Buchmesse Buchmesse Turku 2016 - Themenland Deutschland: DIE AUTOREN

Buchmesse Turku Foto: Marjukka Mäkelä

Fr, 30.09.2016 -
So, 02.10.2016

Messezentrum Turku

Messukentänkatu 9-13
Turku

 
HAUPTSEITE
 

Marica Bodrožić
Marion Brasch
Jenny Erpenbeck
Mirna Funk
Dorothea Grünzweig
Wladimir Kaminer
Sylvia Löhken
Terézia Mora
Stefan Moster
Wilhelm Schmid
Mark Terkessidis
Jan Costin Wagner
 


Unsere Gäste auf der Buchmesse:
 

Marica Bodrožić

Marica Bodrožić Foto: Peter von Felbert Marica Bodrožić wurde 1973 in Zadvarje (Dalmatien, Kroatien) geboren und kam 1983 mit ihren Eltern nach Deutschland. Nach einer Buchhändlerlehre in Frankfurt studierte sie Kulturanthropologie und Slawistik. Heute lebt Bodrožić in Berlin. Die Autorin wurde mit diversen Literaturpreisen ausgezeichnet. Ihr neuer Roman erscheint im September unter dem Titel "Das Wasser unserer Träume" im Luchterhand-Verlag. Bodrožić ist bekannt für ihre epischen und essayistischen Werke, die sich mit europäischer Zeitgeschichte befassen. Sie setzt sich vor allem mit der Nachkriegsgeschichte auf dem Balkan auseinander.
Die Auftritte von Marica Bodrožić auf der Messe sind Teil des Schwerpunkts Migration & Literatur. Im September 2016 ist sie auf Einladung des Goethe-Instituts Finnland als Stadtschreiberin in Turku und schreibt über ihren Aufenthalt im Blog Meet the Germans – Meet in Finland: blog.goethe.de/finnland/  

Roman Das Wasser unserer Träume

Er hat keinen Namen. Und er kann nicht sprechen. Der Mann weiß nicht einmal, wo er ist, auch die Zeit ist ihm fremd geworden. Ein ganzes Jahr lang liegt der Namenlose im Koma und übt sich im Erwachen. Mit der Rückkehr in die Welt verbinden sich auf unerwartete Weise seine Sinne. Er erlangt die Fähigkeit, sich umfassend zu erinnern. Ein Unfall, so scheint es, hat ihn in diese rätselhafte Situation gebracht. Er kann seinen Körper nicht bewegen, aber er ist sich dennoch seiner selbst bewusst – und nicht nur das, er kann sowohl die Gedanken als auch die Sehnsucht der anderen lesen. In dieser »höheren Heimat« beginnt er zu ahnen, dass er noch einmal ins Leben und in seinen Körper zurück darf. Denn die Freundschaft eines Mannes und die Liebe zweier Frauen machen ihn zu einem hoffenden Menschen.
Mit sprachlicher Brillanz begibt sich Marica Bodrožić mit ihrem Protagonisten auf eine Reise in faszinierende geistige Landschaften und erzählt, was im Leben bleibt – und worauf es am Ende ankommt.

Die Termine:

SA 01.10.2016 | 11.45—13.10 | AUDITORIO
MIGRATION AND LITERATURE
Panel discussion | Participants: Marica Bodrožić, Terézia Mora, Hanna-Leena Nissilä, Alexandra Salmela. Host: Stefan Moster | Language: English | Organiser: Goethe-Institut Finnland

SA 01.10.2016 | 14.30—15.00 | EINO
MARICA BODROŽIĆ: DAS WASSER UNSERER TRÄUME
Autoreninterview | Die Autorin liest und diskutiert mit Christian Rink über ihr Buch. | Sprache: Deutsch | Veranstalter: Goethe-Institut Finnland

SA 01.10.2016 | 15.30-16.10 | GOETHE-STAND, A58
MARICA BODROŽIĆ UND MIRNA FUNK
Signierstunde | Veranstalter: Goethe-Institut

SA 01.10.2016 | 17.05—17.50 | FIORE
MARICA BODROŽIĆ UND MIRNA FUNK: EINDRÜCKE AUS FINNLAND
Vortrag/Diskussion | Die Residenzautorinnen Marica Bodrožić (Berlin/Turku) und Mirna Funk (Berlin/Tampere) erzählen und diskutieren mit dem Publikum. | Moderation: Mikko Fritze (Goethe-Institut) | Sprache: Deutsch | Veranstalter: Goethe-Institut Finnland

