Vidéolitté
Online-Buchgespräche
der Goethe-Institute Frankreich

Vidéolitté ist ein digitales Projekt zur Präsentation interessanter Neuerscheinungen und Highlights der deutschsprachigen Literatur. Autor*innen oder Literaturexpert*innen stellen in einem Video durch Gespräche, Lesungen oder kurze Vorträge neue Bücher vor. Auch auf unserem Youtube-Kanal zu finden.

Porträt von Anne Weber Foto (Ausschnitt): © Hermance Triay

Anne Weber: Deutscher Buchpreis 2020

Auf der Frankfurter Buchmesse 2020 erhielt Anne Weber den Deutschen Buchpreis für ihren Roman „Annette, ein Heldinnenepos“, eine Hommage an Anne Beaumanoir, die heute 96 Jahre alt ist. Das Leben dieser Frau, einer ehemaligen Widerstandskämpferin, Ärztin und FLN Kämpferin, welche 1959 verhaftet und zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wurde und floh, wird von Anne Weber in freien Versen erzählt. Im Gespräch mit Bertrand Leclair geht Anne Weber auf die Entstehungsgeschichte ihres Romans und ihr Leben als zweisprachige Schriftstellerin ein.

Porträt von Hans Pleschinski Foto: © Raphael Rueb

Hans Pleschinski: Literaturpreisträger der Konrad-Adenauer-Stiftung 2020

"Hans Pleschinski erzählt davon, wie viel uns die Freiheit wert ist, indem er angesichts der politischen Herausforderungen unserer Zeit eine ethische Verantwortung für gute Ordnung, für Recht und Freiheit übernimmt", betont die Jury. Im Mittelpunkt des Videos steht ein Gespräch zwischen dem Münchner Schriftsteller Hans Pleschinski und dem deutsch-französischen Literaturwissenschaftler und Kritiker Jürgen Ritte. Außerdem können Sie bereits einen Auszug aus einem neuen Roman kennenlernen, der bald veröffentlicht werden soll.
 
Ein Film des Goethe-Instituts Paris und der Konrad-Adenauer-Stiftung im Rahmen der Reihe Vidéolitté

Das Programm MUNICH UNIQUE wird von Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert.
 

Porträt von Mirko Bonné Foto (Ausschnitt): © Gerald von Foris

Mirko Bonné : „Nie mehr Nacht”

Anlässlich der Veröffentlichung des neuen Romans von Mirko Bonné in Frankreich haben wir den Autor und seine Übersetzerin in Hamburg getroffen. In Nie mehr Nacht erforscht der Autor unsere Fähigkeit, sich nach einer Katastrophe wieder neu zu konstruieren. Sein Titel ist der Wunsch, sich vom Leid der Vergangenheit zu befreien, um sich endlich eine leuchtende Zukunft zu ermöglichen. Entdecken Sie diesen Roman mit den Lesungen und Interviews in diesem Video!

Porträt von Christian Berkel Foto (Ausschnitt): © Gerald von Foris

Christian Berkel: „Der Apfelbaum“

Im Dialog mit der Journalistin Raphaëlle Leyris stellt der Schauspieler und Romanautor Christian Berkel seinen ersten Roman vor. In Zusammenarbeit mit Fayard und der literarischen Internetplattform Un endroit où aller, im Rahmen des Festivals für Debütromane.
Otto stammt aus der Arbeiterklasse, Sala aus einer intellektuellen jüdischen Familie. 1938 muss Sala ihre deutsche Heimat und ihre große Liebe verlassen. Während Otto als Sanitätsarzt mit der Wehrmacht in den Krieg zieht, wird Sala bei einem Fluchtversuch verraten und in einem Lager interniert. Nach dem Ende des Krieges und zehn Jahren der Trennung werden sie wieder zueinander finden. Um den Roman seiner Familie zu schreiben, kehrte Christian Berkel zu seinen Wurzeln zurück und reiste viel. Er liefert uns „einen großen Roman über Liebe und Familie, der mit Brillanz erzählt wird“ (FAZ).

