Literaturgespräch Marcel Beyer

Porträt von Marcel Beyer Foto (Ausschnitt): © Juergen Bauer

Mo, 10.12.2018

Goethe-Institut Paris

17 avenue d'Iéna
75116 Paris

Spione - VERANSTALTUNG ABGESAGT

Aufgrund einer Erkrankung des Autors muss die Veranstaltung leider abgesagt werden.


In Anwesenheit des Autors
Moderation: Jürgen Ritte
 
Zu Spionen in ihren Familien werden Carl, Nora, Pauline und ihr Cousin. Wo andere in Fotoalben blättern, deren Bilder an die Eltern und Großeltern erinnern und Familiengeschichte erzählen, stoßen sie auf Geheimnisse, auf Verschwiegenes und Verborgenes. Die Liebesgeschichte um den Großvater z.B., der sich im November 1936 von seiner Verlobten verabschiedete, um sich der „Legion Condor“, dem Geheimeinsatz der Deutschen Luftwaffe während des Spanischen Bürgerkriegs anzuschließen. Der Rumor um die Großmutter, die Opernsängerin mit den Italiener-Augen. Die Kinder versuchen sich ein Bild zu machen, erfinden ihre Version der Familiengeschichte.
 
Der Roman wurde von Cécile Wajsbrot ins Französische übersetzt.
 
Geboren im Jahr 1965, gehört der Autor Marcel Beyer der Generation der „Enkelkinder“ an, die versuchen mussten, die eigene Familiengeschichte zu rekonstituieren. Marcel Beyer war ein Impulsgeber, indem er Lügen zur Sprache brachte, die am Anfang des 20. Jahrhunderts noch auf den Familienstrukturen der deutschen Gesellschaft lasteten.
Der Autor erhielt zahlreiche Preise, darunter 2008 den Joseph-Breitbach-Preis und 2016 den Georg-Büchner-Preis.
 
Jürgen Ritte, geboren 1956 in Köln, ist Professor für Germanistik an der Universität Paris 3 - Sorbonne Nouvelle. Er ist auch Essayist, Literaturjournalist und Übersetzer.
    
In Zusammenarbeit mit dem Verlag Métailié, dem europäischen Programm ELit-Literaturhaus Europa und der Universität Sorbonne Nouvelle
 
 

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