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Marion Brasch

 Marion Brasch Foto: Tim Trzoska Marion Brasch wurde 1961 in Berlin geboren. Nach dem Abitur arbeitete die gelernte Schriftsetzerin in einer Druckerei, bei verschiedenen Verlagen und beim Komponistenverband der DDR. 1987 begann sie als Musikredakteurin beim Jugendsender »DT64« und ist heute als freie Rundfunkjournalistin und -moderatorin bei »radioeins« (RBB) tätig. Ihr erster Roman ›Ab jetzt ist Ruhe‹ ist 2012 bei S. Fischer erschienen. Auf ihn folgte 2014 der Roman ›Wunderlich fährt nach Norden‹.
Marion Brasch besucht die Buchmesse Turku auf Einladung des Verlags Lurra Editions, bei dem beide Bücher auf Finnisch erschienen sind. Der Besuch findet in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Finnland statt.

Roman Wunderlich fährt nach Norden

»Wunderlich war der unglücklichste Mensch, den er kannte.« Als Marie ihn verlässt, versinkt er in Selbstmitleid. Doch schon bald schubst ihn eine anonyme SMS zurück ins Leben, und Wunderlich tritt eine Reise an. Eine Reise, die vieles verändert und bei der nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Auf seiner Fahrt wird Wunderlich zum Abenteurer. Doch vor allem entdeckt er, was er vergessen wollte, und findet, was er nicht gesucht hat. Dieser Roman ist die Geschichte eines Mannes, der Entscheidungen scheut und sich dem Zufall überlässt, eine Liebeserklärung an die sonderbaren Momente des Lebens – so leicht, komisch und berührend, wie uns diese Geschichte nur Marion Brasch erzählen kann.

Die Termine:

SA 01.10.2016 | 10.20—10.45 | AGRICOLA
MARION BRASCH: WUNDERLICH FÄHRT NACH NORDEN
Autoreninterview | Übersetzerin/Verlegerin Arja Rinnekangas (Lurra Editions) diskutiert mit der Autorin über ihr neuestes Werk. | Sprachen: Deutsch, Finnisch | Veranstalter: Goethe-Institut Finnland und Lurra Editions

SA 01.10.2016 | 11.00—11.30 | GOETHE-STAND, A58
MARION BRASCH
Autorentreffen | Moderation: Arja Rinnekangas | Sprachen:
Deutsch/Finnisch | Veranstalter: Lurra Editions

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Jenny Erpenbeck

Jenny Erpenbeck Foto: Katharina Behling Jenny Erpenbeck (geb. 1967) lebt als freie Autorin und Regisseurin in Berlin. Nach einer Buchbinderlehre und Tätigkeiten als Requisiteuse und Ankleiderin an der Staatsoper Berlin studierte Jenny Erpenbeck in Berlin Theaterwissenschaften und Musiktheaterregie. Seit 1991 arbeitete sie zunächst als Regieassistentin und inszenierte danach Aufführungen für Oper und Musiktheater in Berlin und Graz.
1999 debütierte sie mit der Novelle »Geschichte vom alten Kind« (auf Finnisch: „Vanhan lapsen tarina“, Avain 2011), der weitere literarische Veröffentlichungen folgten, darunter Romane, Erzählungen und Theaterstücke. Mit »Heimsuchung« (2008; auf Finnisch „Kodin ikävä“, Avain 2011) legte die Autorin erstmals einen umfangreichen Roman vor, der neben der deutschen Vergangenheit die Geschichte einer ostdeutschen Landschaft literarisch aufgreift. Ihr 2012 erschienener Roman »Aller Tage Abend« wurde von Lesern und Kritik gleichsam gefeiert und vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2013 mit dem Joseph-Breitbach-Preis und 2015 mit dem Independent Foreign Fiction Prize. Auf Schwedisch ist der Roman 2016 unter dem Titel „Natt för gott" (Bonniers) erschienen. Mit ihrem 2015 erschienenen Buch „Gehen, ging gegangen“ bewältigt sie das im Winter 2015/2016 alles beherrschende Thema Migration in fokussierter und differenzierter Form.
Sie besucht die Buchmesse Turku auf Einladung des Goethe-Instituts Finnland.

