Stefanie Höfler und Franziska Walther Mein Sommer mit Mucks

„Mein Sommer mit Mucks“ von Stefanie Höfler und Franziska Walther © Beltz & Gelberg Mucks heißt eigentlich Fabian und ist ein dünner, hellhäutiger 13jähriger mit hinreißenden Abstehohren- das findet jedenfalls Zonja (mit Z!), die 12jährige Ich-Erzählerin. Sie lernt den schlacksigen Jungen im Freibad kennen, nachdem sie ihn vorm Ertrinken gerettet hat, denn Mucks kann nicht schwimmen. Das ist ungewöhnlich, genau wie seine merkwürdigen Reaktionen auf Nachfragen nach seinem Zuhause. Zonja mag Mucks sehr, seine ernste Art, und dann wieder seine entwaffnenden Lachanfälle. Und schafft es endlich, ihrer Mutter anzuvertrauen, dass sie sich Sorgen um ihren Freund macht.

Was dann passiert, macht das Eingreifen von Zonjas Mutter Mati erforderlich; als Leser ist man dankbar für aufmerksame Erwachsene, die (ihre) Kinder ernst nehmen und in der Lage sind, zu handeln. Nicht nur inhaltlich sondern auch sprachlich absolut überzeugend wird hier eine Mädchenfigur gezeichnet, die Mut macht, Fragen zu stellen, als Außenseiterin zu bestehen und sich bei großen Problemen Hilfe zu holen. Wirklich ein tolles Buch!

Jule Pfeiffer-Spiekermann, „Pinselfisch“