Erstes europäisches PASCH-Alumnitreffen

PASCH-Alumnitreffen in Brüssel
PASCH-Alumnitreffen in Brüssel | © Goethe-Institut Italien | Foto: Klaus Dorwarth

Botschafter*in für die deutsche Sprache werden – unter diesem Motto hat das Goethe-Institut Brüssel erstmals ehemalige PASCH-Schüler*innen aus ganz Europa eingeladen. 29 ausgewählte junge Leute aus 25 Ländern reisten dazu in die europäische Hauptstadt. Für Frankreich nahmen Cécile Fèvre und Alexandra David, Alumna des Lycée Jean Jaurès in Reims und des Lycée Saint-Sernin in Toulouse, an der Begegnung teil.

Der Wunsch, etwas für Deutsch zu tun

Der Aufruf zum ersten europäischen PASCH-Alumnitreffen hat gezeigt: Unter den ehemaligen Schüler*innen der PASCH-Schulen haben viele den Wunsch, ihrer Liebe zur deutschen Sprache auch nach der Schulzeit Ausdruck zu verleihen. Zahlreiche PASCH-Schulabgänger*innen hatten sich europaweit um eine Einladung nach Belgien beworben. Eine Einladung erhalten haben 29 junge Menschen.     

Vernetzung in kultureller Vielfalt

Der dreitägige Austausch vom 1.-3. November 2018 diente dazu, PASCH-Alumni europaweit miteinander zu vernetzen und den Grundstein für eine gemeinsame europäische Alumniarbeit zu legen. Um perspektivisch als Botschafter*innen für Deutsch agieren zu können, lernten die jungen Leute Grundlagen des Projektmanagements kennen. Darauf aufbauend planten sie gemeinsam mit Trainer*innen der Organisation Working Between Cultures länderübergreifende Projekte, mit denen sie als Multiplikator*innen für die deutsche Sprache werben können.

Empfang in der deutschen Botschaft und Führung durch das EU-Viertel

Das Treffen wurde mit einem Empfang durch den deutschen Botschafter feierlich eingeleitet. Schon dort erlebten die Teilnehmenden Deutsch nicht nur als „Amtssprache“, sondern als humorvolles Idiom für die internationale Kommunikation. Teil des intensiven Programms waren auch das Kennenlernen Brüssels anhand der „Stadtrallye-App“ des Goethe-Instituts und eine Führung durch das EU-Viertel mit lebendigen Hintergrundinformationen zu den vielfältigen europäischen Institutionen. Der Besuch des Parlamentariums vermittelte den Alumni abschließend einen unmittelbaren Eindruck von der Entstehungsgeschichte der Europäischen Union.
 
  • Empfang beim deutschen Botschafter in Brüssel © Goethe-Institut Brüssel│Foto: Johanna Baschke
    Empfang beim deutschen Botschafter in Brüssel
  • Empfang beim deutschen Botschafter in Brüssel © Goethe-Institut Brüssel Foto: Johanna Baschke
    Empfang beim deutschen Botschafter in Brüssel
  • Guten Morgen! Buongiorno! Dobro jutro! Bonjour! © Goethe-Institut Italien | Foto: Klaus Dorwarth
    Guten Morgen! Buongiorno! Dobro jutro! Bonjour!
  • In den Arbeitsgruppen © Goethe-Institut Brüssel Foto: Johanna Baschke
    In den Arbeitsgruppen
  • Sammeln der Ergebnisse © Goethe-Institut Brüssel Foto: Johanna Baschke
    Sammeln der Ergebnisse
  • Unterwegs im EU-Viertel © Goethe-Institut Italien | Foto: Klaus Dorwarth
    Unterwegs im EU-Viertel
  • Die Gruppe der PASCH-Alumni vor der Europäischen Kommission © Goethe-Institut Italien | Foto: Klaus Dorwarth
    Die Gruppe der PASCH-Alumni vor der Europäischen Kommission
  • Das Parlamentarium ist das Besucherzentrum des Europäischen Parlaments in Brüssel © Goethe-Institut Italien | Foto: Klaus Dorwarth
    Das Parlamentarium ist das Besucherzentrum des Europäischen Parlaments in Brüssel
  • Die PASCH-Alumni im Parlamentarium © Goethe-Institut Brüssel Foto: Johanna Baschke
    Die PASCH-Alumni im Parlamentarium
  • Besichtigung des Europäischen Parlaments © Goethe-Institut Italien | Foto: Klaus Dorwarth
    Besichtigung des Europäischen Parlaments

Fazit und Perspektiven

Der Elan und die Begeisterungsfähigkeit der 29 jungen Biographien erwiesen sich als tragfähiges Fundament für eine erfolgsversprechende Weiterarbeit. Geplant ist, besonders motivierte Alumni in Folgetreffen sukzessive auf ihre Rolle als aktive „Botschafter*innen“ vorzubereiten. Außerdem sollen künftig jährliche Folgetreffen stattfinden, um umgesetzte Alumniaktivitäten zu evaluieren und den Alumni-Nachwuchs zu fördern. Die Beweggründe, weshalb eine solche Tätigkeit für junge Leute attraktiv sein kann, haben die Alumni im Workshop selbst formuliert: den eigenen Horizont erweitern, Förderung des europäischen Geistes und ein Netzwerk für die eigene Karriereplanung aufbauen. Vor allem aber möchten die meisten das: sich als Teil einer internationalen Familie fühlen.

Teilnehmerin aus Frankreich

Cécile Fèvre Teilnehmerin aus Frankreich neben europäischer Flagge Foto: Eduard Ülevain © Cécile Fèvre Cécile Fèvre ist 25 Jahre alt und studiert im 14. Semester Medizin an der „Université de Strasbourg“, im Osten Frankreichs. Sie begeistert sich für fremde Sprachen, insbesondere Deutsch, Englisch und Spanisch. 2010 nahm sie am Projekt „Unternehmen Deutsch“ teil, welches vom Goethe-Institut angeboten wird. Ihr Abitur (AbiBac) absolvierte sie 2011 an einer der PASCH Schulen „Jean Jaurès“ in Reims.
Während ihres Studiums hatte sie die Möglichkeit zu reisen und Praktika im Ausland zu absolvieren, beispielsweise in den Vereinigten Staaten und in Kanada. Erfahrungen auf europäischer und internationaler Ebene brachten ihr immer viel, weswegen sie sich mit großer Begeisterung für die Teilnahme an der europäischen Tagung anmeldete.