Diskussion Erzähle mir von Europa

Collage mit verschiedenen Personen und Wahrzeichen Europas © Groupe Dejour

DI 15.9.2020, 16-18 Uhr

Bibliothek Oodi

Töölönlahdenkatu 4
Helsinki

Teil des Programms der deutschen EU-Ratspräsidentschaft

Was können wir aus der Geschichte lernen und wie sieht die Zukunft der jungen Menschen in Europa aus? - Diese Fragen stellt die Diskussionsveranstaltung, die verschiedene Generationen an einem Tisch zusammenbringt. Milla Suominen, Aaron Komulainen und Ida Voutilainen vom Jugendrat Espoo diskutieren mit der Autorin Sirpa Kähkönen und dem Fotografen Caj Bremer über die Vergangenheit Europas und wie die junge Generation auf diesem Erbe aufbauend und es verändernd ihre Zukunft gestalten möchte. Moderiert wird die Veranstaltung von Johanna Vuorelma.

Die Veranstaltung wird live gestreamt und kann über den Youtube-Kanal des Goethe-Instituts Finnland verfolgt werden. Fragen am Ende der Veranstaltung sind möglich.

Die maximale Publikumszahl in Maijansali ist 70 Personen.
 

Zum Hintergrund der Veranstaltung

Europa ist mehr als ein Kontinent oder eine Idee. Europa setzt sich aus vielen Geschichten zusammen – persönliche Geschichten von Menschen unterschiedlicher Generationen. Das Projekt „Erzähle mir von Europa“ erweckt Erinnerungen bekannter Europäer*innen zum Leben und lädt zum Zuhören und Diskutieren ein. Mit diesem und zahlreichen weiteren Projekten begleitet das Goethe-Institut zusammen mit dem Auswärtigen Amt die deutsche EU-Ratspräsidentschaft von Juli bis Dezember 2020.

Im Rahmen des Projekts „Erzähle mir von Europa“ laden wir zu Veranstaltungen in vielen europäischen Städten ein, um mit Menschen vor Ort über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Europas zu diskutieren. Grundlage der Diskussion sind Interviews mit bekannten Europäer*innen, die im Europäischen Archiv der Stimmen gesammelt wurden. Darin erzählen Zeitzeug*innen, die vor 1945 geboren wurden, jungen Menschen von ihren Lebenswegen. Sie berühren in den Gesprächen Themen wie Kriege und Konflikte, das Gefälle zwischen Stadt und Land, Geschlechter(un)gerechtigkeit, Religionsfreiheit oder die Rückkehr von Nationalismus. Auch die verschiedenen Perspektiven auf Europa aus Ost und West werden deutlich.
Aus Finnland wurden der Fotograf Caj Bremer und die Übersetzerin Leena Oravilahti interviewt.
Eine Klangcollage des Tonkünstlers Marc Matter wird Passagen aus den Gesprächen aufgreifen und für die Besucher*innen auf den Veranstaltungen sinnlich erfahrbar machen.

Die Erzählungen regen dazu an, über die aktuelle Verfasstheit Europas zu reflektieren. Seit einigen Jahrensteckt Europa in einer schweren Krise. Die Folgen der Covid-19 Pandemie haben diese in den letzten Monaten noch verschärft. Welche Impulse möchten junge Menschen geben, um dieses generationsübergreifende Projekt fortzuführen und die Geschichte weiter zu schreiben? Auf welchen Werten haben wir Europa aufgebaut? Was kann und soll das politische, gesellschaftliche und kulturelle Projekt in Zukunft sein?

​Einige Interviews aus dem Europäischen Archiv der Stimmen können Sie hier nachlesen. Im Gespräch mit jungen Menschen erzählen etwa die ehemalige Präsidentin Islands Vigdís Finnbogadóttir, der französische Drehbuchautor Jean-Claude Carrière oder der slowakische Philosoph Egon Gál von ihren Lebenswegen und Erfahrungen von Krieg, Unterdrückung und Flucht in Europa.

Dieses EU2020-Projekt des Goethe-Instituts wird gefördert mit Sondermitteln des Auswärtigen Amts zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020.
GI_AA_EU20_Logo Bild: GI_AA_EU20

 

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