App zu "Ich packe meinen Koffer" nach Regina Schwarz
Ich packe meinen Koffer

Buchcover: Ich packe meinen Koffer- Regina Schwarz und Julia Dürr © Tulipan Das alte Kinderspiel, gleichzeitig eine 1a Gedächtnisübung, ist Thema des von Julia Dürr bildschön gestalteten Bilderbuches.
Der Bus steht vor der Tür, die Fahrerin hupt ungeduldig, alleine der Koffer ist noch nicht gepackt.
Hinein also mit den Siebensachen, aber was sind das für komische Dinge:
Picknickgabeln, Zirkusreifen, die Hose mit den Zebrastreifen, eine Katze samt Korb und gar ein gruseliger Zombiefresser. Als zum Schluss auch noch 3 Ahornblätter dazu kommen, bringen die das Fass zum Überlaufen, äh... den Koffer zum Platzen – und alles geht wieder von vorne los.
Regina Schwarz hat diese fröhliche Urlaubsvorbereitung in wunderbare Verse gepackt, wobei für den genannten Gegenstand jeweils das passende Reimwort gefunden werden muss, das dann den nächsten zu verpackenden Gegenstand bildet. Auf der Suche nach dem richtigen Reimwort hat man jeweils verschiedene Begriffe zur Auswahl: so könnte sich Katze auf Glatze, Fratze oder die aufblasbare Luftmatratze reimen. Auf welchen unbedingt wichtigen Gegenstand die Auswahl fiel, erfährt man dann auf der nächsten Seite.
Alles in allem ein großes Seh- und Sprachvergnügen für aufgeweckte Kinder ab 4 Jahren und Erwachsene bis mindestens 99. 
 
Das empfehlenswerte Bilderbuch hat 2 „Extras“:
ein analoges Poster, auf dem alle für die Reise ausgewählten Dinge
zur Gedächtnisauffrischung abgebildet sind
und eine kostenlose (!) App,
die auch noch sowohl auf apple als auch auf android tablets funktioniert.
 
In der App ist der Bus bereits mit Kindern besetzt und die Busfahrerin fragt: „Was sollen wir spielen?“
 
Zur Auswahl stehen 4 Spiele: Puzzle, Reimen, Packen oder Fangen.
 
Beim Puzzle versucht man, verschiedene Gegenstände durch Ziehen so in den Koffer zu packen, dass alles Platz hat; da ist Geschicklichkeit und vor allem Augenmaß gefragt. Hat man ein Sortiment richtig bewältigt, gibt es eine neue Auswahl an zu verpackenden Dingen.
 
Beim Reimen wird natürlich das Prinzip des Bilderbuches kongenial aufgenommen: zum Text des Buches gilt es den passenden Gegenstand zu finden.
 
Beim Packen fliegen nacheinander Sachen aus dem Koffer und man muss sie in der richtigen Reihenfolge wieder zurück legen.
 
Allein beim Fangspiel ist die Freude schnell vorbei: durch Neigen des Tablets sollen aus dem Haus fliegende Dinge mit dem Koffer aufgefangen werden. Klappt das nicht gleich, ist das Spiel beendet. Das hätte man anders lösen können.
 
Alles in allem eine tolle Ergänzung und Vertiefung des Buches, das so immer wieder neu Spaß macht.
 
Es wäre wunderbar, wenn das bei den Bilderbuchverlagen Schule machen würde.
 
Fazit: in Verbindung mit dem total analogen Kofferpackspiel ist meine Kitasommeraktion in der Bibliothek gerettet !

Katrin Seewald, Pinselfisch