Roman Gehen, ging, gegangen

Eine Entdeckungsreise zu einer Welt, die zum Schweigen verurteilt, aber mitten unter uns ist.
Wie erträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätigkeit gezwungen ist? Wie geht man um mit dem Verlust derer, die man geliebt hat? Wer trägt das Erbe weiter? Richard, emeritierter Professor, kommt durch die zufällige Begegnung mit den Asylsuchenden auf dem Oranienplatz auf die Idee, die Antworten auf seine Fragen dort zu suchen, wo sonst niemand sie sucht: bei jenen jungen Flüchtlingen aus Afrika, die in Berlin gestrandet und seit Jahren zum Warten verurteilt sind.
Man begreift, wo Probleme, die der Roman nicht unter den Tisch kehrt, ihren Ursprung haben: Die jungen Männer dürfen nicht arbeiten und sie dürfen nicht reisen, die deutsche Bürokratie und die Gesetzgebung der Europäischen Union verdammen sie zum Nichtstun. Sie hocken perspektivlos aufeinander, die einen mehr, die anderen weniger geduldig. Und manche auch mit der Bereitschaft, das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen, notfalls mit Gewalt.
Jenny Erpenbeck erzählt auf ihre unnachahmliche Weise eine Geschichte vom Wegsehen und Hinsehen, von Tod und Krieg, vom ewigen Warten und von all dem, was unter der Oberfläche verborgen liegt.
Artikel: Jenny Erpenbecks Roman über Flüchtlinge: Privileg und Verantwortung

Die Termine:

SA 01.10.2016 | 14.35—15.00 | AGRICOLA
JENNY ERPENBECK: GEHEN, GING, GEGANGEN
Autoreninterview | Jenny Erpenbeck liest aus ihrem neuen Werk und diskutiert darüber mit Stefan Moster | Sprachen: Deutsch, Finnisch | Veranstalter: Goethe-Institut Finnland

SA 01.10.2016 | 16.10—16.40 | GOETHE-STAND A58
JENNY ERPENBECK
Werkstattgespräch und Signierstunde | Stefan Moster diskutiert mit der Autorin über ihr Schreiben. | Sprache: Deutsch | Veranstalter:
Goethe-Institut

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Mirna Funk

Mirna Funk Foto: William Minke Mirna Funk wurde 1981 in Ostberlin geboren und studierte Philosophie sowie Geschichte an der Humboldt-Universität. Sie arbeitet als freie Journalistin und Autorin, unter anderem für »Der Freitag« und das »Zeit Magazin«, und schreibt über Kultur, Lifestyle und Kunst. Sie lebt in Berlin und Tel Aviv. Im Sommer 2014 berichtete sie für das Magazin »Interview« aus Israel und von ihrem dortigen Leben im Ausnahmezustand. 2015 erschien ihr Debütroman ›Winternähe‹, für den sie mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis 2015 für das beste deutschsprachige Debüt ausgezeichnet wurde.
Mirna Funk verbringt den Oktober 2016 auf Einladung des Goethe-Instituts Finnland und des Deutschen Kulturzentrums Tampere als Stadtschreiberin in Tampere und schreibt über ihren Aufenthalt im Blog Meet the Germans – Meet in Finland: blog.goethe.de/finnland/
Ihre Auftritte auf der Messe sind zudem Teil des Schwerpunkts Migration & Literatur.

Roman Winternähe

Mirna Funk erzählt die Geschichte einer jungen deutschen Jüdin in Berlin und Tel Aviv. Ihr Name ist Lola. Sie ist Deutsche. Sie ist Jüdin. Und die einzige, der ihr ein Hitlerbärtchen ins Gesicht malen darf, ist sie selbst. Sie hat genug davon, dass andere darüber bestimmen wollen, wer sie ist und wer nicht. Sie entscheidet, wovon sie sich verletzt fühlt und wovon nicht. Wer bestimmt darüber, wer wir sind? Unsere Herkunft, falsche Freunde, orthodoxe Rabbiner? Lola ist in Ost-Berlin geboren, ihr Vater macht rüber und geht in den australischen Dschungel. Sie wächst auf bei ihren jüdischen Großeltern und ist doch keine Jüdin im strengen Sinne. Ihre Großeltern haben den Holocaust überlebt, sie selber soll cool bleiben bei antisemitischen Sprüchen. Dagegen wehrt sie sich. Sie lebt in Berlin, sie reist nach Tel Aviv, wo im Sommer 2014 Krieg herrscht. Sie besucht ihren Großvater und ihren Geliebten, Shlomo, der vom Soldaten zum Linksradikalen wurde und seine wahre Geschichte vor ihr verbirgt. Lola verbringt Tage voller Angst und Glück, Traurigkeit und Euphorie. Dann wird sie weiterziehen müssen. Hartnäckig und eigenwillig, widersprüchlich und voller Enthusiasmus sucht Lola ihre Identität und ihr eigenes Leben.

