Film / Lesung Alexander Kluge

Alexander Kluge © Kirchgessner

Mi, 26.09.2018

19:30

Goethe-Institut Paris

Ein Abend mit Texten und Filmen

Lesung mit und von Alexander Kluge im Goethe-Institut anlässlich der Publikation seines soeben im Verlag P.O.L. in Frankreich erschienenen Buches Chronik der Gefühle - Unheimlichkeit der Zeit/ Chronique des sentiments – Tome 2 –Inquiétance du temps. Er bringt neueste Geschichten und unveröffentlichte Filme mit. 

Die deutschen Texte werden von Alexander Kluge und die französischen Texte von dem Schauspieler Zohar Wexler gelesen.

„In unserem verwirrenden 21. Jahrhundert brauchen wir Orientierung. Dafür ist nichts so brauchbar wie eine „Chronik der Gefühle“. Es gibt eine Chronik der Jahrtausende. Es gibt eine Chronik der Sekunde.
Wir Menschen leben in Lebensläufen. Einwohner der Lebensläufe sind die Gefühle. Sie sind langsame Tiere. Die Greifzangen der Geschichte aber waren und sind zupackend und rasant. Sie reißen den Gefühlen in uns, manchmal mehrmals in einem Lebenslauf, den Boden unter den Füßen weg. In Stärke eines Bombenangriffs auf Aleppo. In all meinen Büchern ist dies das zentrale Thema.

Die Texte, die an diesem Abend gelesen werden, korrespondieren mit neuen, unveröffentlichten Filmen, sogenannte Minutenfilme und auch Minutenopern. Die Themen der Kapitel meines neuen Buches sind: „Lebensläufe“, „Die Revolution ist ein Lebewesen voller Überraschungen“, „Unheimlichkeit der Zeit“, „Verschrottung durch Arbeit“, aber auch positive Texte wie „Wer immer hofft, stirbt singend“, haben in den Filmen abwechslungsreiche Varianten. Außerdem Musik.“ (Alexander Kluge)

   

Donnerstag 27. September, 20 Uhr, Le Bal – 75018 Paris www.le-bal.fr
Ein Abend mit Alexander Kluge und dem Philosophen und Kunsthistoriker Georges Didi-Huberman
 
Samstag 29. September, 10:30 Uhr, Cinéma L’Arlequin
Vorführung des Films Der mit den Bildern tanzt, anschließend Diskussion mit Alexander Kluge und Anselm Kiefer

Im Rahmen der Reihe Transrheinische Brücke/Deutsch-französische Beziehungen
 
In Zusammenarbeit mit la Maison des écrivains et de la littérature (mel) und Le Bal

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