Von Lula A. Ismaїl
Dschibuti. Souad, Ousbah und Ayane sind Freundinnen seit Kindertagen. Beziehungsprobleme bestimmen ihren Alltag, jede von ihnen kämpft mit unterschiedlichen Herausforderungen, die sich im Ursprung wenig unterscheiden: Das Halluzinogen Khat ist zum Mittelpunkt ihres Lebens geworden. In Männerrunden hat sich die populäre Droge gesellschaftlich etabliert und ihre Konsumenten völlig vereinnahmt. Obwohl der Film nur Männer beim Khat kauen zeigt, wird die Konsumption von Frauen angedeutet. Aus der Perspektive von drei Frauen erzählt der Kurzfilm die Tragik einer Gesellschaft, die am Konsum einer Droge zerreißt.
LAAN heißt „Freundinnen“ auf Somali. Mit ihrem Debütfilm spricht die dschibutische Regisseurin ein Tabu-Thema an, dessen Problematik weit über die Grenzen Dschibutis hinausreicht. Lula A. Ismail hat es geschafft, neuen, frischen Wind in die dschibutische Filmlandschaft zu hauchen, die bisher wenig Raum und Infrastruktur für Filmproduktionen bietet.
Am 29.04. wird der Film im Goethe-Institut im Rahmen der fortlaufenden Filmreihe zu Neuem Afrikanischem Kino gezeigt.
Die Filmemacherin ist zur Vorführung und Diskussion anwesend.
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