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Band des Monats
Mele

Frau auf Bühne
© Goethe-Institut Lyon

Im Gepäck hatten sie dabei ihren etwas anderen alternativen Pop aus Deutschland. Am 22. Januar 2020 war die junge Band aus Osnabrück auch im Goethe-Institut Lyon zu Gast. Neben ihren Liedern gab sie auch für sie wichtig erscheinende deutsche Sätze an das Publikum weiter.

Im Gepäck hatten sie dabei ihren etwas anderen alternativen Pop aus Deutschland. Am 22. Januar 2020 war die junge Band aus Osnabrück auch im Goethe-Institut Lyon zu Gast. Neben ihren Liedern gab sie auch für sie wichtig erscheinende deutsche Sätze an das Publikum weiter. Darunter fiel unter anderem, wie man richtig Currywurst bestellt: "Moin Meister, eine Currywurst Pommes, aber zack, zack". Ein Wissen, welches man in Deutschland sehr leicht und lebensnah praktisch umsetzen kann!

 


 

Wer steckt eigentlich hinter dieser jungen Band und was macht ihren Pop so alternativ?
 

Hinter dem Bandnamen MELE verbirgt sich ganz unverblümt zunächst einmal MELE selbst (Marlene Schittenhelm). Sie ist die Sängerin der Band und spielt gleichzeitig Bass und Keyboard. Unterstützt wird sie von Luca Seitz am Schlagzeug und Carl Tirschler an der Gitarre. Kennengelernt haben sich die drei Musikliebhaber an der Universität. Dort haben sie bereits festgestellt, dass sie super miteinander musizieren können. Zusammen bilden sie heute eine deutsche Band, welche auch in den kommenden Jahren die Musikwelt mit ihrer etwas speziellen Popmusik aufhorchen lassen wird. Das Keytar und die elektronischen Drumsounds bilden dabei das Sahnehäubchen auf ihrer etwas anderen Musik.

Ihre Texte beeindrucken vor allem durch ihre 100-prozentige Ehrlichkeit. Egal ob lustig oder melancholisch, wahr sind sie auf jeden Fall und zumeist auch untergründig gesellschaftskritisch. Wie die Band selbst erklärt, sind die Thematiken ihrer Texte dabei komplett unterschiedlich. Es geht um alle Themen des Lebens von Schmerz und Trennung bis hin zu Freundschaft und Liebe…

„[…] Ey was treibst du denn grad, Babe, ich wär für nen Vino am Start    
Ey nicht, dass du denkst da wär mehr, meine Letzte ist noch gar nicht lang her
Ey ich wollt ma fragen, ob du down damit bist, wenn wir noch andere sehen    
Ey ich bin echt nicht gemacht für dieses Paarding, das musst du verstehen
Äh ja klar, kein Problem, ich will auch keine
Mono mono mono
mono mono gamie, denn ich fahr lieber Stereo
[…]

Ey, du guckst ja so traurig, du bist doch heute selbst schon verplant
Ey, morgen komm ich wieder, nur für dich und dann wird abgesahnt
Bäh, du tickst doch nicht richtig, ich will doch nur
Mono mono mono
mono mono gamie, aber du fährst lieber Stereo […]“

(Monogamie, MELE)


Der Inhalt ihrer Texte basiert dabei ganz grundlegend auf von MELE bereits selbst erlebten Situationen und Stimmungen. Falls dies nicht der Fall ist, so meint die junge Musikerin, lässt sie sich auch gerne von Alltäglichem inspirieren, wie der Kunst, von Freund*innen, Liedern, Straßenschildern… Die Musik selbst bezeichnet die Band als „alternativen“ Deutschpop, da ihre Texte etwas frecher wären und andere Themen behandelten als der traditionelle Deutschpop.
 

On Tour durch Frankreich – Kleine Eindrücke aus Lyon
 

Bei den Schülerkonzerten der Region Auvergne-Rhône-Alpes erreichte MELE mit ihrer sympathischen Art und dem natürlichen jugendlichen Deutsch auch die jungen Besucher*innen. Während des Konzerts in Lyon passierte, was die Band selbst wohl nicht für möglich gehalten hätte: Die Schüler*innen sangen nicht nur tatkräftig bei ihren Liedern mit, sondern wünschten sich auch noch ein an diesem Tag nicht vorgesehenen Song. Kurzerhand disponierte die Band um und spielte „Deine Cousine“…

„Ah, sie ist deine Cousine!
Sind das die Hormone oder wahre Liebe?
Ah, sie ist deine Cousine?
Tust du so oder nicht? […]“

(Deine Cousine, MELE)


Als MELE im Laufe des Vormittags dann auch noch ein Lied von Angèle auf Französisch sang, war die Begeisterung der Zuhörer*innen umso größer (Angèle ist eine junge, vor allem in dieser Altersklasse sehr bekannte Sängerin aus Belgien).

Die Band selbst war von ihren Auftritten in Frankreich übrigens genauso begeistert wie ihre Zuhörer*innen: „Es war wirklich wahnsinnig schön, dass sich die französischen Schüler*innen so auf unsere Musik einlassen konnten und auch richtig mitgegangen sind und gefeiert haben. Das war eigentlich fast bei jeder Location so. Super schön.“

Das persönliche Highlight von MELE bei der Tour in Frankreich war dabei die bereits zuvor erwähnte Currywurstbestellung in Lyon: „Als ich den Schüler*innen den Satz ‚Moin Meister, eine Currywurst Pommes, aber zack, zack‘ beigebracht habe, haben die so laut geschrien und mitgemacht, das war so lustig und auf jeden Fall mein Lieblingsmoment auf der Tour.“ 

Die acht Auftritte der Band in Frankreich wurden auf eine Anfrage des Goethe-Instituts hin initiiert. Obwohl sie ja eigentlich in deutscher Sprache spielen, haben sie mit Begeisterung für die Frankreich-Tour eingewilligt. Es geht ja schließlich um die deutsch-französische Freundschaft und den Austausch zwischen den Ländern. Auch wenn die zwei Wochen in Frankreich für sie mit viel Stress verbunden war, hat die Band die Tournee scheinbar ganz gut überstanden und hatten laut eigenen Angaben jede Menge Spaß!

„[…]
Manchmal ist man an nem Punkt, da
hat man alles schon gesagt
Wir haben alles schon gesagt
Ja, wir sind jetzt an nem Punkt,
da haben wir alles schon gesagt
Wir haben alles schon gesagt
Bye Bye
Bye Bye
Bye Bye
Wir hatten genug Zeit“

„[…]

(Bye Bye, MELE)

Alles schon gesagt, das stimmt erst Mal für diesen Kurzbericht und ihre erste Tour durch Frankreich. Für die Zukunft wird es aber auf jeden Fall noch einiges von und über MELE zu berichten geben!
 

SINGLES:

2017: Tschau Karen (EP)
2017: Gedanken in Blau
2017: Bye Bye
2018: I don't care
2018: Monogamie
2019: Eisamstiel
2019: Deine Cousine
2020: Touché touché
 

 

Band des Monats auf Spotify

Hände und Gitarre © Colourbox.com, ldutko Jeden Monat stellen wir euch eine Band oder eine*n Sänger*in aus einem deutschsprachigen Land vor – den Musikstilen sind keine Grenzen gesetzt. Mit dieser Playlist könnt ihr in die Musik der vorgestellten Künstler*innen hineinschnuppern.

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