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Band des Monats
Stephan Eicher

Stephan Eicher: Bardentreffen
Stephan Eicher: Bardentreffen | CC BY 3.0 DE Ralf Schulze rs-foto.de.jpg

Stephan Eicher wurde als Sohn einer elsässischen Mutter und eines jenischen (zur Gruppe der Jenischen gehörig) Vaters am 17. August 1960 in der Nähe von Bern in der Schweiz geboren. Durch seine Wurzeln bekam er ein hohes Maß an Vielseitigkeit in die Wiege gelegt. In seiner Familie gibt es großes musikalisches Talent, denn sowohl Stephans Vater als auch seine beiden Brüder sind Musiker. 

Seine Lieder interpretiert er in zahlreichen Sprachen wie Deutsch, Berndeutsch, aber auch Französisch, Englisch und Italienisch. Schon in seiner Jugend reist Stephan Eicher viel und nimmt verschiedene kleine Jobs an. Anfang der 1980er Jahre beginnt er eine Ausbildung an der Züricher F+F Schule für Kunst und Design.

Ich möchte ein Eisbär sein im kalten Polar
Dann müsste ich nicht mehr schrei'n
Alles wär' so klar
Eisbär'n müssen nie weinen

Grauzone, Eisbär (1981)

Zuvor hat er seine erste Band The Noise Boys gegründet und erste Schritte mit der Komposition an Computern und mehreren Synthesizern gleichzeitig unternommen. Gemeinsam mit seinem Bruder Martin gründet er 1980 die Band Grauzone, die mit der Single Eisbär ihren ersten großen Erfolg feiert. Sein avantgardistischer Stil lässt sich zu diesem Zeitpunkt der Industrial Music und der Neuen Deutschen Welle zuordnen.

Immer mit Bodenkontakt

In seinem jungen Alter mit dem überraschenden Erfolg stark überfordert, zieht sich Stephan Eicher nach Bologna zurück, wo er in einen Radiosender investiert. Durch den Kontakt zur Band Liliput macht er später zwei für ihn wichtige Bekanntschaften: Klaudia Schifferle, die Bassistin der Band, und Martin Hess, den Manager. Gemeinsam nehmen sie 1983 das erste Soloalbum Stephan Eichers Les Chansons Bleues auf.

Daraufhin gleitet Stephan als sehr angesagter Künstler auf der Erfolgswelle, wie beispielsweise der ausgebuchte Konzertsaal des Pariser Olympia zeigt. Außerdem geht er eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Philippe Djian ein. Mit dem Album Engelberg und dem äußerst erfolgreichen Song Déjeuner en paix öffnet sich Stephan Eicher 1991 einem breiten Publikum. Um an diesen enormen Erfolg anzuknüpfen, zieht sich Stephan erneut zurück und kann bis heute durch seinen Facettenreichtum an Klängen und Emotionen begeistern.

Plus rien ne la surprend sur la nature humaine
C'est pourquoi elle voudrait enfin si je le permets
Déjeuner en paix

Stephan Eicher, Déjeuner en paix (1991)
 

Immer wieder arbeitet Stephan Eicher auch mit Künstlern anderer Genres zusammen wie zuletzt 2017 mit dem erfolgreichen schweizerischen Schriftsteller Martin Suter. Außerdem tritt er häufig als Komponist für bekannte Größen in Erscheinung, u. a. für die französischen Sänger Raphaël und Mickey 3D und zu seiner Zeit auch für den großen Johnny Hallyday. Anfang 2019 kehrt er mit dem Album Hüh! und der Band Traktorkestar zu seinen nomadischen Wurzeln zurück. Aktuell tourt Eicher mit dem Album Homeless Songs durch Frankreich, die Schweiz und Belgien.
 

Vielseitige Zurückhaltung und unermüdliche Kreativität

Stephan Eichers Stil zeichnet sich durch eine einzigartige und große Vielfalt der Klänge aus. Dabei ist er stets experimentierfreudig und vermischt akustische Klänge mit elektronischen. Virtuos spielt er mit den verschiedensten Musikstilen von Folk und Weltmusik über Pop und Elektro bis hin zur Chanson française und französischem Rock. Dabei erfindet er seine Musik stets neu. Wie kaum ein anderer versteht es Stephan Eicher, dem Publikum Emotionen zu vermitteln und bleibt dabei doch persönlich angenehm zurückhaltend.
 

DISKOGRAPHIE:

Alben
2019                Hüh!
2019                Homeless Songs
2017                Song Book
2012                L' envolée
2010                Spielt Noise Boys 
2009                Traces
2007                Eldorado
2004                Tour Taxi Europa
2003                Taxi Europa
2003                Monsieur N.
2001                Hotel*s
1999                Louanges
1996                1000 Vies
1994                Non ci badar – guarda e passa
1993                Carcassonne
1991                Engelberg
1989                My Place
1987                Silence
1985                I Tell This Night
1983                Les Chansons Bleues
1982                Souvenir (EP)
1982                Les filles du Limmatquai (EP)
1980                Stephan Eicher spielt Noise Boys (EP)

Videos & DVDs
2009                Eldorado-Trio Live
2004                Tour Taxi Europa
2003                Film*s
1994                Guarda e passa

 

Band des Monats auf Spotify

Hände und Gitarre © Colourbox.com, ldutko Jeden Monat stellen wir euch eine Band oder eine*n Sänger*in aus einem deutschsprachigen Land vor – den Musikstilen sind keine Grenzen gesetzt. Mit dieser Playlist könnt ihr in die Musik der vorgestellten Künstler*innen hineinschnuppern.

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