Das Goethe-Institut Addis Abeba und iceaddis zeigen “New Dimensions – Virtual Reality Africa“, eine Auswahl von Virtual Reality (VR) Produktionen aus Kenia, dem Senegal und Ghana. Jede einzelne dieser Arbeiten repräsentiert die lebhafte, vielfältige und stets im Wandel befindliche kulturelle Landschaft des heutigen Afrikas.
Zu sehen war hier unter anderem die VR Arbeit Spirit Robot des Science Fiction Autors und Gründers der Website Afrocyberpunk Jonathan Dotse aus Ghana, , die sich mit dem Chale Wote Street Art Festival in Accra befasst. Das Festival ist gerade dabei, die dortige städtische Kunstszene im Öffentlichen Raum wiederzubeleben. Die Fotografin Ng’endo Mukii aus Kenia präsentiert mit ihrem VR Stück Nairobi Berries eine poetische Symphonie auf die Stadt Nairobi, in der sie ihre lyrische Off-Stimme mit surreal übereinander gelagerten Bildern der Stadt kombiniert. In der Inhaltsbeschreibung heißt es: „In den leeren Räumen, die uns nicht gehören, in von Rauch durchdrungenen Wäldern und in ruhigen Gewässern streiten sich zwei Frauen und ein Mann. Jeder muss das Innere des anderen aushöhlen, um an die versprochenen Früchte zu gelangen, die jedoch nur im Traum vorhanden sind. Denn wir sind in Nairobi, der Stadt, die wir Heimat nennen.“ Die senegalesische Modedesignerin Selly Raby Kane zeigt ein faszinierendes 360° Stück, in der ein kleines Mädchen auserwählt wird, das unsichtbare Dakar zu entdecken. Das Künstlerkollektiv The Nest Collective hat eine interaktive Arbeit geschaffen, die in einer weit entfernten Zukunft spielt und eine Gruppe Afrikaner zeigt, die die Erde verlässt, um woanders eine neue Kolonie zu gründen.
Virtual Reality (VR) ist eine Technologie, die sich zwischen Film, bildender Kunst, Gaming und anderen Disziplinen bewegt. Die meisten VR Projekte entstehen vorrangig in westlichen Industrieländern. Darum möchten das Goethe-Institut und die Non-Profit-Organisation Electric South aus Kapstadt diese Kunstform nun unterstützen, indem man gemeinsam Fördermittel sammelt und Mentoring-Programme anbietet. Diese richten sich an afrikanische Autoren und Künstler, die ihre eigenen Ideen im Bereich VR entwickeln und umsetzen sollen, um diese dann sowohl einem afrikanischen als auch internationalen Publikum zu präsentieren.
Die VR-Ausstellung kann von
Montag, dem 22ten bis Mittwoch, dem 24ten im Goethe-Institut Addis Abeba erlebt werden und von
Donnerstag, 24ten bis Samstag 27ten bei iceaddis.
Sie wird von 13 Uhr bis 20 Uhr geöffnet sein. Während dieser Zeit wird es 15-30 Minuten Zeitfenster für jeden Besuchenden geben um die Filme zu geniessen. Während dem Warten wird es die Möglichkeit geben, mehr über die Künstler*innen, das Projekt Electric South und Virtual Reality zu lernen.
In Zusammenarbeit mit:
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