Artikel von Mirna Funk in Der Zeit Online: Wir lebenden Juden

Die Termine:

SA 01.10.2016 | 15.30-16.10 | GOETHE-STAND, A58
MARICA BODROŽIĆ UND MIRNA FUNK
Signierstunde | Veranstalter: Goethe-Institut

SA 01.10.2016 | 17.05—17.50 | FIORE
MARICA BODROŽIĆ UND MIRNA FUNK: EINDRÜCKE AUS FINNLAND
Vortrag/Diskussion | Die Residenzautorinnen Marica Bodrožić (Berlin/Turku) und Mirna Funk (Berlin/Tampere) erzählen und diskutieren mit dem Publikum. | Moderation: Mikko Fritze (Goethe-Institut) | Sprache: Deutsch | Veranstalter: Goethe-Institut Finnland

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Dorothea Grünzweig

Dorothea Grünzweig Foto: Alpo Kuparinen Dorothea Grünzweig, geb. 1952 in Korntal (Württemberg), studierte Germanistik und Anglistik. Nach einer Tätigkeit an der schottischen Universität Dundee arbeitete sie als Lehrerin in Deutschland und in Helsinki, wohin sie 1989 zog. Seit 1998 lebt sie als freie Schriftstellerin und Lyrik-Übersetzerin in einem Dorf in Südfinnland.
Dorothea Grünzweig wurde mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet, darunter der Lyrik-Preis der Stiftung Niedersachsen (1997), Christian-Wagner-Preis (2004) und der Anke-Bennholdt-Thomsen-Lyrikpreis (2010).

Grünzweigs Gedichte bringen mit wortschöpferischen Bildern von Natur und Sein die Dunkelheit ans Licht. Sie hallen nach und weiten sich in Kokkos Improvisationen, wo durch Looptechnik mehrschichtige Klanglandschaften entstehen.

Die Termine:

SA 01.10.2016 | 19.00 | Restaurant Koulu, Eerikinkatu 18, Turku
Dorothea Grünzweig (Rezitation) & Laura Kokko (Violine): Kaamos Kosmos
Poesie und Musik | Sprache: Deutsch und Finnisch | Eintritt frei | Veranstalter: Goethe-Institut

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Wladimir Kaminer

Wladimir Kaminer Foto: Thomas Meyer Wladimir Kaminer wird 1967 in Moskau geboren. Er absolviert eine Ausbildung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk und studiert anschließend Dramaturgie am Moskauer Theaterinstitut. 1990 kommt er nach Berlin und lebt die erste Zeit in einem Wohnheim in Marzahn. Später besetzt er eine Wohnung am Prenzlauer Berg, lernt Deutsch und fängt an zu schreiben. Er veröffentlicht regelmäßig Texte in Zeitungen und Zeitschriften. Die „Russendisko“, die seinem ersten Erzählband den Titel gibt und ihn auf Anhieb berühmt macht, findet nach wie vor in regelmäßigen Abständen im Café Burger statt. Am Freitag, 30.9.2016 hat das Turkuer Publikum die Möglichkeit, Kaminers Russendisko im Dynamo zu erleben, am Samstag, 1.10.2016 gibt es eine zweite Party im Dubrovnik in Helsinki.
Wladimir Kaminer besucht die Buchmesse Turku auf Einladung des Verlags Sammakko in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Finnland. Seine Auftritte sind außerdem Teil des Schwerpunktthemas Migration.
Kolumne "Die Deutschen und die Unordnung"

Die Termine:

FR 30.09.2016 | 22-24 | DYNAMO, LINNANKATU 7, TURKU
WLADIMIR KAMINER: RUSSENDISKO
Club | Eintritt frei | 18 + | Veranstalter: Goethe-Institut Finnland, Like & Sammakko 

SA 01.10.2016 | 14.05—14.35 | AGRICOLA
WLADIMIR KAMINER: VENÄLÄISET NAAPURINI
Autoreninterview | Der Autor liest aus seinem neuen Werk und diskutiert darüber mit dem Publikum | Veranstalter: Goethe-Institut Finnland und Sammakko

SA 01.10.2016 | 22-04 | DUBROVNIK, EERIKINKATU 11, HELSINKI
WLADIMIR KAMINER UND DJ BORZIN: RUSSENDISKO
Club | 18+ | Karten: 9 € (digelius.com) | Veranstalter: Goethe-Institut Finnland und Club Balkan Fever

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Sylvia Löhken

Dr. Sylvia Löhken Foto: Into Kustannus Dr. Sylvia Löhken ist Sprachwissenschaftlerin, zertifizierter Coach und war zehn Jahre als Wissenschaftsmanagerin in Deutschland und Japan tätig. Ihre Bücher für Intros und Extros wurden Bestseller und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Löhken besucht die Buchmesse Turku auf Einladung des Verlags Into Kustannus in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut.

