Ausstellung und Diskussion "AFRICAN MOBILITY: CASE STUDY ETHIOPIA"

Wie werden sich die Menschen in Äthiopien zukünftig fortbewegen? Was kann Äthiopien von den Versäumnissen anderer Länder bezüglich des Umweltschutzes lernen? Wie organisiert man eine nachhaltige Infrastruktur? Diesen Fragen widmeten sich Studenten der Fakultät Urban Design der Stuttgart State Academy of Art and Design innerhalb des letzten Semesters. Sie präsentieren ihr Forschungsprojekt „African Mobility. Case Study: Ethiopia“ am 1. Oktober, 17.00 Uhr, im Goethe Institut Addis Ababa. Das Projekt wurde in Kooperation mit EiABC durchgeführt.
 
Äthiopien gilt als eines der am wenigsten urbanisierten Länder Afrikas und der Welt – die urbane Bevölkerung des Landes macht nur 17-20 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Doch die Zahlen steigen rasant in die Höhe, die Urbanisierungsrate liegt bei 5 Prozent. Für ein Land, in dem Großteile der Bevölkerung noch keinen Zugang zu grundlegenden Einrichtungen der Infrastruktur haben, wie sauberes Wasser, Elektrizität, medizinische Versorgung, bedeutet dies ein enormer Druck. Es ist daher von zentraler Wichtigkeit, den Ausbau der Infrastruktur im Land zu planen und die zukünftigen Formen von Mobilität zu diskutieren. In diesem Prozess macht es Sinn, sich die Probleme anderer Länder anzuschauen: In Deutschland zeigt sich nur allzu offensichtlich, dass viele Autos mit teuren Investitionen in die Infrastruktur, negativen Effekten auf das Klima und die Lebensqualität der Menschen einhergehen. Da sich Äthiopien in diesem Fall kein Beispiel nehmen sollte, entwickelten fünf Studenten aus Äthiopien und Deutschland unter der Anleitung von Prof. Fabienne Hoelzel fünf Thesen:
 
1. Mobilitätsstategien können modernen Kolonialismus bekämpfen
2. Urbanität führt zu verstärkter Mobilität
3. Die zukünftige afrikanische Stadt hat keine Straßen
4. Die zukünftige Afrikanische Stadt braucht keine Autos
5. Formen der Mobilität in Sub-Sahara Afrika können eine Vorreiterrolle einnehmen

 EIABC

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