Konzert Frühlingskonzert

Kristina, Vivian und Fatima Foto: Kristina, Vivian und Fatima

DI 24.04.2018, 18 Uhr

Goethe-Institut

Salomonkatu 5 B
Helsinki

Bach, Serksnyte, Chopin, Prokofjew, Schoenfield

  
Programm
  • J. S. Bach: Das Wohltemperierte Klavier, Buch II:
    Präludium und Fuge b-Moll
  • R. Serksnyte: Drei Ostinato-Präludien
  • F. Chopin: Etüde Op.10, Nr. 12
  • S. Prokofjew: Etüde, Op. 2, Nr. 4
Pause
  • P. Schoenfield: Terzett für Klarinette, Violine und Klavier
    (Freylakh, March, Nigun, Kozatzke)

Das 2017 gegündete Trio besteht aus drei Studentinnen der Sibelius-Akademie: Vivial Stolt (Violine),  Fatima Boix Canto (Klarinette) ja Kristina Annamukhamedova (Klavier). Die Musikerinnen haben reichlich  Kammermusik- und Orchestererfahrung sowohl in Finnland als auch im Ausland gesammelt und an den Meisterkursen des französischen Violonisten Jean-Jacques Kantorow und des britischen Pinanisten Hyung-ki Joon teilgenommen.

Paul Schoenfield: Terzett für Klarinette, Geige und Klavier

Im Jahr 1986 bat der Klarinettist David Shifrin den amerikanischen Komponisten und Pianisten Paul Schoenfield darum, ein Trio für Klarinette, Geige und Klavier zu komponieren. Vier Jahre später wurde ein Terzett aufgeführt, das für jüdische Klezmer-Musik typische Melodien mit klassischer Kammermusik und wilder Virtuosität gekonnt kombiniert.
Der erste Teil, Freykleh, wurde nach dem wohl bekanntesten jüdischen Festtanz benannt. Dieser energische und intensive Teil verweist immer wieder auf Melodien und Rhythmen eines Tanzes.
Den zweiten Teil, March also Marsch, hat Schoenfield selbst als ”merkwürdig und einigermaßen teuflisch” geschildert. Dieser Teil variiert Motive, Melodien und Rhythmen, die wir aus jüdischer Volksmusik kennen. Das schöne Hauptthema vereint sich vielfach mit jazzigen, oft sogar brutalen Variationen bis am Ende nur mystische Stille übrig bleibt.
Der dritte und modernste Teil, Niggun, verweist auf improvisiertes gemeinschaftliches Singen, das bei religiösen Zeremonien benutzt wird.
Der vierte Teil Kozatzke ist wild, virtuos und freudevoll – wie der Tanz von russischen Kosaken, der auf einem jüdischen Hochzeitsfest oft den Takt bestimmt.


Kristina Annamukhamendova, Anfang 20, ist passionierte Musikerin. Sie studierte an der Nationalen Kunstschule von M. K. Čiurlionis in Vilnius. Sie hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, bei diversen Wettbewerben und Festivals gespielt und an Tourneen teilgenommen. Derzeit studiert sie im Masterprogramm an der Sibelius-Akademie bei Prof. Erik T. Tawaststjerna.

Fatima Boix wurde 1987 in Alicante, Spanien, geboren. Ihren Bachelor in Musik hat sie am Conservatorio Superior de música Manuel Massotti Littel in Murcia (Spanien) sowie an der Sibelius-Akademie in Helsinki absolviert. Derzeit studiert sie im Masterprogramm der Studienfachrichtung Klarinette unter der Leitung von Olli Leppäniemi, Harri Mäki und Cristoffer Sundqvist an der Sibelius-Akademie.

Vivian Stolt hat mit 5 Jahren angefangen, am Konservatorium in Turku Geige spielen zu lernen. Seitdem ist sie als Solistin, Kammermusikerin und in verschiedenen Orchestern aufgetreten. Stolt hat an vielen Meisterkursen teilgenommen und hat mehrere Stipendien und Förderpreise erhalten. Zur Zeit schließt sie ihr Bachelorstudium unter Leitung von Janne Malmivaara an der Sibelius-Akademie ab.

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