Die Bewahrung des kulturellen Erbes des späten 19. Jahrhunderts in Addis Abeba
Alfred Ilg, geboren 1854 in Frauenfeld, Schweiz, studierte Ingenieurwissenschaften am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich. Als Menelik II, der König von Shoa und spätere Kaiser von Äthiopien, ausländische Techniker und Handwerker für seinen Hof suchte, ergriff Alfred Ilg diese Möglichkeit und verließ die Schweiz im Jahr 1878 im Alter von 25 Jahren. Nach einer mühsamen, achtmonatigen Reise erreichte Alfred Ilg 1879 Äthiopien. Anstatt der geplanten zwei Jahre blieb er mehr als ein Vierteljahrhundert. Im Laufe der Zeit wurde Ilg zum Staatsminister ernannt und wurde einer der angesehensten europäischen Experten über Äthiopien zu dieser Zeit.
Im Dienst von Menelik II erzielte Alfred Ilg wichtige Beiträge zur Entwicklung des Landes und im Besonderen von Addis Abeba. Er baute Meneliks Palast, Straßen, Brücken und ein Wasserversorgungssystem. Die Bahnstrecke zwischen Addis Abeba und Dschibuti war wahrscheinlich die wichtigste Errungenschaft von Alfred Ilg, obwohl sie aufgrund von finanziellen und politischen Herausforderungen erst nach seinem Tod im Jahr 1917 fertiggestellt werden konnte.
Die Podiumsdiskussion wird vom Botschafter der Schweizerischen Botschaft in Äthiopien, Andrea Semadeni, eröffnet.
Teilnehmer der Podiumsdiskussion werden sein:
Prof. Fasil Giorghis, Lehrstuhl für die Bewahrung des urbanen und architektonischen Erbes am Ethiopian Institute of Architecture, Building Construction and City Development (EiABC), Addis Ababa University
Prof. Messele Haile, Professor der Bauingenieurwissenschaften, Addis Ababa University
Prof. Ahmed Zakaria, Kurator am Institute of Ethiopian Studies, Addis Ababa University
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