Sylvia Löhken ist Expertin für den wohl wichtigsten Unterschied in der Persönlichkeitstypologie: Intro- und Extroversion.  In ihren Vorträgen, Trainings und Coachings zeigt Löhken leisen und nicht so leisen Menschen ihre starken Seiten. Sie weiß Wege, wie Intro- und Extrovertierte in ihrer Zusammenarbeit das Beste erreichen. Mit ihren eigenen Mitteln. Und mit allen Unterschieden.
Ihr neues, ins Finnisch übersetzte Buch heißt „Intros und Extros. Wie sie miteinander leben und voneinander profitieren“ (Finnisch: »Introt ja ekstrot - vastaparista voimapariksi«, Into Kustannus, 2016, Übersetzung: Kirsimarja Tielinen). Es zeigt neue Wege zu einem guten Zusammenwirken unterschiedlicher Persönlichkeiten - im Business und anderswo.

Das Buch räumt, u.a. anhand von Praxisbeispielen, mit Mythen auf und bringt neuen Wind in unsere gewohnten Interaktions- und Handlungsweisen. Löhken geht es in ihrem Buch vor allem darum zu zeigen, dass Intro- und Extrovertierte im Arbeitsleben wie auch in anderen Bereichen am erfolgreichsten sind, wenn sie zusammenarbeiten.

Die Termine:

SO 02.10.2016 |  | 13.10—13.35 | TIETO
DR SYLVIA LÖHKEN: INTROS UND EXTROS. WIE SIE MITEINANDER LEBEN UND VONEINANDER PROFITIEREN
Autoreninterview | Roman Schatz diskutiert mit der Autorin über ihr Buch | Sprache: Deutsch | Veranstalter: Goethe-Institut Finnland und Into Kustannus

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Terézia Mora

Terézia Mora Foto: Peter von Felbert Terézia Mora wurde 1971 in Sopron, Ungarn, geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Sie zählt zu den bedeutendsten deutschen Gegenwartsautorinnen und zu den renommiertesten Übersetzerinnen aus dem Ungarischen. 1999 sorgte sie mit ihrem literarischen Debüt, dem Erzählungsband „Seltsame Materie“, für Furore. Für diese Erzählungen wurde sie mit dem Open-Mike-Literaturpreis, dem Ingeborg-Bachmann-Preis (1999) und dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis (2000) ausgezeichnet. 2004 erschien der Roman „Alle Tage“, der ausnahmslos von der Kritik gelobt wurde und großen Anklang bei den Lesern fand. Für den Roman erhielt sie den Mara-Cassens-Preis für das beste Romandebüt des Jahres, den Kunstpreis Berlin, den LiteraTour-Nord-Preis und den Preis der Leipziger Buchmesse. 2009 erschien der ebenfalls hochgelobte Roman "Der einzige Mann auf dem Kontinent" und im Herbst 2013 „Das Ungeheuer". Für letzteren erhielt Terézia Mora den Deutschen Buchpreis. Ihr aktuelles Buch »Die Liebe unter Aliens« ist dieses Jahr erschienen.
Terézia Mora besucht die Buchmesse Turku auf Einladung des Goethe-Instituts Finnland und nimmt u.a. an einer Podiumsdiskussion zum Schwerpunktthema Migration & Literatur teil. Zudem wird sie mit dem ungarischen Autor László Marton, der ebenfalls als Übersetzer arbeitet, über ihre Arbeit als „literarische Doppelagentin“ diskutieren.

Roman Das Ungeheuer

Arbeit, Arbeitsweg und Schlaf. So sah das erfolgreiche Leben von Darius Kopp aus. Bis er eines Tages den Job verlor und seine Frau sich bald darauf das Leben nahm. Seitdem lebt er apathisch dahin, verlässt für Monate die Wohnung nicht und tötet die Zeit mit Fernsehen und Fertigpizza. Er beschließt neue Wege zu gehen: Darius will das auf Ungarisch geschriebene Tagebuch seiner Frau lesen, und er muss ihre Urne beisetzen. Aber wo? In ihrem ungarischen Heimatdorf oder in Budapest oder an den Hängen des Ararat? So begibt sich Darius auf eine lange Reise – auf der Suche nach der Wahrheit über seine Frau und über sich selbst.

