Lesung und Diskussion Saša Stanišić - Vor dem Fest

Saša Stanišić © Katja Saemann

Mo, 14.09.2015

Goethe-Institut Paris

17 avenue d'Iéna
75116 Paris

Im Rahmen der Reihe "Autoren zwischen den Sprachen"

Im Rahmen des interdisziplinären Projekts „HeimatHafen Hamburg“
In Zusammenarbeit mit Les éditions Stock
 
In Anwesenheit des Autors und seiner Übersetzerin Françoise Toraille
Moderation : Milosz Matuschek

Es ist die Nacht vor dem Fest in Fürstenfelde. Das Dorf schläft. Bis auf den Fährmann – der ist tot. Frau Kranz, die nachtblinde Malerin, will ihr Dorf zum ersten Mal bei Nacht malen. Ein Glöckner und sein Lehrling wollen die Glocken läuten. Herr Schramm, ein ehemaliger Oberst der NVA, hat sich noch nicht entschieden, ob er Zigaretten holen oder sich doch die Kugel geben soll. Alle haben eine Mission zu erfüllen, bevor die Nacht zu Ende geht. Ihre Stimmen und Geschichten fügen sich zum Roman einer langen Nacht, zu einem Mosaik des Dorflebens, in dem Alteingesessene und Zugezogene, Verstorbene und Lebende, Handwerker, Rentner und edle Räuber in Fußballtrikots aufeinandertreffen.

Saša Stanišić wurde 1978 in Višegrad in Bosnien-Herzegowina geboren; seine Mutter ist Bosnierin, sein Vater Serbe. 1991 flieht die Familie vor dem Jugoslawien-Krieg nach Deutschland, das seine Eltern vier Jahre später Richtung USA verlassen. Der 17-Jährige entscheidet sich, in Deutschland zu bleiben. 2008 erscheint sein erster Roman Wie der Soldat das Grammofon repariert, der begeistert aufgenommen und in 32 Sprachen übersetzt wurde. Vor dem Fest (Übersetzung ins Französische: Françoise Toraille) wurde mit zahlreichen Preisen gekrönt.

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