Alexis Jenni
Henri Gaudier-Brzeska

"J’ai rencontré Gaudier au moment où la flotte du Maréchal de l’Air apparut dans le ciel d’Ostie, il dessinait. Il était assis à côté de moi, il avait posé un carnet blanc sur ses genoux, et d’un trait aigu qui n’hésitait pas il croquait à la plume les gens autour de nous, ceux qui s’agitaient, défaillaient, transpiraient, toute la commedia fasciste horripilante, mais on n’en veut jamais très longtemps aux Italiens."

Alexis Jenni: Henri Gaudier-Brzeska – Mon talisman de poche

Alexis Jenni | Henri Gaudier-Brzeska © Helie-Gallimard | Wikimedia

Alexis Jenni

Alexis Jenni wurde 1963 geboren und verbrachte seine Kindheit im Ort Belley im Département Ain, wo seine Eltern leben und am Gymnasium unterrichten. Seit seinem zwölften Lebensjahr schreibt Jenni Kurzgeschichten mit einer Vorliebe für Science-Fiction. Nach seinem Abschluss in Biologie lebt er in Lyon und unterrichtet Naturwissenschaften am Gymnasium. Im Alter von 48 Jahren verfasst er seinen ersten Roman L’Art français de la guerre (Die französische Kriegskunst). Das Werk blickt auf 50 Jahre französische Militärgeschichte zurück und wurde 2011 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Sun Tzu, der weltweit erste Strategievertrag seiner Art (Ve av. J.-C.) dient als Inspirationsquelle für den Roman. Alexis Jenni setzt sich mit der Komplexität bewaffneter Konflikte auseinander und nimmt dabei die Perspektive von Victorien Salagnon ein, einem Veteranen des Zweiten Weltkrieges und des Indochinakrieges, der Zeichner geworden ist. Alexis Jenni ist auch Zeichner.

(Quellen: Le Figaro evene, France inter)

Henri Gaudier-Brzeska

Henri Gaudier wird 1891 in einer bescheidenen Familie in der Gegend von Orléans geboren. Ohne akademische Ausbildung wird er durch Selbststudium Bildhauer. 1911 ziehen er und seine Lebensgefährtin Sophie Brzeska nach London, weil er in Frankreich den Militärdienst verweigert hat. Sein innerhalb von vier Jahren geschaffenes Werk macht ihn zu einem der Vorreiter der modernen Bildhauerei. Zwischen 1911 und 1915 fertigt er mehrere tausend Zeichnungen und über achtzig Skulpturen an, von denen ein Großteil in den Sammlungen der wichtigsten Museen zu finden ist. Gaudier-Brzeskas künstlerisches Schaffen wurde zunächst von Auguste Rodin, aber auch von der primitiven Bildhauerei beeinflusst. Seine Werke sind direkt, dynamisch und weisen klare Spuren des Arbeitsprozesses auf. Ab 1913 wird er zur prägenden Figur des Vortizismus, der britischen Ausprägung des Futurismus. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges kehrt er nach Frankreich zurück, um in den Militärdienst einzutreten. Im Jahre 1915 fällt Gaudier-Brzeska in der Lorettoschlacht. Er ruht auf dem Friedhof von Neuville-Saint-Vaast.

(Quellen: Centre Pompidou, Lycée Gaudier)