Erzählungen Die Liebe unter Aliens

Ein Ausflug ans Meer soll ein junges Paar zusammenführen. Ein Nachtportier fühlt sich heimlich zu seiner Halbschwester hingezogen. Eine Unidozentin flieht vor einer gescheiterten Beziehung und vor der Auseinandersetzung mit sich selbst. Ein japanischer Professor verliebt sich in eine Göttin. Kunstvoll erzählt Terézia Mora von Menschen, die sich verlieren, aber nicht aufgeben, die verloren sind, aber weiter hoffen. Wir begegnen Frauen und Männern, die sich merkwürdig fremd sind und zueinander finden wollen. Einzelgängern, die sich ihre wahren Gefühle nicht eingestehen. Träumern, die sich ihren Idealismus auf eigensinnige Weise bewahren. Mit präziser Nüchternheit spürt Mora in diesen zehn Erzählungen Empfindungen nach, für die es keinen Auslass zu geben scheint, und erforscht die bisweilen tragikomische Sehnsucht nach Freundschaft, Liebe und Glück.

Die Termine:

SA 01.10.2016 | 11.45—13.10 | AUDITORIO
MIGRATION AND LITERATURE
Panel discussion | Participants: Marica Bodrožić, Terézia Mora, Hanna-Leena Nissilä, Alexandra Salmela. Host: Stefan Moster | Language: English | Organiser: Goethe-Institut Finnland

SA 01.10.2016 | 15.00—15.30 | EINO
TERÉZIA MORA: DIE LIEBE UNTER ALIENS
Autoreninterview | Terézia Mora liest aus ihrem neuesten Buch und diskutiert mit Stefan Moster darüber. | Sprache: Deutsch | Veranstalter: Goethe-Institut Finnland

SA 01.10.2016 | 15.30—16.15 | EINO
TERÉZIA MORA, LÁSZLÓ MARTON: LITERARISCHE DOPPELAGENTEN. ÜBER DAS DASEIN ALS AUTOR UND ÜBERSETZER
Diskussion | Terézia Mora und der ungarische Autor und Übersetzer László Marton diskutieren über ihre Arbeit. | Moderation: Iris Schwank | Sprache: Deutsch, Zusammenfassung auf Finnisch | Veranstalter: Goethe-Institut Finnland und Balassi-Institut, Helsinki

SA 01.10.2016 | 16.40—17.20 | GOETHE-STAND A58
TERÉZIA MORA
Signierstunde | Veranstalter: Goethe-Institut

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Stefan Moster

Stefan Moster Foto: Mathias Bothor Stefan Moster, geboren 1964 in Mainz, ist Autor, Übersetzer, Lektor und Herausgeber. Er unterrichtete an den Universitäten München und Helsinki. „Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels“ war Mosters Debütroman, auf den „Lieben sich zwei“ (mare, 2011), „Die Frau des Botschafters“ (mare, 2013) und „Neringa oder Die andere Art der Heimkehr“ (mare 2016) folgten. Er hat u.a. Werke von den finnischen Autoren Kristina Carlson, Kari Hotakainen, Jouni Inkala, Olli Jalonen, Daniel Katz, Rosa Liksom, Aki Ollikainen, Hannu Raittila, Ilkka Remes, Markku Ropponen und Petri Tamminen ins Deutsche übersetzt. Neben dem Münchner Literaturstipendium für Übersetzung erhielt er 2001 den Staatlichen finnischen Übersetzerpreis.

Auf der Buchmesse Turku wird er die finnische Übersetzung seines Romans „Die Frau des Botschafters“ (mare 2013/ „Suurlähettilään vaimo“, Siltala) präsentieren: die bewegende Geschichte einer ungleichen Freundschaft, einer Ehe und der Liebe einer Mutter zu ihrem Kind. Ein elegant erzählter Roman über die Entwicklung einer Frau und die Frage, was es heißt, Mensch zu sein - getaucht in das berückende Licht des Nordens. Stefan Moster lebt in Berlin und besucht die Buchmesse Turku auf Einladung des Goethe-Instituts Finnland und des Verlags Siltala. Neben eigenen Veranstaltungen tritt er als Moderator u.a. für das Panel zum Thema Literatur und Migration auf.