Deutscher Buchpreis 2020 Foto: ©vntr.media

Deutscher Buchpreis 2020

Zu Beginn der Frankfurter Buchmesse verleiht eine jährlich wechselnde Jury den Deutschen Buchpreis an den besten deutschsprachigen Roman des Jahres. Sechs Literaturexperten aus sechs französischen Städten stellen Ihnen die diesjährige Shortlist vor. Vom 6. bis 11. Oktober wurde jede Videorezension auf den Facebook-Kanälen der französischen Goethe-Institute gepostet. Entdecken Sie nun alle Beiträge in einem Video!
 

Eine Frau in einer Bibliothek ; vor ihr vier Buchcover Foto: ©Qvasimodo

Tous à la page - Lesetipps für den Sommer

Endlich Sommer! Für uns eine gute Gelegenheit, um die deutsche Journalistin Katja Petrovic zu bitten, uns ihre Favoriten der deutschsprachigen Literatur vorzustellen: vier Romane, die kürzlich in französischer Übersetzung erschienen sind oder bald erscheinen werden und über die man in Deutschland spricht. Sie verdienen es, auch in Frankreich entdeckt zu werden! Der Schauspieler Pierre Morice liest kurze Auszüge aus den Büchern.

Arne Ulbricht und Pierre Morice Fotos (Ausschnitt): © Arne Ulbricht 2019 & Bérengère Briard

Nuit de la Littérature

2020 findet die Nuit de la Littérature erstmals als virtuelle Veranstaltung auf der Internetseite des FICEP statt.
 
Das Goethe-Institut präsentiert in einem zwanzigminütigen Film den deutschen Schriftsteller Arne Ulbricht und sein Buch Maupassant. Das Buch ist 2019 in der Übersetzung von Elisabeth Willenz beim Verlag Éditions du Sonneur erschienen. Der Schauspieler Pierre Morice liest einen Auszug aus dem Buch.
 
Die Jugend eines der großen Schriftsteller der französischen Literatur zu erzählen: Dieses Unterfangen hat sich Arne Ulbricht als Aufgabe gestellt. Von Guy de Maupassants Kindheit in Étretat bis zu seinem ersten literarischen Erfolg, zeichnet Arne Ulbricht das Porträt des Schriftstellers als ergebener Freund und unverdrossener Stimmungsmacher, Verehrer der Natur und der Frauen. Ulbrichts Maupassant ist eine Einladung, das 19. Jahrhundert und die Werke seiner berühmten Autoren (wieder) zu entdecken.

Géraldine Schwarz und Delphine Horvilleur (c) Mathias Bothor / © JF Paga Grasset

Delphine Horvilleur: „Überlegungen zur Frage des Antisemitismus“

In Überlegungen zur Frage des Antisemitismus (Hanser, 2020) erforscht Delphine Horvilleur die Ursprünge antisemitischen Denkens. Was heißt es, jüdisch zu sein, ohne den definierenden Blick des Antisemiten? Und wie hängen Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit zusammen? Delphine Horvilleur ist eine von drei Rabbinerinnen Frankreichs und eine der einflussreichsten Stimmen des liberalen Judentums in Europa. In ihrem Essay beleuchtet sie die fatalen Parallelen von Antisemitismus, Faschismus und Misogynie. Dabei spannt sie den Bogen von religiösen Texten bis hin zur politischen Gegenwart. Ihr Buch eröffnet uns eine neue Perspektive auf eine alte Frage, die sich in unserer Gegenwart erneut mit großer Dringlichkeit stellt. Das Gespräch wurde moderiert von der Journalistin und Autorin Géraldine Schwarz.

In Kooperation mit der VHS Erding

Die Zusammenfassung des Gesprächs auf Deutsch lesen

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