes zu Beginn des 20. Jahrhunderts, begann sich die äthiopische Kunst allmählich von der traditionellen orthodoxen Kirchenmalerei zu emanzipieren. Dr. Elizabeth W. Giorgis, Kuratorin des Modern Arts Museum Gebre Kristos Desta Centre Addis Abeba und ehemalige Leiterin des Institute of Ethiopian Studies wird in ihrem Vortrag die sog. Künstler aus Arada und den Aufbruch des äthiopischen Modernismus in der Kunst vorstellen. Menelik’s Handelszentrum Arada, das heutige Piassa und Stadtteil der Hauptstadt Addis Abeba, war Ursprung einer neuen kulturellen Metropole und Keimzelle neuartiger künstlerischer Strömungen der Zeit. In ihrem Vortrag wird Dr. Elizabeth Künstler wie Belachew Yimere und Berhanena Selma vorstellen und ihre Werke in den Kontext der Zeit einbetten.
 
Dem Vortrag folgt die Filmvorführung von

 “Max Beckmann – Departure”, 93 min., 2013
Directed by Michael Trabitzsch
Dokumentarfilm

 
Mit seinen rätselhaften Bildern ist er zu einem der stilprägendsten Künstler der Zeit zwischen zwei Weltkriegen geworden. Max Beckmann (1884 – 1950) wurde wie andere Künstler seiner Generation maßgeblich von den Erfahrungen des ersten Weltkriegs beeinflusst. Existentielle Einsamkeit und der Verlust aller tragenden Konventionen machen ihn zu einem radikalen Wahrheitssucher. Direkt und unerbittlich „sieht“ er seine Zeit und immer wieder auch sich selbst an, um einen gültigen Ausdruck zu finden, der den Erfahrungen der Moderne standhalten kann – auf der Suche nach einer zeitgemäßen Form der figurativen Malerei und unterwegs zu einem modernen Mythos des Menschen. Bis heute haben Max Beckmanns Werke nichts an Wucht und Geheimnis verloren.

Der Film „MAX BECKMANN – DEPARTURE“ verfolgt den Künstler zurück an die Orte seines Wirkens  - von Berlin über Frankfurt, Paris und Amsterdam bis nach New York, in eine ruhelose Zeit. Seine großen Triptychen in den Museen der Welt werden kenntnisreich entschlüsselt von internationalen Kunsthistorikern, aber auch von Beckmanns eigenen Worten aus erst kürzlich erschlossenen Selbstzeugnissen von Briefen und Tagebüchern. Regisseur Michael Trabitzschs fängt mit seinem Dokumentarfilm das faszinierende Porträt eines einzigartigen Künstlers ein.

Der Film wird mit englischen Untertiteln gezeigt.
 

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