Die Termine:

FR 30.09.2016 | 16.10-16.35 | AGRICOLA
STEFAN MOSTER: DIE FRAU DES BOTSCHAFTERS
Autoreninterview | Mikko Fritze (Goethe-Institut Finnland) diskutiert mit dem Autor über sein neuestes auf Finnisch erschienenes Buch | Sprache: Deutsch und Finnisch | Veranstalter: Goethe-Institut Finnland und Siltala Kustannus

SA 01.10.2016 | 11.45—13.10 | AUDITORIO
MIGRATION AND LITERATURE
Panel discussion | Participants: Marica Bodrožić, Terézia Mora, Hanna-Leena Nissilä, Alexandra Salmela. Host: Stefan Moster | Language: English | Organiser: Goethe-Institut Finnland

SA 01.10.2016 | 15.00—15.30 | EINO
TERÉZIA MORA: DIE LIEBE UNTER ALIENS
Autoreninterview | Terézia Mora liest aus ihrem Buch und diskutiert mit Stefan Moster darüber. | Sprache: Deutsch | Veranstalter: Goethe-Institut Finnland

SA 01.10.2016 | 14.35—15.00 | AGRICOLA
JENNY ERPENBECK: GEHEN, GING, GEGANGEN
Autoreninterview | Jenny Erpenbeck liest aus ihrem neuen Werk und diskutiert darüber mit Stefan Moster | Sprachen: Deutsch, Finnisch | Veranstalter: Goethe-Institut Finnland

SA 01.10.2016 | 16.10—16.40 | GOETHE-STAND A58
JENNY ERPENBECK
Werkstattgespräch und Signierstunde | Stefan Moster diskutiert
mit der Autorin über ihr Schreiben. | Sprache: Deutsch | Veranstalter:
Goethe-Institut

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Wilhelm Schmid

Wilhelm Schmid, geb. 1953, lebt als freier Philosoph in Berlin und lehrt Philosophie als außerplanmäßiger Professor an der Universität Erfurt. Viele Jahre lang war er als Gastdozent in Riga und Tiflis, sowie als »philosophischer Seelsorger« an einem Krankenhaus bei Zürichtätig. Der Bestsellerautor (»Glück«) präsentiert nun sein Buch Gelassenheit (Suhrkamp/Insel, 2014), in dem es ihm darum geht, Gelassenheit nicht einfach nur zu proklamieren, sondern lebenspraktisch zu zeigen, wie sie erreicht werden kann.

Wilhelm Schmid besucht die Buchmesse Turku auf Einladung des Verlags Aula & Co, in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Finnland.

Zum Buch Gelassenheit - Was wir gewinnen, wenn wir älter werden

Dieses Buch zeigt in zehn Schritten den Weg zur Gelassenheit auf. Es scheint an ihr zu fehlen: Die fortschreitende Moderne wühlt die Menschen dermaßen auf und wirbelt ihr Leben so sehr durcheinander, dass die Sehnsucht nach Gelassenheit wächst. Sie war ein großer Begriff seit der Antike. In der Moderne aber geriet sie in Vergessenheit. Sie wurde zum Opfer des modernen Aktivismus, des wissenschaftlich-technischen Optimismus. Die Zurückhaltung, die sie verkörperte, galt nicht als Tugend. Eine bestimmte Lebenszeit schien lange wie geschaffen für die Gelassenheit: Das Älterwerden. Aber auch daraus ist eine stürmische Zeit geworden, die Gelassenheit will nicht mehr so ohne Weiteres gelingen. Wie ist sie wiederzugewinnen? Kann die älter werdende Gesellschaft eine gelassenere sein?

Die Termine:

SO 02.10.2016 | 13.35—14.00 | TIETO
WILHELM SCHMID: WAS WIR GEWINNEN, WENN WIR ÄLTER WERDEN?
Interview | Wilhelm Schmid spricht mit Anke Michler-Janhunen über sein neues Buch | Sprachen: Deutsch/Finnisch | Veranstalter: Goethe-Institut Finnland, Aula-kustannus

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Mark Terkessidis

Mark Terkessidis Foto: Mark Terkessidis Mark Terkessidis, geboren 1966, ist Psychologe, Journalist und Publizist und arbeitet über Jugend- und Popkultur, Migration und Rassismus. Er schreibt u.a. für Die Zeit, die tageszeitung, Spex, Texte zur Kunst und WDR.

