Nachruf

 Foto: Baptiste Cozzupoli © Goethe-Institut Die Kolleginnen und Kollegen des Goethe-Instituts betrauern den Tod ihrer langjährigen Kollegin
 
Dorothea Lévy-Hillerich
 
die am 5. November 2015 in Nancy an den Folgen einer schweren Krankheit verstarb.

Dorothea Lévy-Hillerich, geboren 1938 in Köln, war über dreißig Jahre, von 1970 bis 2002, für das Goethe-Institut tätig. Zunächst als Lehrerin am Goethe-Institut Nancy wechselte sie von 1991 bis 1998 als Referentin für Pädagogische Verbindungsarbeit an das Goethe-Institut Warschau. Nach ihrer Rückkehr nach Nancy nahm sie bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand wieder die Lehrtätigkeit auf und leitete die Spracharbeit, wobei das Engagement für die Bildungskooperation in Ostfrankreich weiterhin ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit blieb. Auch nach 2002 war Dorothea Lévy-Hillerich weiterhin für das Goethe-Institut - in vielen Fällen ehrenamtlich - im Rahmen von zahlreichen Projekten mit starkem kulturellem und deutsch-französisch-polnischem Bezug tätig, die sie oft selbst vorschlug, initiierte und mit dem ihr so eigenen unermüdlichen Einsatz zum Erfolg brachte. Dazu zählten Ausstellungen, Konferenzen, Konzerte, Seminare, aber auch viele Reisen nach Deutschland und in die osteuropäischen Länder, die sie für die Sprachschüler des Goethe-Instituts und weitere Interessierte organisierte.
 
Dorothea Lévy-Hillerich hat die Bildungskooperation des Goethe-Instituts in Ostfrankreich maßgeblich mit aufgebaut. Ihre große DaF-Expertise hat in vielen Lehrwerken, die sie bis zuletzt gemeinsam mit anderen europäischen Autoren verfasste, Nachhaltigkeit gefunden.
 
Wer Dorothea kannte, verbindet mit ihr über die Maßen ausgeprägte Menschlichkeit, Herzlichkeit und Lebensfreude. Mit ihr verlieren wir nicht nur eine Kollegin, die in hohem Maße die Arbeit des Goethe-Instituts in Frankreich und Polen geprägt hat, sondern auch eine Freundin, die über ihren Enthusiasmus und ihr Engagement zu begeistern wusste.
 
Unser tiefes Beileid gilt ihrem Sohn David Lévy, ihren drei Enkeltöchtern sowie ihrem Bruder Burkhard Hillerich.
 
Nicolas Ehler, Institutsleiter des Goethe-Instituts Nancy