Am 15. November laden wir herzlich ein mit den Teilnehmenden und einem der Kuratoren, Mifta Zeleke, des Projekts SHOA. EINE GEOGRAFISCHE LEIDENSCHAFT zu sprechen und zu diskutieren. Der Hintergrund: Anfang Oktober dokumentierte eine Gruppe von acht jungen Äthiopiern der unterschiedlichsten Professionen ihre eigenen Erlebnisse auf ehemaligen Routen europäischer Reisender des 19. Jahrhunderts in der äthiopischen Region Shoa. Seit dem 25. Oktober werden die Ergebnisse in einer laufenden Ausstellung im Institute of Ethiopian Studies präsentiert. Als Teil der Diskussion am 15. November werden die neuen Kreationen der Teilnehmenden noch einmal persönlich vorgestellt und zu historischen Dokumenten in Beziehung gesetzt.
Mit dem Projekt SHOA. EINE GEOGRAFISCHE LEIDENSCHAFT widmeten sich das Goethe-Institut und die Alliance Ethio-Française einem gemeinsamen europäisch-äthiopischen kulturellen Erbe: Das Bild von Äthiopien in Europa ist maßgeblich geprägt durch geografische Karten, Fotografien, Texte und Zeichnungen von europäischen Forschern des 19. Jahrhunderts. Diese Dokumente sind nahezu die einzigen historischen Aufzeichnungen aus dieser Zeit und daher für die äthiopische Geschichtsschreibung extrem wichtig. Es bleibt aber eine Tatsache, dass diese Dokumente aus europäischer Perspektive erstellt wurden. Eine Gruppe von acht äthiopischen Künstlern, Fotografinnen, Historikerinnen, Geologen und Anthropologen bereiste nach einem gemeinsamen Einführungsseminar und einer Recherchephase in äthiopischen Archiven das Shoa-Gebiet. Die Ergebnisse ihrer Aufzeichnungen werden seit dem 25. Oktober im Institute of Ethiopian Studies präsentiert. Die kuratorische Leitung des Projekts haben Hugues Fontaine (Frankreich) und Mifta Zeleke (Äthiopien).
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