In seinem Buch „Interkultur“ (Suhrkamp 2010) plädiert Mark Terkessidis für eine radikale interkulturelle Öffnung. Da Autoren und Regisseure wie Wladimir Kaminer oder Fatih Akin nicht länger auf ihre Herkunft reduziert werden wollen und die Vorstellungen von deutscher Kultur verändert haben, sollten, so Terkessidis, die alten Konzepte überwunden werden. Alle Institutionen müssten darauf abgeklopft werden, ob sie Personen, egal welcher Herkunft, auch tatsächlich die gleichen Chancen auf Teilhabe einräumen. Nur so können die Potentiale einer vielfältigen Gesellschaft fruchtbar gemacht werden. In „Kollaborationen“ (Suhrkamp 2015) knüpft er an diese Gedanken an: eine Gesellschaft der Vielfalt, so Terkessidis, kann nur funktionieren, wenn viele Stimmen gehört werden und unterschiedliche Menschen zusammenarbeiten.

Terkessidis besucht die Buchmesse Turku auf Einladung des Goethe-Instituts Finnland und wird eine Keynote zum Thema Chancen und Herausforderungen von Migration in Kultur und Gesellschaft halten.

Die Termine:

SA 01.10.2016 | 11.15—11.45 | AUDITORIO
MARK TERKESSIDIS: IS MIGRATION CAUSING A CRISIS IN EUROPE?
Keynote | Language: English | Organisers: Goethe-Institut Finnland, Siirtolaisinstituutti (The Institute of Migration)

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Jan Costin Wagner

Jan Costin Wagner Foto: Gunter Glücklich Jan Costin Wagner, geb. 1972, lebt als freier Schriftsteller und Musiker bei Frankfurt am Main und in Finnland. Seine Kriminalromane um den Turkuer Kommissar Kimmo Joentaa sind hochgelobt. Sie wurden vielfach ausgezeichnet (u.a. Deutscher Krimipreis, Nominierung zum Los Angeles Times Book Prize) und in 14 Sprachen übersetzt. Der Roman „Das Schweigen" wurde 2010 fürs Kino verfilmt. Zuletzt erschien „Tage des letzten Schnees" (2014).
In Turku ist er auf Einladung des Goethe-Instituts Finnland und wird sein neuestes Buch „Sonnenspiegelung“ (2015) vorstellen (sowie mögliche Fragen zu Kimmo Joentaa beantworten).

Buch Sonnenspiegelung Geschichten von Leben und Tod

Liebe, Tod, Trauer, Ohnmacht und Schuld – Jan Costin Wagners Geschichten verschlagen einem beim Lesen den Atem und hallen noch lange nach. In seinen acht abgründigen, tief berührenden Geschichten zeigt der Autor, was er am besten kann: filmisch präzise, bildstarke Szenen entwerfen, knappe, kraftvolle Dialoge schreiben. Und mit seinem sezierend-kühlen, gleichzeitig zutiefst warmherzigen Erzählerton dem Geschehen eine Sogwirkung geben, die einen bis zur letzten Seite in Bann hält. Zentrales Thema der Erzählungen in „Sonnenspiegelung" ist der Verlust, vor allem durch den Tod einer bzw. eines Angehörigen. In jeder der Geschichten erleben wir mindestens eine Figur in einer Lebenskrise. Unfähig zur Kommunikation, bemühen sich die Menschen krampfhaft, die Abgründe, die sich vor ihnen auftun, hinter einer Fassade der Normalität zu verbergen. Jan Costin Wagner versteht es wie kein Zweiter, seine Leser in psychologische Fallen zu locken: Gerade wenn man denkt, alles durchschaut zu haben, eröffnet sich eine völlig neue, unerwartete Perspektive auf das Erzählte.

Die Termine:

SA 01.10.2016 | 10.45—11.10 | AGRICOLA
JAN COSTIN WAGNER: SONNENSPIEGELUNG
Autoreninterview | Der Autor liest aus seinem neuesten Buch, diskutiert mit dem Publikum und beantwortetet mögliche Fragen zu seiner Krimiserie mit Kimmo Joentaa, die in Turku spielt. | Moderation: Mikko Fritze | Sprache: Deutsch | Veranstalter: Goethe-Institut Finnland

SA 01.10.2016 | 11.30-12.30 | GOETHE-STAND, A58
JAN COSTIN WAGNER
Signierstunde | Veranstalter: Goethe-Institut und WSOY

SA 01.10.2016 | 15.40—16.30 | AUDITORIO
GLOBAL AND LOCAL
Panel discussion | Participants: Donna Leon, Denise Rudberg, Jan Costin Wagner, Jari Järvelä | Language: English | Organiser and Host: Suomen dekkariseura (The Finnish Whodunit Society)

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