Gespräch
Robert Habeck

Portraitfotos von Robert Habeck
© Dennis Williamson

Wer wir sein könnten: Warum unsere Demokratie eine offene und vielfältige Sprache braucht
Die Veranstaltung ist ausgebucht.

Goethe-Institut Paris

Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, untersucht in seinem neuen Buch die Verbindung zwischen Sprache und Politik.
Nach einer langen Zeit des Schweigens ist die politische Sprache heute aggressiv und demütigend - nicht nur auf der AfD-Seite.
Wo ist die Grenze zwischen konstruktiver demokratischer Meinungsverschiedenheit und einer Sprache, die Dialog zerstört, marginalisiert und entmenschlicht? Ist das alles nur eine Frage des fehlenden Stils?
Robert Habeck erinnert uns daran, dass die Sprache entscheidend für die Gestaltung unserer Demokratie ist. Er setzt sich für einen offenen und vielfältigen politischen Diskurs ein, der in der Lage ist, Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund zusammenzubringen und sie in eine Debatte darüber einzubeziehen, wer wir sein können und wollen.
Sein Buch Wer wir sein könnten erscheint Anfang Februar im Verlag Les Petits Matins erstmals auf Französisch. Der Autor stellt sein Buch im Gespräch mit der Pariser FAZ-Korrespondentin Michaela Wiegel und dem Soziologen Michel Wieviorka vor.
 
Robert Habeck ist Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. In Lübeck geboren, studierte er Philosophie, promovierte an der Universität Hamburg zum Thema literarische Ästhetizität und war gemeinsam mit seiner Frau als Schriftsteller erfolgreich. In seinen Romanen widmet er sich der Frage nach den Einflüssen, die einen Menschen prägen, und dem Spannungsverhältnis von Freiheit und Determination. Von 2012 bis 2018 war Robert Habeck Energiewende-Minister und stellvertretender Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. Seit dem 27. Januar 2018 ist er neben Annalena Baerbock Bundesvorsitzender der Grünen.
 
Michaela Wiegel berichtet seit Februar 1998 als politische Korrespondentin der FAZ aus Paris. In der französischen Hauptstadt hatte sie schon einen Teil ihres Studiums in Politischen Wissenschaften, Geschichte und Philosophie zugebracht. Nach dem Diplom am Institut d’Études Politiques de Paris 1993 zog es sie nach Amerika, an die Harvard University. Als McCloy Scholar der Studienstiftung des deutschen Volkes erwarb sie 1995 an der Kennedy School of Government einen Master in Public Administration (MPA). Im Oktober 1995 trat sie als Redakteurin in die politische Nachrichtenredaktion der FAZ ein.

Michel Wieviorka, promovierter Literatur- und Geisteswissenschaftler, Studienleiter an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (EHESS), ist Vorstandsvorsitzender der Fondation de la Maison des Sciences de l'Homme (FMSH). Seine Forschungsarbeiten setzen sich mit den Konzepten des Konflikts, des Terrorismus und der Gewalt auseinander. Weitere Forschungsschwerpunkte sind Rassismus, Antisemitismus, soziale Bewegungen und Demokratie sowie das Phänomen der kulturellen Differenz.
 

Im Rahmen des Projektes „Das politische Buch“ in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung Frankreich

 

Details

Goethe-Institut Paris

17, avenue d'Iéna
75116 Paris

Sprache: Auf Deutsch und Französisch
Preis: Eintritt frei; Anmeldung erforderlich

+33 144439230
info-paris@goethe.de