Online-Podiumsdiskussion Benédicte Savoy

Portrait von Bénédicte Savoy mit afrikanischen Statuen im Hintergrund © David Ausserhofer

Di, 18.05.2021

Online

Afrikas Kampf um seine Kunst

Schon vor 50 Jahren kämpfte Afrika um seine Kunst, die während der Kolonialzeit massenweise in europäische Museen gelangt war. Und es fand durchaus Unterstützung im Westen. Am Ende jedoch war der Kampf nicht nur vergebens, er wurde auch erfolgreich vergessen gemacht. Die Argumente aber, mit denen bereits damals versucht wurde, die Forderungen aus Afrika zu entkräften und Lösungen zu verhindern, ähneln auf frappierende Weise denen von heute. Das Gespräch zwischen Bénédicte Savoy und dem Autor Arno Bertina findet auf Zoom statt und wird von Michaela Wiegel (FAZ) moderiert.
 
Bénédicte Savoy ist Professorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin und am Collège de France in Paris. 2016 erhielt sie den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie hat vielfältig zu Kunstraub und Beutekunst geforscht und ist eine der prominentesten Stimmen in der Debatte um die Rückgabe geraubter Kulturgüter in westlichen Sammlungen. Zusammen mit Felwine Sarr hat sie den vielbeachteten Bericht für Emmanuel Macron zur Restitution afrikanischen Kulturguts an die Herkunftsländer verfasst. 2021 erscheint bei C.H. Beck ihr neues Buch Afrikas Kampf um seine Kunst: Geschichte einer postkolonialen Niederlage.
 
Arno Bertina ist Autor von Romanen, Essays und Radiofeatures, in denen er häufig zeitgeschichtliche Themen aufgreift. So behandelt er in dem von Bénédicte Savoy ins Deutsche übersetzten Buch Mona Lisa in Bangoulap: Die Fabel vom Weltmuseum (Matthes & Seitz 2016) ebenso spielerisch wie geistreich die Widersprüche der Museumsarbeit in der postkolonialen Weltgesellschaft.
 
Michaela Wiegel berichtet seit Februar 1998 als politische Korrespondentin der FAZ aus Paris. In der französischen Hauptstadt hatte sie schon einen Teil ihres Studiums in Politischen Wissenschaften, Geschichte und Philosophie zugebracht. Nach dem Diplom am Institut d’Etudes Politiques de Paris 1993 zog es sie nach Amerika, an die Harvard University.

 
Im Rahmen des Projekts „Das politische Buch“ in Zusammenarbeit mit dem Pariser Büro der Heinrich-Böll-Stiftung France und der VHS Erding

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